So könnte es in Ohligs nach dem Umbau aussehen

Lichtkunstfest blickt in Ohligs‘ helle Zukunft

Farbenfrohe Fassaden und andere Installationen zogen zahlreiche Besucher in die Ohligser Fußgängerzone sowie auf den Markt. Foto: Andreas Horn
+
Farbenfrohe Fassaden und andere Installationen zogen zahlreiche Besucher in die Ohligser Fußgängerzone sowie auf den Markt.

Illuminierte Fußgängerzone zeigt, wie es nach dem Umbau aussehen könnte.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Am Samstagabend war die Düsseldorfer Straße mit ungewohnter Beleuchtung und vielen anregenden Licht-Kunstwerken zu erleben: Begleitet vom überraschend lauen Spätsommerabend, hatten sich neben ausdrücklich Kunst-Interessierten auch viele Paare und Familien auf den Weg gemacht. Sie genossen die stimmungsvolle Atmosphäre bei einem späten Hörnchen-Eis oder einen Besuch der Außen- Gastronomie.

Die Fassaden der Häuser Düsseldorfer Straße 11 und Düsseldorfer Straße 42 wurden zur Leinwand für die Arbeiten von fünf Künstlern. Werke von Heike Ponge, Inge Heyen, Zoran Velinov, Patrick Schmidt mit seinem Team Pasvatek Eventsolutions sowie Peter Wischnewski erschienen als Projektionen an der jeweiligen Gebäudewand und lenkten die Blicke der Besucher weg von der üblichen Bummel-Perspektive hinauf zu höheren Stockwerken. Zudem waren Lichtstationen aufgebaut, die die umliegenden Fassaden zusätzlich farbig in Szene setzten, so dass mit voranschreitender Dunkelheit ein immer beeindruckender Effekt eintrat. „Man sieht jetzt Details an den schönen Häusern, die man im Hellen gar nicht wahrnimmt“, war vielfach zu hören.

Genau das war das Ziel dieses besonderen Erlebnisabends, den die Immobilien- und Standort-Gemeinschaft (ISG) Ohligs mit ihrer Geschäftsführerin Gloria Göllmann initiiert und organisiert hatte. Als Vorgeschmack auf die geplante neue Beleuchtung auf der Düsseldorfer Straße sollten Besucher vor Ort erfahren können, welche Effekte mit welcher Beleuchtung im Ohligser Kern erzielt werden können, erläuterte Jörg Bergmann vom ISG-Vorstand zu späterer Stunde auf dem Marktplatz. Hier fand der Abend seinen offiziellen Abschluss. „Wir wollen, dass sich die Ohligser und Besucher hier rundum wohlfühlen. Dazu gehört auch ein stimmiges Lichtkonzept im Stadtteil“.

Publikum kürt „blind“ die beeindruckendsten Lichtwerke

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) lobte einmal mehr das Engagement des Ohligser Netzwerks zu dem auch die ISG gehöre: Man habe sich aktiv auf den Weg gemacht, um den Stadtteil nach vorne zu bringen und habe viel erreicht. Er nehme vom Lichtkunstfest für Ohligs Zukunft mit: „Straßenlaternen können alle. Wir wollen mehr.“

Frank Göllmann, künstlerischer Gesamtleiter des Fests, setzte noch ein besonderes Glanzlicht: Er ließ Konfettipunkte, farbige Streifen und Balken sowie Puzzleteile wie einen Wasservorhang auf den Asphalt des Marktplatzes rauschen.

Im Anschluss wurden Preise verteilt, denn die Fassaden-Illumination war zugleich ein Publikumswettbewerb: Das hatte auf Stimmkarten jeweils die drei Lieblingswerke benennen können – ohne, dass klar gewesen war, welcher Künstlerin oder welcher Künstler hinter dem jeweiligen Werk gestanden hatte. Die drei Gewinner des Wettbewerbs erhielten Geldpreise im Wert von 250 bis 750 Euro. Patrick Schmidt und sein Team von Pasvatek Eventsolutions standen neben Zoran Velinov und Inge Heyen am Schluss auf dem imaginären Treppchen.

Hintergrund

Im Zuge des Umbaus der Düsseldorfer Straße wird Beleuchtung ein wichtiger Faktor. Ein funktionelles und atmosphärisches Lichtkonzept, das die verschiedenen Bedarfe von Sicherheit und Stimmung vereint, soll entstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

2G beschert Gastronomie in Solingen Umsatzeinbruch
2G beschert Gastronomie in Solingen Umsatzeinbruch
2G beschert Gastronomie in Solingen Umsatzeinbruch
Ewiger Kampf gegen das Hochwasser
Ewiger Kampf gegen das Hochwasser
Ewiger Kampf gegen das Hochwasser
Theater und Konzerthaus schließt zwischen Juli und November
Theater und Konzerthaus schließt zwischen Juli und November
Theater und Konzerthaus schließt zwischen Juli und November
Corona: Solingen bittet Bundeswehr um Hilfe - Stadt setzt Impfstoffe nach Altersgruppe ein
Corona: Solingen bittet Bundeswehr um Hilfe - Stadt setzt Impfstoffe nach Altersgruppe ein
Corona: Solingen bittet Bundeswehr um Hilfe - Stadt setzt Impfstoffe nach Altersgruppe ein

Kommentare