Kulturfest

Leben braucht Vielfalt: Premiere im Walder Stadtpark glückt

Folklore, wie hier von der griechischen Tanzgruppe Orpheas, gab es im Walder Stadtpark zu sehen.
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Folklore, wie hier von der griechischen Tanzgruppe Orpheas, gab es im Walder Stadtpark zu sehen.

Im Mittelpunkt des Festes „Leben braucht Vielfalt“ im Walder Stadtpark standen die Themen Integration und Nachhaltigkeit.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Knapp 40 Akteure hatten am Samstag ihre Stände im Walder Stadtpark aufgestellt: Vereine, Initiativen und Verbände rund um die Themen Integration und Nachhaltigkeit lockten beim Fest „Leben braucht Vielfalt“ mit Angeboten und Informationen. Statt des sonst üblichen Standorts am Fronhof und auf der Hauptstraße hatten die Stadt Solingen, der Zuwanderer- und Integrationsrat (Zuwi) sowie der Beirat nachhaltige Kommune und verschiedene Vereine und Initiativen die Veranstaltung nach Wald verlegt. Der umzäunte Stadtpark bot mit mehreren Eingängen gute Möglichkeiten, um die Besucherströme zu kontrollieren und die Einhaltung der Corona-3G-Regel – geimpft, genesen oder getestet – zu prüfen.

Bei strahlendem Spätsommerwetter konnten die Besucher nach der Pandemie-Pause im vergangenen Jahr wieder echte Begegnungen auf dem bunten Fest genießen. Dessen Kern sei gerade der Austausch mit anderen Kulturen, betonte Anne Wehkamp vom Integrationsdienst der Stadt. Oberbürgermeister Tim Kurzbach verlieh seiner Freude über die Möglichkeit der Wiederbegegnung nach anderthalb Jahren ebenfalls deutlich Ausdruck. Er hoffe nun Schritt für Schritt auf Normalität, sagte er – und ermunterte zum Impfen.

Das Spielmobil bot den Kindern neben dem Spielplatz auf dem Gelände viel Abwechslung, während die Erwachsenen in Ruhe von Info-Zelt zu Info-Zelt und Gespräch zu Gespräch schlenderten oder das buchstäblich vielfältige Essensangebot genossen. Die Biologische Station Mittlere Wupper hatte Themen-Wanderkarten im Angebot, die viel Wissen über Flora und Fauna der angrenzenden Wälder enthalten. Johanna Dahlmann und die Bundesfreiwillige Maja Gezerk standen aber auch für Fragen zur Verfügung – zum Beispiel, wie man Fledermaus-Unterschlupfe an Neubauten oder an sanierten Altbauten befestigt.

Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark

Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark
Leben braucht Vielfalt im Walder Stadtpark © Christian Beier

Das Mildred-Scheel-Berufskolleg präsentierte sich mit Kork-, CD- und Handysammlungen als „Nachhaltige Schule“, für die es in diesem Jahr erneut zertifiziert wurde. Lehrerin Katja Zenzen von der Nachhaltigkeits-AG hatte mit ihren Schülern für das Fest die Herstellung von Samenbomben vorbereitet. Ton, Wasser und Sand konnten vor Ort zusammengemischt und mit Wildbienenblumen-Samen vermischt werden. „Das Knäuel kann dann irgendwohin geworfen werden, wo die Saat keimen kann“, sagte Zenzen.

Um fairen Handel ging es an vielen Ständen, zum Beispiel bei der Städtefreundschaft Jinotega. Aber auch bei Privatpersonen wie Wiebke Nauber aus Haan, die seit 2017 mit ihrem „Gefairt“ über Märkte zieht, um faire und nachhaltige Kleidung anzubieten. Aus alten Sachen recycelte T-Shirts hat sie ebenso im Angebot wie in Firmen von „Ghana bis Würselen“ produzierte Teile. „Mir ist wichtig, mit Labels zusammenzuarbeiten, die die Arbeiter und Arbeiterinnen angemessen bezahlen.“

Livemusik und Tänze von Solinger Vereinen und Künstlern

Der Walder Bürgerverein präsentierte die Autorin Hanna Schott mit ihrem Buch „Klimahelden“ und zugleich selbstgebaute, neue „Wohnungen“ für das Insektenhotel im Park. Vor und nach der offiziellen Begrüßung durch Oberbürgermeister Kurzbach und den Zuwi-Vorsitzenden Hassan Firouzkhah spielten Künstler wie die burundische Trommelgruppe Kanguka. Viele farbenfrohe Programmpunkte folgten, wie das Latin-Jazz-Duo oder Songs und Spaß mit „Kater Salabim“ aus der Feder der Kinderbuchautorin La Vie. Die Solinger Nachwuchsmusiker Leonora und Frodo präsentierten selbst komponierten Pop und Reggae – und die Griechische Kultusgemeinde zeigte Folkloretänze.

Konzert

Um 18 Uhr startete der Konzertabend mit der Gypsy-Jazz-Musik von Justin Geislers Django-Legacy, gefolgt von der Christiano-Gitano-Band und einer gemeinsamen Jam-Session. Eigentlich für März zum traditionellen Gedenken an die in Solingen von den Nazis ermordeten Sinti und Roma vorgesehen, musste das jährliche Gypsy-Konzert verschoben werden.

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