Teilumzug nach Halle, Investitionen auch in Scheuren

Modefirma Walbusch wird 2021 zweistellig wachsen

Christian Busch will die weiteren Marken der Firmengruppe in Scheuren bündeln. Foto: Michael Schütz
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Christian Busch will die weiteren Marken der Firmengruppe in Scheuren bündeln.

Für das Solinger Modeunternehmen Walbusch wird auch 2021 ein erfolgreiches Geschäftsjahr

Solingen. „Am Ende des Jahres werden wir aller Voraussicht nach ein zweistelliges Wachstum in unserer Gruppe erreichen“, berichtet Christian Busch, Hauptgesellschafter von Walbusch, im Gespräch mit dem Tageblatt. Wichtigste Säule des Unternehmens bleibe das klassische Kataloggeschäft von Walbusch, hervor steche die Entwicklung bei Mey & Edlich – in Summe profitiere aber die ganze Gruppe.

Das Familienunternehmen wurde 1934 von Walter Busch in Solingen gegründet und hat seinen Hauptsitz an der Martinstraße im Gewerbegebiet Scheuren. Neben Walbusch gehören zu der Gruppe mit mehr als 1000 Mitarbeitern auch die Marken Klepper, Avena, Mey & Edlich und LaShoe. 2020 war das Umsatzergebnis bereits um 6,5 Prozent auf 369 Millionen Euro gestiegen.

Walbusch profitiert dabei von dem großen Wachstum im Bereich Versandhandel. Christian Busch sei „dankbar und demütig“, weil es vielen anderen, gerade aus der Modebranche, in der Krise schlecht gehe. Zwar ist auch Walbusch bundesweit mit Filialen im stationären Handel aktiv, die tragende Säule ist aber der Katalog. „Wir haben uns in der Krise von keinem Mitarbeiter in den Filialen trennen müssen. Von den guten Zahlen der Gruppe getragen, konnten wir das Kurzarbeitergeld sogar auf 100 Prozent aufstocken“, berichtet Christian Busch.

Christian Busch blickt gespannt auf die Veränderungen im Bereich Mode

Für Unruhe in Solingen hatte im März eine Investition in Halle/Westfalen gesorgt. Walbusch übernimmt einen bestehenden Logistikkomplex von Gerry Weber und richtet dort das Hauptlager für Walbusch-Produkte ein. Das bedeute aber keine Abkehr vom Firmensitz Solingen, wie Busch erneut betont. „Wir brauchen mehr Platz, und den gab es in Solingen nicht. Durch die Verlagerung haben wir die notwendige Kapazität geschaffen und können bald in Scheuren investieren.“ Walbusch will dort die anderen Marken der Unternehmensgruppe bündeln.

Nicht nur bei seinen eigenen Projekten, auch sonst blickt Christian Busch gespannt auf die Veränderungen der kommenden Jahre. Immer klarer im Bereich Mode werde der Trend weg von formaler Kleidung. Aber auch auf mehr Geschwindigkeit bei der Digitalisierung und Homeoffice-Lösungen stellt sich das Unternehmen ein. Bei diesen und vielen weiteren Zukunftsthemen werde auch der neue Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Solinger Henner Pasch, eine tragende Rolle spielen, betont Busch: „Henner Pasch hat die Digitalisierung ja schon in seinem Unternehmenszweck. Seine Ideen und Impulse werden der Kammer sehr gut tun.“

Ein ausführliches Porträt über die Firma Walbusch und viele weitere Geschichten über Menschen und Macher der Bergischen Wirtschaft lesen Sie in unserer Sonderbeilage, die am Mittwoch, 18. August, dem ST beiliegt.

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