Auszeichnung der Ohligser Jongens

Mirko Novakovic ist erster „Ohligser des Jahres“

Mirko Novakovic – neben ihm seine Ehefrau Dragana – wurde von den Ohligser Jongens ausgezeichnet.
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Mirko Novakovic – neben ihm seine Ehefrau Dragana – wurde von den Ohligser Jongens ausgezeichnet.

300 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Ohligser Jongens in die Festhalle. Dabei wurde auch zum ersten Mal der „Ohligser des Jahres“ ausgezeichnet.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Unternehmer Mirko Novakovic ist erster „Ohligser des Jahres“. Als Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) ihm am Montagabend die silberne Ehrennadel ansteckte, spendete das Publikum in der prallvollen Ohligser Festhalle stehenden Applaus. Die von den Ohligser Jongens neu geschaffene Auszeichnung soll jährliche Tradition des Neujahrsempfangs werden, zu dem der Verein erstmalig eingeladen hatte.

Mit einer derart großen Resonanz auf die Einladung habe er nicht gerechnet, sagte Präsident Dr. Jörg Wacker spürbar überwältigt bei seiner Begrüßung: Rund 300 Interessierte füllten am Montagabend den Saal und belegten Stühle und Stehtische.

Das zeige, wie sehr sich die Ohligser mit ihrem Stadtteil identifizierten und wie motiviert sie das Wohl von Ohligs weiter vorantreiben wollten, interpretierte Wacker die erfreuliche Annahme dieses Formats: „Wir wollten das schon vor Corona als neue feste Größe im Terminkalender der Stadt installieren, konnten es aber erst jetzt.“

Präsident Dr. Jörg Wacker bei der Begrüßung. Rund 300 Gäste waren der Einladung der Ohligser Jongens gefolgt.

Liebe zum Stadtteil und Engagement waren die Stichworte, die sich wie ein roter Faden durch den Abend zogen. Die Auszeichnung Novakovics war das i–Tüpfelchen. Der gebürtige Ohligser und erfolgreiche IT-Unternehmer ist seit geraumer Zeit durch seine Investitionen in Immobilien und die daran gekoppelte Aufbereitung zum gesellschaftlich Nutzen eine feste Größe für den Stadtteil im Solinger Westen.

So steckte er Millionen Euro in das frühere Flora-Frey-Gebäude an der Prinzenstraße und sorgte mit dem Kauf der Festhalle für Aufsehen. Betrieben durch seine Frau Dragana ist die Halle nun wieder zur „guten Stube“ von Ohligs geworden und kann allen Generationen Heimat für Feste, Partys, Empfänge und andere Veranstaltungen sein.

Novakovic lebe seine persönliche Liebe zu seiner Heimatstadt durch ein fundiertes und konsequentes Engagement für Solingen, lobte Laudator Kurzbach. „Insbesondere hat er dabei die junge, nächste Generation im Blick, für die es gilt, Ohligs und damit Solingen attraktiver und lebenswert zu machen.“

Damit ist Novakovic ein folgerichtiger Sparringspartner der Jongens, die genau das auch als Ziele definieren: Ohligs soll erstarken und für seine Bürger optimiert werden. In einer ausführlichen Rückschau auf das bereits Erreichte zählte Jörg Wacker nicht nur die vielen erfolgreich angestoßenen Projekte wie den Kneipenfreitag, die Unterstützung von Schulen und des Vogelparks, die Beteiligung am italienischen Straßenfest Solitalia sowie die aktuell laufende Umgestaltung der City mit Marktplatz und Fußgängerzone auf. Sondern betonte, wie wichtig eine gute Vernetzung mit allen anderen Ohligser Gruppen, Verbänden und Institutionen sei. „Wir sprechen in Ohligs mit einer Stimme“, sagte er. Damit das möglich sei, gebe es immer wieder Austausch mit der Politik, der Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) sowie der Ohligser Werbe und Interessengemeinschaft (OWG), Gemeinden, Schulen, Sportvereinen.

Dieser Einsatz der Jongens wurde über das herzliche Dankeschön von Bezirksbürgermeisterin Gundi Hübel (SPD) und OB Tim Kurzbach in zwei weiteren Reden gewürdigt: Wolfgang Rolshoven, Präsident der Düsseldorfer Jonges, gab einen ausführlichen Einblick in deren Wirken als „außerparlamentarische Opposition“ in der Landeshauptstadt seit gut 90 Jahren.

Spannende Akzente setzte auch Unternehmerin Felicia Ullrich. In ihrem „weiblichen Blick auf bürgerschaftliches Engagement“ – mit Humor und Charme vorgetragen – betonte sie die Notwendigkeit, Bürger in Projekte einzubeziehen. „Macht aus Betroffenen Beteiligte“, rief sie dem Auditorium zu. „Menschen, die mit anderen gemeinsam machen, haben weniger Angst vor Veränderung und spüren damit Selbstwirksamkeit. Das ist ein ganz entscheidender Faktor in einer demokratischen Gesellschaft.“

Ohligser Jongens

Musikalisch aufgelockert wurde die Veranstaltung durch die Solingerin Luisa Skrabic, die unter anderem mit ihrem Lied „Heimat“ den Tenor des Empfangs widerspiegelte. Weitere Infos zu dem mehr als 90 Mitglieder starken Verein – trotz des Namens werden auch Frauen aufgenommen – gibt es online: www.ohligser-jongens.de

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