Plattform

„Solingen liefert“ wird 9000 Mal pro Woche genutzt

Seit November findet man in der Solingen App den Menüpunkt „Solingen liefert. Archivfoto: cb
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Seit November findet man in der Solingen App den Menüpunkt „Solingen liefert.

Händler sprechen sich für eine gemeinsame Plattform aus.

Von Manuel Böhnke

Solingen. „Solingen liefert“ hat sich etabliert. Etwa 7000 Mal wird die Website pro Woche besucht, die App bis zu 2000 Mal genutzt. „Die Nachfrage ist mit dem zweiten Lockdown wieder gestiegen und hat sich nach anfänglichem Peak auf einem guten Niveau eingependelt“, erklärt die Stadt.

Ende März 2020 ging die Plattform online. Unternehmen, die ihre Waren auch im Lockdown anbieten, können sich dort zeigen. Mehr als 350 aus 30 Branchen haben die Möglichkeit bisher genutzt. Präsentiert wird das Angebot von der Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Stadtentwicklungsplanung, den Werbegemeinschaften sowie dem Initiativkreis Solingen.

Mit der Resonanz sind die Verantwortlichen durchaus zufrieden. Im zweiten Lockdown haben sich demnach viele neue Händler angemeldet, 40 Prozent der bereits registrierten aktualisierten ihre Einträge. Rainer Francke ist überzeugt von „Solingen liefert“. „Ich halte das Konzept für einfach und effektiv und bekomme das auch so von Kunden gespiegelt“, sagt der Vorsitzende des Walder Werberings. Seit November sind die Solingen-liefert-Funktionen auch in der Solingen App zu finden. „Viele Angebote zentral zu bündeln, sehe ich als sinnvollen Weg an“, betont Francke. Ähnlich schätzt das Brigitte Kiekenap als Vorsitzende der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft ein. Langfristig plädiert sie für ein Stadt-Portal, das Themen wie Verwaltung, Freizeit und Handel beinhaltet. In jedem Fall spricht sich Kiekenap für eine gemeinsame Plattform der Händler aus: „Jeder sucht nach dem Königsweg. Deshalb wird es langsam ein wenig unübersichtlich.“ Auch Waldemar Gluch, der neue Vorsitzende des Initiativkreises, befürwortete in dieser Woche im ST-Interview, eine gemeinsame Plattform zu finden.

Facebook-Gruppe hat beinahe 9000 Mitglieder

Ob auf bestehende Modelle zurückgegriffen oder ein neuer Ansatz verfolgt wird, steht noch nicht fest. Klar ist hingegen, dass „Solingen liefert“ weiterentwickelt wird. Seit Dezember bieten die Walder Händler eine Abholstation für ihre Produkte an. Mit Hilfe der App lassen sich die Fächer öffnen. Auch in anderen Stadtteilen sind solche Stationen angedacht, wenn das Angebot in Wald angenommen wird, kündigt die Stadt an. Zudem sollen die Infos aus „Solingen liefert“ im Laufe des ersten Halbjahrs auch auf Besucherinformationsstelen zu lesen sein.

Viele Initiativen sind im Frühjahr an den Start gegangen, um Handel und Gastronomie zu unterstützen. Einen privaten Vorstoß wagte Gabriela Fritz. Sie gründete die Facebook-Gruppe „Solinger Geschäfte in der Corona Zeit unterstützen“. Inzwischen zählt sie fast 9000 Mitglieder. Unternehmer können auf ihre Waren und Dienstleistungen aufmerksam machen, Kunden für ihre liebsten Geschäfte und Restaurants werben. „Das läuft super“, sagt die Ohligserin. Sie selbst investiert neben ihrem Beruf viel Zeit, um die Geschäftsleute zu unterstützen: „Sonst gibt es die Läden irgendwann nicht mehr.“ Um das zu verhindern, wünscht sie sich weitere Mitglieder.

Auch das ST unterstützt Händler und Gastronomen in der Corona-Krise. Im Netz gibt es unter anderem eine Auflistung von Restaurants, die Abholung oder Lieferung anbieten.

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