Premiere

Kulturlabor geht in der Theaterlounge an den Start

Bei der Premiere des Kulturlabors gab es Tipps für Kulturschaffende, um an Fördermittel zu gelangen. Foto: Christian Beier
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Bei der Premiere des Kulturlabors gab es Tipps für Kulturschaffende, um an Fördermittel zu gelangen.

Netzwerk zeigt Wege im Förderdschungel auf.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Zehn Interessierte waren am Montagabend in die Theaterlounge gekommen, um im neuen Format „Kulturlabor“ miteinander zu experimentieren, Ideen zusammen köcheln zu lassen oder zunächst einmal die nötigen Zutaten für mögliche künstlerische Projekte zu benennen.

Eine bunte Personenmischung hatte sich in den kleinen Sesseln vor einem Bildschirm eingefunden, um miteinander die Basis für weitere Veranstaltung dieser Art zu legen, darunter zum Beispiel Autor Armin Tofahrn, René Regier vom Cow Club oder Ratsmitglied Hartmut Ober als stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses.

Sonja Baumhauer als Kulturmanagement-Chefin hatte zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie eingeladen. Sich miteinander zu vernetzen, sich auszutauschen, zu ergänzen und auf diese Weise möglicherweise bisher noch nicht Gedachtes für die Solinger Kulturlandschaft zu entwickeln, sei Sinn und Zweck dieses Kulturlabors, das künftig einmal pro Quartal öffentlich stattfinden solle, sagte sie. Ein Referat soll dabei den jeweiligen Themenschwerpunkt des Abends setzen.

Bei der Premiere ging es um das Thema Fördermittel, das Baumhauer gemeinsam mit Sound- Designer Peter Schilske vorbereitet hatte: „Wir als Kulturmanagement bieten im Kulturlabor neben dem Rahmen für lockere Gespräche auch die Möglichkeit, von unseren Erfahrungen und Kontakten zu profitieren.“ Schließlich sei ihr sehr bewusst, wie undurchdringlich dieser Fördertopf-Dschungel für Bands, Solo-Künstler, Initiativen oder Ensembles sei – ohne einen Lotsen.

Viele kleinere Einrichtungen in Solingen seien finanziell sehr angeschlagen

Die Fragen, welche Förderung für welches spezielle Projekt passe, wen man vielleicht als Partner dazu holen müsse, um Geld zu bekommen, wie man solche Anträge gestalte und formuliere, ob man mehrere gleichzeitig stellen könne, welche Rolle Stiftungen dabei spielten – und viele mehr –, seien sehr komplex. Grund genug für Baumhauer und ihr Team, dieses Thema auf Platz eins der Kulturlabor-Reihe zu setzen und damit an den Start zu gehen.

Gerade nach dem indirekten Berufsverbot durch die rigorosen Kontaktbeschränkungen und den Lockdown seien viele kleinere Einrichtungen finanziell sehr angeschlagen, weiß sie. „Zumal niemand voraussehen kann, was im Herbst vielleicht doch noch mal an Einschränkungen für das kulturelle Leben kommt.“ Schnell wurde es am Montagabend lebhaft, Fragen und Antworten wechselten sich ab, ein ansprechendes Arbeitsgespräch kam schnell in Gang.

Weitere Termine: 6. Dezember, 7. März 2022, 13. Juni 2022 (jeweils montags, 19.30 Uhr). Wer an dem Netzwerk Kulturlabor interessiert ist, kann sich auch den Newsletter des Kulturmanagements bestellen:

https://t1p.de/8hrf

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