Autorenrunde

Literaturfreunde genießen beim Spaziergang Geschichten

Gute Texte und angenehmes Klima genießen, das machte den Reiz des literarischen Spaziergangs aus. Foto: Michael Schütz
+
Gute Texte und angenehmes Klima genießen, das machte den Reiz des literarischen Spaziergangs aus.

Autorenrunde lud zu einer unterhaltsamen Tour von Schaberg nach Müngsten ein

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Verzauberte Kotten, ein Wald, der sich gegen die ihn misshandelnde Menschheit verbündet, Nachdenkliches über die Grenzen menschlichen Handelns oder ein Kapitel aus dem historischen Roman aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs „Bis uns nichts mehr bleibt“ : Das, was die Teilnehmer des jüngsten literarischen Spaziergangs zu hören bekamen, war einmal mehr vielseitig, farbig und anregend. Längere und kürzere Texte hatten die Autoren für ihr Publikum mitgebracht.

Gedichte und sogenannte „Denkzeilen“ wechselten sich mit ausführlicher Prosa ab. Schnell gab es eine Verbindung zwischen Lesenden und Zuhörern, Scherzworte flogen hin und her und auch das eine oder andere tiefere Gespräch entwickelte sich zwischen den Stationen.

Einmal mehr hatte Kay Ganahl für den Freien Deutscher Autorenverband (FDA) NRW zusammen mit der Solinger Autorenrunde zu diesem Mix aus Literatur und Natur eingeladen. Diesmal hatten die Erzähler Werke zum Thema: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“ dabei. Neben Ganahl, der zugleich als Moderator und Pfadfinder fungierte, lasen Annette Oppenlander, Martina Hörle, Beate Kunisch und Armin Tofahrn. Bernd Möller hatte seine Gitarre im Gepäck, und spielte ab und zu Lieder, die auf das soeben Gehörte Bezug nahmen.

Sonnendurchflutete Lichtungen luden zum Verweilen ein

Steil ging der Weg am Samstagnachmittag vom Treffpunkt, dem Schaberger Bahnhof, abwärts, Richtung Müngsten beziehungsweise Napoleonbrücke – langsam und mit Muße. Schließlich luden an vielen Stellen passende Orte zum Verweilen ein: sonnendurchflutete Lichtungen mit Baumstämmen als Sitzplätze, das Hochplateau vor der steilen Hangrutsche, der Platz unter der Rotbuche, umsäumt von violett blühendem Springkraut oder die mächtigen Fundamente der Stahlbrücke auf dem Weg Richtung Burg.

Zweimal hatte der literarische Spaziergang in diesem Sommer wegen schlechten Wetters verschoben werden müssen; diesmal verwöhnte, zumindest in der ersten Hälfte, ein Mix aus wärmender Sonne und weißen Wolken die Freunde ausdrucksstarker Worte.

Während des Lockdowns hatten sich die Autoren nur per Stream bei ihren Fans sehen lassen können. Dass Begegnung nun wieder anders möglich war, hatte acht Teilnehmer angelockt. Im Laufe der zwei Stunden wurden es immer mal wieder mehr: Spaziergänger oder Radfahrer zeigten Interesse an der literarischen Runde unter freiem Himmel und hörten spontan zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Fünffache Kindstötung: Gutachten wirft Fragen auf
Fünffache Kindstötung: Gutachten wirft Fragen auf
Fünffache Kindstötung: Gutachten wirft Fragen auf
Corona: Inzidenzwert wieder über 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Corona: Inzidenzwert wieder über 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Corona: Inzidenzwert wieder über 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht
Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht
Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht
Coronavirus: Chefs in Solingen fordern Fragerecht für Impfstatus
Coronavirus: Chefs in Solingen fordern Fragerecht für Impfstatus
Coronavirus: Chefs in Solingen fordern Fragerecht für Impfstatus

Kommentare