Sperrung

Mitte Mai fließt der Verkehr über die Wupperbrücke

Detlef Diekel von den Technischen Betrieben Solingen (TBS) rechnet damit, dass der Verkehr zwischen Haasenmühle und Nesselrath „Anfang bis Mitte Mai“ fließt. Die Arbeiten am Großprojekt haben ihre letzte Stufe erreicht. Foto: Michael Schütz
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Detlef Diekel von den Technischen Betrieben Solingen (TBS) rechnet damit, dass der Verkehr zwischen Haasenmühle und Nesselrath „Anfang bis Mitte Mai“ fließt. Die Arbeiten am Großprojekt haben ihre letzte Stufe erreicht.

Kosten für den Bau zwischen Solingen und Leichlingen liegen knapp über Kalkulation.

Von Timo Lemmer

Solingen. Nachdem die Bauarbeiten zu Jahresbeginn noch einmal hatten ruhen müssen, ist jetzt absehbar, wann die neue Wupperbrücke fertiggestellt und freigegeben sein wird: Detlef Diekel von den Technischen Betrieben Solingen (TBS) rechnet damit, dass der Verkehr zwischen Haasenmühle und Nesselrath „Anfang bis Mitte Mai“ fließt. Nachdem es seit Feststellung erheblicher Schäden im Juni 2017 und der Freigabe der Behelfsbrücke im Dezember 2018 immer Beeinträchtigungen gegeben hatte, ist das Großprojekt dann nahezu abgeschlossen.

„Ich gehe davon aus, dass wir unter dem Strich geringfügig teurer sein werden als kalkuliert.“

Detlef Diekel, TBS

So gut wie fertig sind die Arbeiten an den Gehwegkappen, über die die Fußgänger zukünftig gehen werden. Sie sind bereits betoniert. Diekel, der bei der Stadt für Brücken zuständig ist, erklärt: „Sie müssen nun noch ausgeschalt werden, und dann werden die Widerlager mit Erde hinterfüllt.“ Außerdem werden noch die Oberkanten von Spundwandkästen auf Untergelände-Niveau abgebrannt. „Wir sind also im großen Finale“, sagt Diekel. Fahrbahn-Asphaltierung und Abdichtung folgen noch. Wasserbausteine werden dann noch eingesetzt, um das Ufer zu schützen: Die Rekultivierung rund um die Wupper findet auch in den Tagen nach der Neubau-Fertigstellung noch statt.

Die jüngsten Stillstandstage hatte zunächst Hochwasser, das Teile des Gerüsts erfasste, bedingt, ehe dann zu heftiger Frost eingesetzt hatte. Bei Beschichtungsarbeiten, die dadurch aufgeschoben werden mussten, kamen dann auch Zelte zum Einsatz, die einige Bürger fälschlicherweise als Partyzelte identifiziert hatten und entsprechende Anfragen gestellt haben: „Am Bauteil benötigt man acht Grad, es hatte nachts aber immer Minusgrade. Daher kamen Zelte mit Radiatoren zum Einsatz.“

Kleinere Einschränkungen sind aber kurzfristig auch nach Fertigstellung weiterhin nötig. Etwa drei Monate wird es dauern, bis die Behelfsbrücke komplett zurückgebaut ist. In dieser Zeit sei es phasenweise, „vielleicht mal für ein oder zwei Wochen“, nötig, immer mal wieder auf Baustellenampeln zu setzen. Und auch die wesentliche Räumung der Baustelle, die die Baufirma zuletzt für den 6. Mai festgesetzt hatte, wird nicht dafür sorgen, dass alle Baufahrzeuge verschwinden: Maschinen werden vor allem vor Ort verbleiben, um die Rekultivierung abzuschließen. Man werde also zwischen Solingen und Leichlingen immer noch ein wenig Baustelle haben, so Diekel. Der Verkehr aber könne dann in der Regel flüssig laufen.

Unterdessen berichtet er, dass der angepeilte Kostenrahmen wohl fast gehalten werden konnte. Ein großer Termin, bei dem die Rechnung durchgegangen werden wird, stehe zwar erst 14 Tage nach Ostern an, aber: „Den Mehrkosten durch die längere Bauzeit stehen auch einige Minderkosten gegenüber. Ich gehe davon aus, dass wir unter dem Strich geringfügig teurer sein werden als kalkuliert.“

Die Kostenzusammenfassung sah zu Beginn vor: Abbruch und Neubau der Wupperbrücke für vier Millionen Euro sowie circa 1,8 Millionen Euro für die Behelfsbrücke. Bei einer Förderquote von 70 Prozent durch das Land ergab sich folglich ein Eigenanteil von etwa 1,2 Millionen Euro für Abbruch und Neubau, den sich die Eigentümer Stadt Solingen sowie Rhein-Bergischer Kreis wiederum hälftig teilen.

Sperrung

Wie schon bei der bei Errichtung der Behelfsbrücke wird in den kommenden Monaten auch beim Rückbau für eine Woche die Wipperauer Straße gesperrt werden müssen. Ein großer Kran wird dann dafür sorgen, dass die Behelfsbrücke ausgehoben und auf einen großen Tieflader geladen wird. Ein Datum dafür gibt es aber noch nicht: Die Ausschreibung läuft. Für den Rückbau der Behelfsbrücke sind drei Monate veranschlagt.

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