Südpark Station

Grünen-Spitzenkandidatin will jährlich 200 neue Windkrafträder

Bei ihrer Wahlkampfveranstaltung forderte die Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur eine veränderte Verkehrspolitik. Foto: Michael Schütz
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Bei ihrer Wahlkampfveranstaltung forderte die Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur eine veränderte Verkehrspolitik.

In drei Wochen wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Auf ihrer Wahlkampftour machte am Samstagmittag die NRW-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der Grünen, Mona Neubaur, in der Klingenstadt Station.

Von Holger Hoeck

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Solingen. Im Südpark hatten die Solinger Grünen eine improvisierte Bühne aufgebaut. Nach einstimmender Musik von Sängerin Leonora freuten sich die Solinger Landtagskandidatin Silvia Vaeckenstedt, die Kreisverbandssprecher Dorothea Geßner und Marius Rauh mit weiteren Parteifreunden sowie rund 30 Interessierten über die pünktliche Ankunft der 44-jährigen gebürtigen Bayerin. Diese kam schnell zur Sache und kündigte unter anderem an, mehr Windkraftanlagen bauen zu wollen.

„Für uns ist es in einer Demokratie wichtig, dass die Kommunikation gerade in Krisen, wie insbesondere die Pandemie eine war und ist, mit den Menschen verständlich ist und bei ihnen ankommt“, sagte Neubaur. „Wir möchten es anders machen als die aktuelle Landesregierung, die viel Vertrauen in unsere Demokratie und unsere Institutionen verspielt hat.“ Ihre Partei sei bereit, Verantwortung für Nordrhein-Westfalen zu übernehmen.

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„Eines der ersten Dinge, die wir machen werden, ist, die pauschale Mindestabstandsregel von 1000 Metern für Windkraftanlagen abzuschaffen. Dadurch wollen wir Akzeptanz für erneuerbare Energieversorgung herstellen. Es reicht einfach nicht, schöne Sonntagsreden in den Parlamenten zu halten“, erklärte sie. Die Grünen beabsichtigten daher den Bau von jährlich 200 neuen Anlagen.
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Straßensanierung soll vor Neubau Vorrang haben

Auch die Verkehrspolitik müsse sich dringend ändern. „Wir brauchen eine echte Mobilitätswende. Wir haben lange genug darüber geredet, dass die Infrastruktur nicht ausreichend ist.“ Priorität habe die Straßensanierung, nicht ihr Neubau. „Das heißt: Vorfahrt für Bus und Bahn sowie fürs Fahrrad und die Füße!“ Für die Schulen forderte Neubaur unter anderem eine bessere digitale Ausstattung.

Wie sie sich eine Kommunikation auf Augenhöhe mit den Bürgern vorstellt, zeigte die Spitzenkandidatin bei der anschließenden „Sprechstunde“. Sie setzte sich zu Kindern auf die Wiese, wo diese etwa die Existenz klimaneutraler Flugzeuge erfragten. Für den Parteinachwuchs hatte sie noch einen Tipp parat: „Bleibt innerlich unabhängig und kümmert euch um eure Freunde. Es ist wichtig, die Freundschaften außerhalb der Politik nicht zu verlieren.“

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