Sechsköpfiges Ensemble

Solingerin tanzt mit Helene Fischer bis zum Mars

Julie Martin unterrichtet Modern Dance und Jazz in der Ballettschule International – ist aber auch als freie Künstlerin gefragt. Foto:
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Julie Martin unterrichtet Modern Dance und Jazz in der Ballettschule International – ist aber auch als freie Künstlerin gefragt.

Julie Martin wurde ganz spontan für einen Videodreh zum neuen Song „Vamos a Marte“ gebucht.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen/Madrid. Zum Mars ging es für Julie Martin nur in dem Song „Vamos a Marte“, für dessen begleitende Choreographie die Solinger Tänzerin Anfang Juni spontan gebucht wurde. Ganz real führte sie dieser Job nach Madrid, an die Seite von Helene Fischer, die derzeit ein Comeback anstrebt: Seit dem 6. August ist der Videoclip der Sängerin zum neuen Song, in dem sie gemeinsam mit Popsänger Luis Fonsi zu sehen ist, im Internet zu sehen.

„Ich war Teil eines sechsköpfigen Ensembles für diesen Sommerhit“, berichtet Julie Martin, die für dieses Engagement ein anderes absagte, als der Anruf einer Agentur kam. Martin ist bei mehreren gelistet und verfügt darüber hinaus inzwischen über ein solides Netzwerk an beruflichen Kontakten. „Helene Fischer ist ja nicht irgendwer, da muss man schon Prioritäten setzen“, sagt die 31-Jährige, lächelt und erinnert sich gerne an die zwei Tage im spanischen Studio. „Obwohl es megastressig war“, wie sie zugibt. „Ein Tag Probe, am nächsten Tag Dreh, da ist der Adrenalinspiegel nonstop ganz oben, weil man hochkonzentriert sein muss und zudem pausenlos in Bewegung ist, also auch körperlich im Ausnahmezustand.“

Zwar habe sie durch ihre inzwischen langjährige Arbeit als freie Künstlerin Erfahrung mit spontanen Stressjobs, zum Beispiel auch mit einem Choreographen, der schon mit Michael Jackson zusammengearbeitet hatte. „Aber so etwas wie dies hier ist dann schon herausragend, weil es einen an den Rand der eigenen Leistungsfähigkeit bringt – mental wie physisch. Aber auch, weil man in solch einer intensiven Zeit extrem viel aufnimmt, was einen weiterbringt, tänzerisch wie menschlich“, berichtet die 31-Jährige.

Helene Fischer zeigte sich während des Drehs als Teil des Tanzteams für „Vamos a Marte“

Viel Zeit für persönliche Kontakte zu den Tanzkolleginnen gab es während der zwei Tage nicht, sagt Julie. „Auch nicht zu Helene Fischer. Aber sie war während der Arbeit sehr kollegial und hat sich als Teil des Tanzteams begriffen, also keinerlei unangenehme oder gar arrogante Starallüren gezeigt. Wirklich sehr sympathisch“.

Ein bisschen leid tut es Julie Martin, dass die lange Knochenarbeit des Tages am Ende so zusammengeschnitten werden musste, dass es zu dem dreieinhalb Minuten langen Clip passte. „Klar, der Profi in mir weiß das nüchtern einzuordnen. Aber mit etwas mehr von unserer Choreo hätte ich gut leben können“, sagt sie und lächelt charmant. Trotzdem: Unterm Strich habe der aufwendige Videodreh unglaublich viel Freude gemacht, sagt sie und lässt keinen Zweifel daran aufkommen, wie sehr sie ihren Beruf als Tänzerin liebt: Immer wieder neue Herausforderungen meistern, sich auf unbekanntem Terrain bewegen bis man spürt, dort sichererer zu werden. „Gerade weil ich geistig und physisch gefordert werde, füllt mich das Ganze so sehr aus“, sagt Martin.

Ein Tag Probe, am nächsten Tag Dreh, da ist der Adrenalinspiegel nonstop ganz oben.“

Julie Martin, Tänzerin

Jetzt heißt es erst einmal durchschnaufen, was solche anstrengenden Projekte angeht. Zeit, sich auf die Tanzgruppen in der Ballettschule International ihrer Mutter Carole Niclas zu konzentrieren, wo Julie Martin Modern Dance und Jazz unterrichtet.

Hintergrund

Das Video zum Song „Vamos a Marte“ ist im Internet abrufbar (Helene Fischer feat. Luis Fonsi – Vamos a Marte (Offizielles Musikvideo)). Es ist die erste Single Helene Fischers nach längerer Pause. Gemeinsam mit Latino-Sänger Luis Fonsi singt sie den Song, der unter anderem aus den Federn des Popsängers Nico Santos, dem Schlagersänger und Songwriter Chris Cronauer und seinem Bruder Daniel Cronauer stammt.

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