Nach Zwangspause

Merscheider feiern Sommer in ihrem Fürstentum

Gutes Wetter, gute Musik, gute Verpflegung – Organisatoren und Besucher genossen das Sommerfest in Merscheid.
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Gutes Wetter, gute Musik, gute Verpflegung – Organisatoren und Besucher genossen das Sommerfest in Merscheid.

Fest auf dem Gelände der Kirche St. Mariä Empfängnis lockt Hunderte Besucher.

Von Sven Karasch

Solingen. Am Wochenende lachte nicht nur die Sonne über Merscheid – man sah auch viele strahlende Gesichter. Der Grund war vor allem das traditionelle Sommerfest der Merscheider Chöre, das wieder auf dem Gelände der katholischen Kirche St. Mariä Empfängnis stattfinden konnte.

„Endlich!“ – das schien am Samstagabend der einhellige Tenor unter den vielen Besucherinnen und Besuchern gewesen zu sein. Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause war es endlich wieder Zeit, Nachbarinnen und Nachbarn zu treffen und ausgelassen miteinander zu feiern. Dafür hatten sich der Frauensingkreis Merscheid 1994 und der Merscheider Männergesangverein 1861 als Organisatorenteam zusammengeschlossen.
Die jeweiligen Vorsitzenden der Vereine, Sandra Beumer und Dirk Kerp, betonten die gute Zusammenarbeit aller Vereine und den generell großen Zusammenhalt im Stadtteil, den die Menschen liebevoll „Fürstentum Merscheid“ nennen. Auch das hatte Dirk Kerp vermisst, bevor er vor zwei Jahren aus München wieder nach Merscheid gezogen ist, erklärte er. Sandra Beumer ergänzte, ihr gefalle vor allem die familiäre Atmosphäre.

„Wetter optimal, Umsätze optimal.“

Armin Bonack, Merscheider Männergesangverein

Das konnte auch Daisy Jung so unterstreichen, die seit inzwischen 16 Jahren wieder in ihrem Stadtteil lebt und sich besonders über liebe Nachbarn freut. Merscheid sei „ein Stadtteil, in dem man gut leben kann“, fügte sie mit einem Lächeln hinzu.

Während sich die Kinder auf der Hüpfburg austoben konnten, machten es sich viele Erwachsene mit Currywurst und Pommes oder den traditionellen Bergischen Kottenbuttern sowie dem ein oder anderen Getränk auf einer der vielen Sitzgelegenheiten gemütlich. Andere hatten sich strategisch günstig vor der Bühne positioniert, wo ab 19 Uhr die Hauptband des Abends, Mike and the Waiters, für schätzungsweise 650 Besucherinnen und Besucher klassische Rocksongs und Partymusik spielte. So war es bei einem Fest der Chöre auch am späteren Abend noch folgerichtig, dass ein großer Teil der Besucherinnen und Besucher Hits wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ mitsingen konnte.

Am Sonntag konnten die Sängerinnen und Sänger der Chöre beim Frühkonzert dann höchstpersönlich ihr musikalisches Können unter Beweis stellen. Mehr als 250 Besucherinnen und Besucher waren gegen Mittag gekommen, um bei Kaffee und Kuchen Klassiker wie „Es geht mir gut“ vom Frauensingkreis oder „Lebe, Liebe, Lache“ der Merscheider zu hören. Darüber hinaus standen auch die Chorvereinigung Solingen-Ohligs 1860, der Shantychor Solingen und die Tanzgruppe der KG Rot-Weiß auf der Bühne. Das Publikum klatschte begeistert mit und spendete viel Applaus.

Insgesamt waren alle sehr zufrieden mit den beiden Festtagen. Die Besucherinnen und Besucher trafen alte und neue Bekannte, die nicht nur aus Merscheid kamen und freuten sich über das Zusammensein, das vielen Menschen in den vergangenen Jahren gefehlt hatte. Auch die Erwartungen der Organisatoren wurden in allen Belangen übertroffen, bemerkte Sandra Beumer. Armin Bonack, zweiter Vorsitzender des Merscheider Männergesangvereins, brachte es auf den Punkt. „Wetter optimal, Umsätze optimal“, fasste er lächelnd zusammen. Und auch das Fazit von Dirk Kerp fiel positiv aus: „Rundum gelungen.“

Chöre

Der Merscheider Männergesangverein 1861 ist ein Chor mit über 160-jähriger Geschichte. Für die 40 aktiven Sänger stehen die Freude am Singen und die Verbundenheit mit dem Stadtteil im Mittelpunkt. Die „Merscheider“ treffen sich jeden Dienstag um 20 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirche, Hofstraße 10.

Der Frauensingkreis Merscheid 1994 kann auf eine über 25-jährige Tradition zurückblicken. Die rund zwei Dutzend Sängerinnen proben immer montags von 19.30 bis 21.30 Uhr im Gemeindesaal der Löhdorfer Liebfrauenkirche an der Friedenstraße. Das nächste Konzert „Reisefieber“ findet am 3. September im Helga-Leister-Haus, Kotter Straße 86, statt.

Der erste Teil unserer Stadtteilserie führte uns eine Woche lang nach Merscheid. Lesen Sie hier alle Folgen von ST vor Ort.

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