Im Industriemuseum

MesserGabelScherenMarkt: 23 Solinger Unternehmen präsentieren ihre Produkte

Henning Ritter (2. v.r.) und sein Sohn Philipp Ritter waren mit ihrer Firma Hubertus vertreten.
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Henning Ritter (2. v.r.) und sein Sohn Philipp Ritter waren mit ihrer Firma Hubertus vertreten.

Messer-Gabel-Scheren-Markt im Industriemuseum zog viele Besucher an.

Von Holger Hoeck

Solingen. In den historischen Räumen des LVR-Industriemuseums Gesenkschmiede Hendrichs türmten sich Messer unterschiedlichster Art auf den Tischen und den Ständern der 23 Aussteller, die beim zweitägigen „Messer-Gabel-Scheren-Markt“ mitwirkten. Ihre Waren boten sie zwischen den geschichtsträchtigen Maschinen und Werkzeugen an. Die Wahl zwischen Ausbeinmessern, Saphirfeilen oder Taschenmessern in rostfreier Qualität oder aus Carbonstahl stellten manchen Besucher wahrlich vor die Qual der Wahl. Gerne nahm sich dann das Standpersonal der inhabergeführten Unternehmen Zeit für eine kompetente Beratung.

„Es ist schön, dass wir in diesem Jahr drei neue Firmen auf unserem Fachmarkt begrüßen können. Auch sie erfüllen unser Auswahlkriterium ´Made in Solingen´, das heißt, es sind alles Unternehmen, die in Solingen produzieren. Natürlich haben wir aber auch Anbieter dabei, die seit der Premiere des Markts dabei sind“, erläutert Museumsleiterin Nicole Scheda. Auch in diesem Jahr galt aufgrund von Zulassungsbeschränkungen eine maximale Besuchs-Verweildauer von zwei Stunden. „Das Zeitlimit wird mittlerweile von Besuchern wie Ausstellern geschätzt. Es herrscht kein übergroßes Gedränge an den Tischen. Und es ergeben sich schnell Gespräche mit den Firmeninhabern und dem Fachpersonal.“

Markt ist für viele Unternehmen zur Institution geworden

Auch vor dem Stand der Firma Friedrich Herder hatte sich eine Gruppe Interessierter versammelt, die den Ausführungen des Geschäftsführers Stephan Burghaus lauschten, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Benno seit 2015 betreibt. „Wir sind das erste Mal dabei, weil wir unser Sortiment in Richtung europäischer Küche etwas umgestaltet haben. Besonders spezialisiert haben wir uns auf Gemüsemesser, die sehr dünn ausgeschliffen sind. Durch den anderen Schliff gibt es bei unseren Produkten keine Spalte zum Griff, in der sich Dreck sammeln kann.“ Die Ursprünge des Unternehmens gehen bis ins Jahr 1727 zurück, als Gründer Peter Herder das „Pik As“-Warenzeichen in die Zeichenrolle des Solinger Messmachergerichts eintragen ließ.

Das ist der MesserGabelScherenMarkt 2022

Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022
Das war der MesserGabelScherenMarkt 2022 © Christian Beier

Über kaum weniger Neugierige konnte sich Frank Kotthaus am Stand der Friedrich Engels & Cie. GmbH freuen. Besonders beliebt war auch diesmal das traditionell zum Markt erscheinende Jahresmesser. „Es ist ein Buckelsmesser, das neben der Jahreszahl auch anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Müngstener Brücke das Baumonument mit einem darauf fahrenden Zug zeigt“, erklärt der Geschäftsführer des 1893 gegründeten Unternehmens. Die Teilnahme am Markt ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. „Er ist eine Institution, die zu einer besonderen Größe geworden ist und die dem Weltruhm der Klingenstadt gerecht werden möchte. Viele Aussteller kennen sich seit Jahren und schätzen sich auch gegenseitig. Die Atmosphäre ist einfach ausgezeichnet.“ Mehrere hundert Schneidwaren umfasst das Sortiment des Unternehmens, das sich einen guten Ruf als Lieferant für original Solinger Zöppken erworben hat.

Nach der Tour durch die Hallen nutzten Besucher auch die Möglichkeit einer Einkehr ins Café des Fördervereins Industriemuseum Solingen.

Veranstaltung

Viele Schneidwarenfirmen produzieren auch heute ein großes Sortiment an Messern, Scheren und Küchenzubehör im Bergischen Land. Der MesserGabel-Scheren-Markt bietet als einer der größten Märkte dieser Art in der Region die Gelegenheit der Warenpräsentation „Made in Solingen“.

Auch interessant: 1. Solinger Kabarett- und Theaterpreis wurde an einen Wortakrobat vergeben 

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