ST vor Ort

Tanzclub Blau-Gold bietet neue Formate an

Marc Henkels ist der Vorsitzende des Tanzclubs Blau-Gold. Durch seine Mutter Heike Henkels hat ihn das Fieber gepackt.
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Marc Henkels ist der Vorsitzende des Tanzclubs Blau-Gold. Durch seine Mutter Heike Henkels hat ihn das Fieber gepackt.

Nach zwei Jahren Pause kann der Merscheider Verein mit 350 Mitgliedern wieder durchstarten. So zum Beispiel die „Flomis“ beziehungsweise „Flotten Omis“.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Mitglieder des Tanzclubs Blau-Gold sind froh, dass nach zwei Jahren coronabedingter Pause alles wieder im Normalbetrieb laufen kann. Seit April trainieren die verschiedenen Gruppen wieder vor Ort in einem der drei Säle des Clubhauses am Kyllmannweg, dem Vereinsdomizil seit über zwanzig Jahren.

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Im Verein vertreten sind alle Altersgruppen, wie die „Flotten Omis“ beim Training im Vereinsheim beweisen.

So zum Beispiel die „Flomis“, die „Flotten Omis“, die schon öfter beim Solinger Tanzfest für Furore gesorgt haben und an diesem Mittwochnachmittag ihre Choreographie zum „Solingen-Song“ von See you zeigen. Drehungen, Stepps oder Seitschritte sitzen und verströmen jede Menge positive Lebensenergie: Man spürt die Begeisterung für Rhythmus und Bewegung.

„Am Anfang der Pandemie stand hier, wie überall sonst auch, erst einmal alles still“, sagt Marc Henkels rückblickend. Seit 2021 ist er erster Vorsitzender des Vereins und mit seinen 22 Jahren der jüngste, der dieses Amt jemals beim Verein Blau-Gold innehatte. Im Anschluss hätten sie alles Mögliche ausprobiert, um das Vereinsleben und das Training nicht ganz einschlafen zu lassen: Onlinestunden im Freien, in kleinen Gruppen, mit riesigem Abstand, mit Maske, zählt er auf. „Schließlich war aber alles auf Dauer mental ermüdend, wir haben leider Mitglieder verloren. Von über 500 sind wir auf rund 350 geschrumpft“.

Mit diesem Angebot möchte der Verein alle Altersklassen ansprechen

Jetzt wird wieder durchgestartet – mit einem nochmals erweiterten Angebot in den Kernkompetenzen Latein- und Standardtanz, Salsa, Discofox, Hip Hop und Jazz. Latin Solo Dance und Synchro Solo Dance etwa seien neue Formate, für die man keinen festen Partner brauche.

ST vor Ort.

„Wir sprechen jede Altersgruppe an, vom Kind bis zum Senior“, sagt Henkels, selbst begeisterter Tänzer und zertifizierter Tanzlehrer der Klasse C. Außerdem sei es hier egal, ob Anfänger, Freizeittänzer oder ambitionierter Tanzsportler, der die Herausforderungen niveauvoller Turniere suchte: „Wir decken die breite Palette unterschiedlichster Erwartungen ab.“

Ein Blick auf die Internetseite des Clubs lohnt sich, denn es ist schier unmöglich, all das einzeln aufzuzählen, was am Kyllmannweg geboten wird. Mehr als zehn Tanzlehrer stehen zur Verfügung, um diese große Vielfalt anbieten zu können. „Wenn jemand nicht weiß, wo er sich bei uns einordnen soll, helfen wir gern“, sagt Heike Henkels, seit 25 Jahren Jugendwartin bei Blau-Gold und seit 30 Jahren Mitglied. Sie war es, die ihren Sohn Marc mit dem Tanzvirus angesteckt hat. Bei ihr wiederum hatte sich die Tanz-Passion durch die in den 80er Jahre übliche klassische Teenager-Tanzschul-Phase festgesetzt. „Als Marc klein war, haben wir junge Mütter bei Blau-Gold eine Kindergruppe gegründet, in der wir gemeinsam mit ihnen getanzt haben. Bei ihm ist die Begeisterung dafür durchgestartet, und so hat er mit sechs erste Kinderturniere getanzt, mit Partnerin.“

Das Vereinsheim.

Bei Blau-Gold werden auch besondere Kurse angeboten, die häufig vor Abi-Bällen oder Hochzeiten nachgefragt würden. „Wir sind keine klassische Tanzschule, aber solche Crashsessions machen wir natürlich und auch sehr gern“, sagt Marc Henkels. Durch regelmäßige Veranstaltungen wie Übungspartys, Tanztees und Bälle kommt bei Blau-Gold auch der gesellige Aspekt nicht zu kurz, der ein wichtiges Element im Vereinsleben ist. Sehr beliebt seit einigen Jahren sei die Bergische Disco-Fox-Nacht, die monatlich einmal, nämlich am ersten Freitag, stattfindet. „Dafür kommen auch Tanzfans von weiter weg und übernachten zum Teil hier mit Wohnmobilen oder in Anhängern“, erzählt Heike Henkels.

Am 16. September lädt der Club ein zu Dance-Practice, einem weiteren Veranstaltungsformat, das Unterhaltung durch Bewegung und Geselligkeit verspricht.

Unser nächstes Thema der Stadtteilserie: Anbindung des Gewerbegebiets Scheuren an die Viehbachtalstraße

Der Club

Zur Geschichte: 1946 gegründet, war der Tanz-Club Blau-Gold als reiner Turnier-Club ein Ableger der Tanzschule Waluga. Mitglied konnte nur werden, wer eine Empfehlung hatte. Das änderte sich schon in den 70er Jahren und das Angebot erweiterte sich stetig.

Weitere Informationen gibt es unter www.tc-blau-gold-solingen.de

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