Strenge Hygiene-Vorgaben

In den Mensen wird wieder aufgetischt

Andrea Schaumlöffel, Leiterin des Gymnasiums Vogelsang, freut sich, dass die Mensa des Schulzentrums ab Montag wieder warme Speisen anbietet. Derzeit können die Kinder kleine Snacks kaufen – mit strengen Hygiene-Vorgaben. Foto: Christian Beier
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Andrea Schaumlöffel, Leiterin des Gymnasiums Vogelsang, freut sich, dass die Mensa des Schulzentrums ab Montag wieder warme Speisen anbietet. Derzeit können die Kinder kleine Snacks kaufen – mit strengen Hygiene-Vorgaben.

Mittagessen in den Schulen erfolgt auch unter Corona-Hygienebedingungen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Seit Beginn des Corona-Lockdowns Mitte März blieb die Küche in den meisten Solinger Schulen kalt. Auch mit Beginn des neuen Schuljahres Mitte August wurde zwar der Regelschulbetrieb, in den meisten Schulen aber noch nicht das warme Mittagessen wieder angeboten. Jetzt stehen aber die Konzepte für einen Mensabetrieb unter Corona-Auflagen.

Am Gymnasium Vogelsang kann die Ausgabe von warmen Mittagessen in der kommenden Woche wieder starten. „Seit Schuljahresbeginn haben wir in der Mensa des Schulzentrums lediglich kleine Snacks, Brötchen oder Pizzazungen angeboten“, erklärt Andrea Schaumlöffel, Leiterin des Gymnasiums Vogelsang. Normalerweise werden pro Tag im Schnitt 120 Essen an die Schüler des Gymnasiums und der Realschule ausgegeben.

„Ich gehe regelmäßig mittags in die Mensa.“ 

Annabell (11)

Vor allen Dingen die Schüler der unteren Jahrgänge würden die Mensa nutzen. Ab Montag ist das wieder möglich. Gegessen wird dann aber nicht nur in der Mensa, in der die Schüler klassenweise an den Tischen Platz nehmen müssen. „Wir nutzen auch die Cafeteria mit. Dort hat die Stadt neue Filter in die Belüftungsanlage einbauen lassen.“ Annabell (11), die sich in dieser Woche noch eine Pizzazunge als Mittagssnack gekauft hat, freut sich schon darauf. „Ich gehe regelmäßig mittags in die Mensa!“, erzählt sie. Bezahlen kann sie dort dann auch kontaktlos mit ihrer Schul-Chipkarte. Damit auch ansonsten die Abstände eingehalten werden, hat man im Schulzentrum Vogelsang mit Markierungen auf dem Boden ein Einbahnstraßen-System einrichten können. Zudem werden Tische und Stühle zwischendurch zusätzlich gereinigt.

Schon seit einer Woche werden an der Alexander-Coppel-Gesamtschule die Mensa-Räume wieder für ihre eigentliche Bestimmung genutzt. „Nach einer Grundreinigung haben wir jetzt ein Einbahnstraßen-System eingerichtet“, erklärt Schulleiter Andreas Tempel. An der Wupperstraße gibt es jetzt feste Nummern für die einzelnen Tischgruppen, auch alle Plätze sind durchnummeriert. „Die Schüler sitzen dabei versetzt gegenüber und müssen sich auch in Listen eintragen“, skizziert Tempel die Umsetzung der Abstandsregelung. Die Schule stelle auch mehr Lehrer als Mensa-Aufsicht zur Verfügung, die einen Blick darauf haben, dass sich auch alle Kinder in die Listen eintragen.

Etwa 300 Essen werden an der Alexander-Coppel-Gesamtschule pro Tag ausgegeben. „Da hat es jetzt auch keinen Einbruch gegeben.“ Bis diese Woche hatten die fünften Klassen, in denen viele Kinder am Mittagessen teilnehmen, schon in der vierten Stunde gegessen. „Pause und Schulstunde für einen ganzen Jahrgang zu tauschen, geht aber logistisch auf Dauer nicht“, erklärt Tempel. Jetzt werde man die Essenszeiten um 15 Minuten versetzen. Um die zeitlichen Abläufe zu optimieren, erhalten die Schüler jetzt auch vom Mensapersonal fertig „gepackte“ Tabletts mit Besteck und Glas. Zwei Essen stehen derzeit zur Auswahl, das Salatbüffet und die Cafeteria bleiben allerdings noch geschlossen.

Schon in der ersten vollen Schulwoche nach den Sommerferien ist man an der Friedrich-Albert-Lange-Schule wieder mit dem Mensabetrieb gestartet. Die Walder Gesamtschule ist eine der wenigen, an der selbst gekocht wird – täglich für etwa 600 Kinder. „Wir haben separate markierte Tische für jede Klasse“, erklärt die Didaktische Leiterin Dagmar Joseph. Auch das Einbahnstraßensystem und die Essensausgabe funktionierten gut.

Schulessen

Selbst gekocht: Die meisten Schulen haben einen Caterer für die Essenszulieferung. Oft werden die im Cook-and-Chill-Verfahren zubereiteten Speisen dann in den Schulen wieder erwärmt. Frisch gekocht wird etwa in der Friedrich-Albert-Lange-Schule.

Klinikum: Das Städtische Klinikum beliefert täglich zahlreiche Schulen und Kindertagesstätten mit derzeit etwa 1000 Mittagessen. Durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der ausgelieferten Essen momentan um etwa 30 Prozent geringer als früher.

Verein Tischlein deck dich unterstützt seit 13 Jahren das warme Mittagessen an Grund- und Förderschulen.

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