Ausschuss

Kunst soll barrierefrei erreichbar werden

Das Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum will barrierefrei werden. Das umfasst mehr als Treppen. Auch inhaltlich geht es darum, das Zentrum leicht verständlich zu präsentieren. Foto: Christian Beier
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Das Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum will barrierefrei werden. Das umfasst mehr als Treppen. Auch inhaltlich geht es darum, das Zentrum leicht verständlich zu präsentieren.

Kulturausschuss diskutierte Lage der freien Kulturschaffenden – Zentrum plant integrative Neuausrichtung.

Von Philipp Müller

Solingen. In seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl erhielt der Ausschuss für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing einen Einblick in ein laufendes Projekt im Zentrum für verfolgte Künste. Das auch vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) mitgetragene Museum im ehemaligen Gräfrather Rathaus will barrierefrei werden. Das gelte sowohl für die Räume, besonders aber auch für die Inhalte. Dafür werde ein Maßnahmenplan mit integrativen und inklusiven Inhalten bis Mitte kommenden Jahres erarbeitet, erklärte die Projektleiterin Claudia Friedrich vom Zentrum.

Der Plan umfasse daher, sich anzuschauen, wo bauliche Verbesserungen notwendig seien. Das fange beim Vorplatz an und höre bei den alten Türen auf. Inhaltlich gehe es um die Frage, die Idee des Zentrums und gezeigte Kunst einer breiten Öffentlichkeit leicht verständlich zu vermitteln. Das werde bis zum inklusiven Gedanken reichen, Behinderte dabei mitzunehmen.

Solingen: Kulturmanagement gibt freien Künstlern Hilfestellung

Zweiter Tagesordnungspunkt war die Lage der freischaffenden Künstler in Solingen. Sonja Baumhauer, die seit Mai das Kulturmanagement der Stadt leitet, berichtete von einer digitalen Veranstaltung, in der sie die Schritte vorgestellt habe, die die Stadt jetzt für die Branche leisten könne.

Dabei erwähnte sie, dass ihr Amt ein Netzwerk in die Szene betreibe. Über einen Newsletter würde sie Nachrichten zu Hilfsprogrammen wie aktuell der Novemberhilfe verbreiten. Zugleich gebe sie nicht nur Hinweise, sondern auch konkrete Hilfe bei der Stellung von Anträgen für Landesmittel aus dem Programm „Neustart Kultur“. Als dritte Säule führte Baumhauer die Hotline des Kulturmanagements für Künstler ( 2 90 24 24) an, über die weitere Hilfen besprochen werden können. Diese werde rege genutzt, berichtete Baumhauer auf Nachfrage von Ausschussmitglied Janina Rode (Grüne). Kulturdezernentin Becker (Grüne) versicherte, dass man an Ideen arbeite, wie man den Künstlern helfen könne. Sie zählte, wie Baumhauer auch, die erneute Aktivierung des TV-Formats auf dem Youtube-Kanal des Theater und Konzerthauses auf.

Sollten etwa die Museen wieder öffnen dürfen, richtete Ausschussmitglied Hartmut Ober (SPD) einen Appell an den Ausschuss: Jeder möge solche Nachrichten, die die Einrichtungen in den sozialen Medien verbreiten würden, auch selbst auf diesem Weg teilen. Sebastian Haug (CDU), der neue Ausschussvorsitzende, dankte dafür und sagte, dass soziale Medien für die Kultur immer wichtiger würden. Schon zu Beginn der Sitzung hatte Haug in einer Grundsatzrede angesichts von Corona erklärt, dass die Kultur unter ständigem Rechtfertigungsdruck stehe. „Es kann aber nicht sein, dass Kultur ein Luxusgut ist, auf das man je nach Kassenlage verzichten kann.“ Zum Heimatgedanken einer Stadt gehöre eine lebendige Kulturlandschaft.

Förderung

Auf Antrag des Kunstmuseums und des Freundeskreises Kunstmuseum Solingen fördert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die „Inventarisierung und Digitalisierung des städtischen Kunstbesitzes“ mit 110 000 Euro bis 2022. Das Zentrum für verfolgte Künste erhält vom LVR 108 000 Euro für Aufgaben der Inventarisierung.

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