Hotels wurden evakuiert

Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht

Karl-Rainer Broch hat die Rauchsäule fotografiert, die nach dem Vulkanausbruch aus den Bergen aufstieg.
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Karl-Rainer Broch hat die Rauchsäule fotografiert, die nach dem Vulkanausbruch aus den Bergen aufstieg.

Am Sonntagnachmittag brach auf der kanarischen Insel La Palma ein Vulkan aus. Karl-Rainer Broch hat den Ausbruch miterlebt.

Solingen/La Palma. Am Tag nach dem Vulkanausbruch auf der kanarischen Insel La Palma sind Karl-Rainer Broch und seine Lebensgefährtin Monika Naarmann vor allem eins: müde. Das Solinger Paar war am Sonntagnachmittag mit tausenden anderen Urlaubern in Sicherheit gebracht worden. Denn ihr Hotel im Küstenort Puerto Naos lag nur wenige Kilometer entfernt vom Vulkan auf der Bergkette Cumbre Vieja. Die Solinger befinden sich inzwischen auf der Nachbarinsel Teneriffa.

Seit einer Woche sind Broch und Naarmann auf den Kanaren. „Schon in den vergangenen Tagen gab es kleinere Erdbeben, die die Liegen am Pool zum Zittern gebracht haben“, erzählt Karl-Rainer Broch, langjähriger Mitarbeiter beim Solinger Tageblatt. Als der Vulkan am Sonntag gegen 15 Uhr ausbricht, sitzt er mit seiner Lebenspartnerin in einem Restaurant in Puerto Naos. „Alle stürzten hinaus. Da sahen wir die riesige Rauchwolke hinter der Bergkette.“ Das Restaurant sei eilig geschlossen worden. „Auf dem Weg zurück ins Hotel, sahen wir, dass auch alle anderen Cafés schlossen. Alle waren in Panik.“ An der Rezeption bekamen die Urlauber den Hinweis, auf dem Zimmer zu warten. „Wir sahen dann, dass Busse vorfuhren.“ Im Hotel sei zudem eine Sirene losgegangen. „Wir haben unsere Sachen in die Koffer geschmissen und sind raus.“ Andere seien nur in Badekleidung in die Busse gestiegen.

Bei der Fahrt in die Inselhauptstadt seien sie an Berghängen vorbeigefahren, die von glühender Lava in Brand gesteckt worden waren. Bewohner flüchteten in ihren Autos. Die Nacht verbrachten die Urlauber in einer Basketballhalle – auf Stühlen. Am Montag wurden sie mit der Fähre nach Teneriffa gebracht, wo sie ihren Urlaub in einem Hotel fortsetzen wollen. „Wenn wir früher zurückfliegen, müssen wir das selbst bezahlen.“

Broch wirkt am Telefon gefasst. „Es ist der erste Auslandsurlaub seit Corona. Wir waren froh, dass wir fahren konnten. Aber mit einer solchen Naturkatastrophe rechnet ja niemand.“

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