Am 10. Oktober

Max-Leven-Zentrum veranstaltet Benefizlesung für Wipperkotten

Der Wipperkotten wurde durch die Wupperflut vom 15. Juli stark beschädigt und braucht finanzielle Aufbauhilfe. Archivfoto: Michael Schütz
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Der Wipperkotten wurde durch die Wupperflut vom 15. Juli stark beschädigt und braucht finanzielle Aufbauhilfe.

Im Zentrum für verfolgte Künste steht Änne Wagners „Gegen den Strom? Lebenserinnerungen 1904 -1945“ im Mittelpunkt.

Von Philipp Müller

Solingen. Gleich fünf Stunden wird am Sonntag, 10. Oktober, eine Marathonlesung zugunsten des durch die Wupperflut zerstörten Wipperkottens stattfinden. Organisiert wird das zwischen 12 und 17 Uhr vom Verein für die Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum. Ort wird das Zentrum für verfolgte Künste an der Wuppertaler Straße sein, es ist auch Partner des Projekts. Dort zeigt der Verein zurzeit noch eine Ausstellung, die sich mit dem Aufstieg der Nazis in Solingen befasst und beleuchtet den Widerstand und die Schicksale der Opfer des Regimes.

Die Lesung findet zugunsten des Fördervereins Schleiferei Wipperkotten statt, der den hinteren Bereich des Kottens betreibt. Ausgesucht für den Sonntagmorgen hat sich der Max-Leven-Verein das Buch „Gegen den Strom? Lebenserinnerungen 1904–1945“ von Änne Wagner.

Änne Wagner blickte ganz persönlich Solingens Geschichte

In der Biografie blättere sie fast ein halbes Jahrhundert ihrer persönlichen Alltagserinnerungen vor dem Hintergrund sozialer und politischer Ausnahmezustände auf, erklärt die Vereinsvorsitzende Daniela Tobias. Da reiche von ihrer Kindheit und Jugend im „roten“ Widdert über ihren beruflichen und politischen Werdegang etwa als Mitarbeiterin der „Bergischen Arbeiterstimme“ bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus und des Weltkriegs. „Im Mittelpunkt ihres Interesses steht immer die Empathie für ihre Mitmenschen, für deren Sorgen und Probleme sie lebensnahe Lösungen suchte“, erklärt Tobias.

Jeweils in Blöcken von 30 Minuten beteiligen sich folgende Vorleserinnen an dem Projekt: Marina Dirks (Leiterin Jugendzentrum Stresi 23), Johanna Jurgschat (Zentrum für verfolgte Künste), Lilian Muscutt (Autorin), Susanne Koch (Journalistin Solinger Tageblatt), Madita Pirthauer (Mitglied des Jugendstadtrats), Alex Becker (Journalistin Radio RSG), Liane Rapp (freie Journalistin & PR), Friederike Höroldt (ev. Pfarrerin Stadtkirche Solingen), Gloria Göllmann (Geschäftsführerin der ISG Solingen-Ohligs) und Anne Wehkamp (Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums).

Historiker spricht mit Nachfahren von Widerstandskämpfern

Bereits am Vortag, Samstag, 9. Oktober, lädt der Verein für das Max-Leven-Zentrum um 14 Uhr zu einem historischen Vortrag in das Museum ein: Dann spricht der Historiker Stephan Stracke mit Nachfahren von Widerstandskämpfern, Verfolgten aber auch von Angehörigen des NS-Systems über ihre Familiengeschichte.

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