Katholisches Bildungszentrum

Kplus baut Pflegeausbildung weiter aus

Der offizielle Spatenstich für den Erweiterungsbau: (v.l.) Torsten Kraft (Architekturbüro KFP), Thilo Schnor (Bürgermeister Solingen), Sabine Woitaschek (Schulleiterin KBZ), Andreas Degelmann (Geschäftführer KBZ und Sprecher der Geschäftsführung Kplus Gruppe), Dr. Christian Untrieser (MdL), Thomas Hendele (Landrat Kreis Mettmann) und Dr. Bettina Warnecke (Bürgermeisterin Haan). Foto: Cerstin Tschirner, Kplus Gruppe
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Der offizielle Spatenstich für den Erweiterungsbau: (v.l.) Torsten Kraft (Architekturbüro KFP), Thilo Schnor (Bürgermeister Solingen), Sabine Woitaschek (Schulleiterin KBZ), Andreas Degelmann (Geschäftführer KBZ und Sprecher der Geschäftsführung Kplus Gruppe), Dr. Christian Untrieser (MdL), Thomas Hendele (Landrat Kreis Mettmann) und Dr. Bettina Warnecke (Bürgermeisterin Haan).

Spatenstich für Erweiterungsbau in Haan – Bildungszentrum ist auch Schule der St. Lukas Klinik.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Mit einem symbolischen Spatenstich ist gestern der Erweiterungsbau für das Katholische Bildungszentrum (KBZ) in Haan auf den Weg gebracht worden. Das KBZ ist unter anderem die Krankenpflegeschule der St. Lukas Klinik, die auch Träger der Schule ist. Die Plätze werden dabei von derzeit 195 um 84 Ausbildungsplätze für zukünftige Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen erweitert.

Die neue generalistische Ausrichtung der Ausbildung ist ein Grund für die Erweiterung des schulischen Angebots. „Wir erweitern das Gebäude und die Anzahl der Ausbildungsplätze, weil es in der Pflege einen wachsenden Bedarf gibt“, skizziert Andreas Degelmann, Geschäftsführer des Katholischen Bildungszentrums Haan und Sprecher der Geschäftsführung der Kplus Gruppe. Man wolle dabei auch den neuen Anforderungen der Reform in der Ausbildung gerecht werden. Denn die früheren Fachseminare für Altenhilfe und die Krankenpflegeschulen sind seit vergangenem Jahr in dem neuen Bildungsangebot zusammengefasst.

In Haan findet zukünftig der schulische Ausbildungsteil für die neuen Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen der Häuser der Kplus Gruppe in Solingen, Haan, Hilden und Leverkusen statt. Zudem werden dort Auszubildende des St. Martinus Krankenhauses Langenfeld und der Verbundpartner in der Seniorenhilfe und den ambulanten Pflegeeinrichtungen ausgebildet.

2,2 Millionen Euro werden in den Erweiterungsbau investiert, davon werden 1,71 Millionen Euro vom Land gefördert, der Rest aus Eigenmitteln aufgebracht. Auf dem Gelände des St. Josef Krankenhauses Haan entstehen drei zusätzliche Klassenräume, zudem ein Gruppenraum und Büros. „Im Rahmen der Baumaßnahmen werden auch die bestehenden Klassen mit digitalen Tafeln und Anschlüssen für die Schüler-Laptops auf modernsten technischen Stand gebracht“, erklärt Thomas Pütz, Architekt der Kplus Gruppe.

Pflege-Simulationen im Skills Lab

Besonders freut sich das 15-köpfige Lehrerteam über einen Demonstrationsraum, ein sogenanntes „Skills Lab“. „In dem Raum, der mit Bett, Dusche und Toilette einem Krankenzimmer nachempfunden ist, können direkt angrenzend ans Klassenzimmer patientennahe Simulationen stattfinden, an digitalen Puppen ebenso wie zwischen den angehenden Pflegekräften“, beschreibt KBZ-Schulleiterin Sabine Woitaschek die zusätzlichen Möglichkeiten.

Auch die einjährige Ausbildung wurde reformiert. Die Pflegefachassistenten lösen dabei jetzt die ehemaligen Krankenpflegeassistenten und Altenpflegehelfer ab. Diese Ausbildung wird die Kplus Gruppe ab kommendem Jahr in dem ehemaligen Fachseminar für Altenhilfe an der Langhansstraße in Ohligs ansiedeln.

Ausreichend Bewerber für das erweiterte Ausbildungsangebot in der Pflege gebe es durchaus. „Zudem ist es auch eine Möglichkeit, aus der einjährigen Ausbildung Interessenten für die dreijährige Ausbildung zu generieren“, so Sabine Woitaschek. „Es ist ein toller Beruf als Teil des therapeutischen Teams. Und nicht zuletzt in der Corona-Krise haben viele erkannt, wie systemrelevant die Pflegeberufe sind.“ Auch Andreas Degelmann blickt optimistisch in die Zukunft: „Je attraktiver eine Ausbildung ist, desto mehr Bewerber wird es auch geben.“ Das neue Bildungszentrum soll ein weiterer Schritt sein, die Ausbildung in diesem wichtigen Berufsfeld zu attraktivieren. In Kürze ist Baubeginn in Haan, im Dezember 2022 soll der Erweiterungsbau dann fertig sein. Von derzeit neun Klassen, soll dann auf zwölf Klassen erweitert werden.

Die theoretische Ausbildung umfasst etwa 2100 Unterrichtsstunden, die tage- oder Blockweise über die dreijährige Ausbildung verteilt werden. Die praktische Ausbildung der zukünftigen Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen ist in den jeweiligen Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen oder ambulanten Pflegeeinrichtungen. Zudem gibt es Praktika, etwa im Hospiz oder der Psychiatrie.

Ausbildung

Pflegeberufe-Reformgesetz: In der generalistischen Pflegeausbildung sind die früheren Ausbildungsberufe in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Kinderkrankenpflege zusammengefasst.

Neu: Pflegefachmann und Pflegefachfrau sind die neuen Berufsbezeichnungen.

Kplus Gruppe will Zusammenschluss mit großem Partner.

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