Pandemie

Menschenkette für Respekt, Wissenschaft und Solidarität

Die Initiatoren der Aktion: Keziban Altay (Ditib, v. l.), Ursula Dörpinghaus, Superintendentin Dr. Ilka Werner, Hans-Werner Bertl und Jugendstadtratsmitglied Sinja Waldmann. Foto: Christian Beier
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Die Initiatoren der Aktion: Keziban Altay (Ditib, v. l.), Ursula Dörpinghaus, Superintendentin Dr. Ilka Werner, Hans-Werner Bertl und Jugendstadtratsmitglied Sinja Waldmann.

Initiatoren von „Solingen Hand in Hand“ wollen mit einem breiten Netzwerk ein Zeichen setzen.

Von Kristin Dowe

Solingen. Sie wollen mit ihrer Aktion ein Zeichen setzen: Für Freitag (11. Februar) um 17 Uhr rufen die Organisatoren von „Solingen Hand in Hand“ dazu auf, gemeinsam am Fronhof/Stadtkirche Mitte ein Signal für Respekt, Solidarität, Wissenschaft und die Verantwortung jedes einzelnen für die Gemeinschaft auszusenden. Die Teilnehmer sammeln sich dazu bereits ab 16.30 Uhr, um mit Schals eine Menschenkette zu bilden, die sich in Richtung Graf-Wilhelm-Platz sowie in Richtung Hauptstraße/Impfzentrum erstrecken soll. Die Teilnehmer werden gebeten, eine Maske zu tragen.

Auf diese Weise, so die Idee, können sich die Beteiligten miteinander verbinden und gleichzeitig die Abstände einhalten. „Es geht uns nicht darum, eine politische Übereinstimmung zu erzielen, sondern als Einzelne Verantwortung für das Ganze zu übernehmen“, erklärt die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Dr. Ilka Werner. Aus der christlichen Tradition heraus bedeute Nächstenliebe auch, die eigenen Bedürfnisse ein Stück weit einzuschränken, um andere zu schützen. „Dann bin ich ganz schnell bei den vulnerablen Gruppen“, sagt sie mit Blick auf die Corona-Schutzmaßnahmen und die Impfung. Ganz bewusst betonen die Organisatoren, dass die Aktion für bestimmte Werte eintreten will, anstatt sich etwa gegen den „Solinger Widerstand“ zu positionieren, der in den vergangenen Wochen mit als „Spaziergängen“ deklarierten, unangemeldeten Demos gegen die Corona-Schutzmaßnahmen und die Impfung von sich reden gemacht hatte.

„Ich möchte nicht länger hinnehmen, dass eine kleine, laute Minderheit ständig die schweigende Mehrheit der Solinger übertönt, die sich in der Pandemie solidarisch verhält“, erklärt Ursula Dörpinghaus von den Solinger Frauen für Respekt und Demokratie ihre Motivation. Hans-Werner Bertl vom Solinger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage betonte zudem, dass er für Gespräche mit den Gegnern der Maßnahmen zwar offen sei, diese Bereitschaft aber an Grenzen stoße, wenn Vertreter der Gruppe sich nicht klar von abstrusen Vergleichen zwischen der heutigen Corona-Politik und der NS-Zeit distanzierten. „So etwas geht gar nicht“, so Bertl und zeigt das Bild eines gelben Sterns mit der Aufschrift „Ungeimpft“.

Getragen wird die Aktion von einem breiten Netzwerk, dem außerdem die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, der AWO Kreisverband Solingen, der Jugendstadtrat, die Ditib-Gemeinde, der Solinger Sportbund und weitere angehören.

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