Bildung

Mildred-Scheel-Kolleg ist jetzt offiziell Europaschule

Schuldezernentin Dagmar Becker (r.) und Bürgermeister Thilo Schnor übergaben Schulleiterin Gabriele Stobbe-Dibbert Urkunde, Schild und Fahne der neuen Europaschule. Foto: Christian Beier
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Schuldezernentin Dagmar Becker (r.) und Bürgermeister Thilo Schnor übergaben Schulleiterin Gabriele Stobbe-Dibbert Urkunde, Schild und Fahne der neuen Europaschule.

Die Feier fand auf dem Außengelände statt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Eigentlich sollte das Mildred-Scheel-Berufskolleg (MSB) schon im Dezember vergangenen Jahres gemeinsam mit zwölf weiteren NRW-Schulen als „Europaschule“ ausgezeichnet werden. Weil die Feier in Düsseldorf pandemiebedingt ausfallen musste, wurde sie jetzt am Freitag auf dem Außengelände des Berufskollegs in Merscheid nachgeholt.

Vor der mit vielen Europafahnen geschmückten Schulkulisse konnte Schulleiterin Gabriele Stobbe-Dibbert – ebenfalls in den Europafarben gekleidet – die Gäste begrüßen. Sie skizzierte das umfangreiche Programm des Berufskollegs, das letztendlich die Auszeichnung ermöglicht hat. Von dem erweiterten Fremdsprachenangebot über die intensive Beschäftigung mit europäischen Themen bis zu verschiedenen Berufspraktika, die die Schülerinnen und Schüler im Ausland machen können.

So absolvieren die angehenden Friseure etwa ein Praktikum in Frankreich, die Erzieher in der Türkei, zudem gibt es Praktika in Finnland, den Niederlanden oder Österreich. „Wir freuen uns, dass diese Arbeit durch die Auszeichnung als Europaschule jetzt eine besondere Würdigung erfährt“, erklärte Gabriele Stobbe-Dibbert. Als Kooperationspartner hat auch die Europa-Union die Entwicklung des Projektes von Anfang an unterstützt. Das Mildred-Scheel-Berufskolleg ist nach dem Gymnasium Schwertstraße die zweite Europaschule Solingens (siehe unten).

Der Blick auf Europa biete tolle Möglichkeiten, über Austauschprogramme in andere Kulturen eintauchen zu können, betonte auch Bürgermeister Thilo Schnor (Grüne), der die Grüße der Stadt überbrachte. „Das hilft, damit eine zusammengewachsene Welt zu einer großen Solidargemeinschaft werden kann.“ Schnor sieht aber auch Probleme in Europa, da „wo Länder sich auf ihre eigene Nation zurückziehen“. Deshalb sei politische Bildung so wichtig. Und er appellierte an die Schüler: „Bleibt respektvoll und weltoffen.“

Jürgen Hardt lobt Leidenschaft für die Europa-Idee

Der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU), der seit zehn Jahren am Mildred-Scheel-Kolleg politische Diskussionsforen anbietet, hatte ein Grußwort geschickt. Die Leidenschaft und Überzeugung, mit der am MSB für die Idee Europa gestritten werde, eröffne Möglichkeiten, Grenzen zu überwinden – geografisch wie geistig, schrieb er.

Das berichteten Schüler und Lehrer gestern bei der Feier auch von ihren Erfahrungen bei Austauschen im europäischen Ausland. „Wir erleben die Länder als Gäste, nicht als Touristen“, betonte Cornelia Cürten, die als Lehrerin die Erzieher-Praktika in der Türkei begleitet. Als kulturellen Beitrag hatten die Lehrer Beethovens 9. Sinfonie „Freude schöner Götterfunken“ als Gesangs- und Text-Darbietung auf die Schule arrangiert.

Europaschulen

Gymnasium Schwertstraße: Seit November 2018 ist auch das Gymnasium Schwertstraße offiziell Europaschule. Die Schule hat seit 20 Jahren einen bilingualen Zweig, es gibt internationale Projekte, Austauschprogramme, das Exzellenzlabel CertiLingua, eine Europawoche, Schülerpraktika im Ausland und vieles mehr.

Gesamt: In NRW gibt es 227 Europaschulen, bundesweit über 600.

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