Kunstprojekt Quartier Wald

Künstlerinnen setzen an Walder Laternen Zeichen

Haben viel Spaß an dem Walder Kunstprojekt (v. l.): Monika Brandes, Susanne Müller-Kölmel, Ela Schneider und Güdny Schneider-Mombaur. Foto: Christian Beier
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Haben viel Spaß an dem Walder Kunstprojekt (v. l.): Monika Brandes, Susanne Müller-Kölmel, Ela Schneider und Güdny Schneider-Mombaur.

Das Projekt Quartier Wald geht in die zweite Runde – eine dritte ist für das Jahresende geplant

Von Anna Lauterjung

Solingen. Das Kunstprojekt Quartier Wald (Eigenschreibweise: QuARTier) des Vereins Solinger Künstler geht in die zweite Runde: Mit Hilfe einer Kette aus weißen Luftballons wurde gestern auf die bestehenden neun Hotspots an den Straßenlaternen an der Friedrich-Ebert-Straße und rund um die Walder Kirche aufmerksam gemacht – sechs weitere wurden eingeweiht. Auch diese neuen Projektarbeiten bieten einen besonderen Blickwinkel auf den Stadtteil. Für „Wald & Flur“ an der Laterne 49 auf der Friedrich-Ebert-Straße wagten Ela Schneider, Güdny Schneider-Mombaur und Susanne Müller-Kölmel einen Blick hinter die Fassaden der Walder Häuser und fotografierten die Flure von privaten und öffentlichen Gebäuden. „Das sieht man so normalerweise nicht“, sagt Güdny Schneider-Mombaur.

In ihrer Arbeit „Kirche in Wald“ an der Laterne 45 nahmen Manuela Stein und Susanne Müller-Kölmel zusammen mit Sabine Smith die Walder Kirche, das Wahrzeichen des Stadtteils, unter die Lupe und betrachteten sie mit ihren Kameras aus neuen Perspektiven.

In den Projekten „Blumengrüße aus Wald“ von Güdny Schneider-Mombaur an der Laterne 32 sowie „Waldgeister“ von Ela Schneider, Monika und Michael Bauer-Brandes an Laterne 31 nutzten die Kunstschaffenden Materialien aus Wald, um ihre Projekte zu gestalten. Unter anderem seien die Materialien für „Waldgeister“ in den Wäldern im Stadtteil gesammelt worden, berichtet Gastkünstlerin Monika Brandes. Neu sind auch an Laterne 36 „Walder Wegzeichen“ von Ela Schneider und Sabine Smith, die im gesamten Walder Kern unterwegs waren, und das multidimensionale Fotoprojekt „Spiegelwald“ von Anja Kreitz, Susanne Müller-Kölmel und Manuela Stein an Laterne 46.

Den Anstoß zum Kunstprojekt gab der verstorbene Walder Manfred Hahn

Bereits vor mehr als zwei Jahren setzten sich der bekannte und mittlerweile verstorbene Walder Manfred Hahn und seine Frau Gabriele mit dem Verein Solinger Künstler in Verbindung. Ihr Wunsch: Mehr Kunst in den Stadtteil zu bringen und Wald aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Künstlerin Manuela Stein beschrieb die Vorgehensweise im Oktober des vergangenen Jahres so: „Wir haben uns Wald aus ungewöhnlichen Perspektiven angeguckt, von oben und aus der Froschperspektive. So entstanden Muster, Formen und Flächen.“

Um die Kunst dauerhaft in den öffentlichen Raum des Stadtteiles zu bringen, wurde eine hybride Methode entwickelt. Die Titelbilder der einzelnen Arbeiten wurden als Schilder an den Straßenlaternen entlang des Walder Stadtkernes angebracht, um Lust auf die Aktion zu machen.

Wer neugierig geworden ist und mehr von der Arbeit sehen will, kann dann den auf Augenhöhe angebrachten QR-Code scannen und neben den restlichen Arbeiten aus dem Projekt auch noch Informationen finden.

In den Walder Geschäften gibt es auch analoge Karten für das Kunstprojekt Quartier Wald

Zudem macht die Mensch-Solingen-App im Vorbeigehen auf das Kunstprojekt aufmerksam, und zukünftig soll man sich zusätzlich noch über eine neue digitale Steele informieren können, sagt Künstlerin Susanne Müller-Kölmel.

Interessierte ohne Smartphone haben außerdem die Möglichkeit, sich eine Karte zu den Projekten in vielen Walder Geschäften wie dem Café Finkhäuser, dem Bücherwald oder dem Walder Weinladen abzuholen. In letzterem seien auch ein paar Originale zu sehen, berichtet Susanne Müller-Kölmel.

Neben der neuen Perspektive auf den Stadtteil sei ein weiteres Ziel des Kunstprojektes, dass es sich ständig weiterentwickele. Eine neue Staffel für den Winter dieses Jahres sei auch schon geplant.

Projekt

Hotspots: Die 16 Hotspots im Walder Kern verteilen sich auf die Laternen an der Ecke des Walder Kirchplatz und der Stresemannstraße bis zum Edeka an der Friedrich-Ebert-Straße. Zum Lesen des QR-Codes für die Betrachtung des gesamten Projektes wird nur ein Smartphone mit Kamera benötigt. Weitere Informationen zu dem Kunstprojekt sowie einen Lageplan der Laternen gibt es online: www.quartier-wald.de.

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