Lehner Straße

Kölner Investor kauft ehemaliges Piad-Grundstück

Nach der Piad-Insolvenz eröffnen sich für den früheren Standort der Gießerei an der Lehner Straße neue Perspektiven. Foto: Michael Schütz
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Nach der Piad-Insolvenz eröffnen sich für den früheren Standort der Gießerei an der Lehner Straße neue Perspektiven.

An der Lehner Straße soll ein Handwerkerhof und Gewerbepark entstehen

Von Manuel Böhnke

Das frühere Gelände der Firma Piad ist jetzt in Kölner Hand. Die Kiefer & Zehner-Gruppe ist neue Eigentümerin des knapp 15 000 Quadratmeter großen Areals an der Lehner Straße. Die Fläche soll laut Angaben des Wohnungsunternehmens als Gewerbestandort erhalten bleiben. „Wir stellen uns eine Art Handwerkerhof und Gewerbepark vor“, erläutert Geschäftsführer Philipp Kiefer im Gespräch mit dem Tageblatt.

2019 musste die 1900 gegründete Traditionsgießerei Piad Insolvenz anmelden. Im Juli vergangenen Jahres übernahm die Breuckmann-Gruppe den Betrieb. Sechs Monate lang nutzten die neuen Eigentümer die alte Immobilie. Nach dieser Übergangszeit wurde die gesamte Produktion an Breuckmanns Heimatstandort Heiligenhaus verlegt. So sei es abgesprochen gewesen, erklärt Dr. Biner Bähr.

„Die langjährige Nutzung als Gießerei hat die Investorensuche für die Immobilie deutlich erschwert. Letztlich konnten wir aber ein sehr gutes Ergebnis für die Gläubiger erzielen“, wird der Insolvenzverwalter in einer Mitteilung der Falkensteg GmbH zitiert. Die Firma war für den Verkaufsprozess verantwortlich. Über den Kaufpreis machen die Beteiligten keine Angaben.

Solingen: Mangel an Gewerbeflächen war ein Argument für das Projekt

Kiefer & Zehner plant, die Bestandsgebäude zu erhalten und kleinteilig zu vermieten. Neubauten seien nicht vorgesehen. Ob größere Renovierungsmaßnahmen notwendig sind, vermag Philipp Kiefer noch nicht zu sagen: „Wir befinden uns noch an einem relativ frühen Zeitpunkt in der Planungsphase.“ Er zeigt sich jedoch optimistisch, dass sich auf dem Gelände schon bald die ersten Unternehmen niederlassen können, vielleicht noch in diesem Jahr. „Wir wollen so schnell wie möglich loslegen, damit das Grundstück nicht verwaist.“

Wie viele Firmen auf dem rund 15 000 Quadratmeter großen Areal, das zu einem Drittel bebaut ist, Platz haben, lasse sich derzeit nicht sagen. „Das ist abhängig von der Art der Betriebe“, erläutert Kiefer. Man spreche eine große Zielgruppe an. Beispielhaft nennt er Tischler, Schlosser und Sanitärunternehmen, auch produzierendes Gewerbe sei denkbar. Erste Gespräche mit Interessenten hätten stattgefunden. Auszuschließen sei, das gesamte Gelände einem einzigen Nutzer zu vermieten.

Zwei Argumente haben ihm vom Projekt in Solingen überzeugt, berichtet Kiefer. Da sei zum einen die Nähe zu Düsseldorf und Köln. Zum anderen der Mangel an Gewerbeflächen vor Ort: „Der Bedarf ist groß.“

www.kiefer-zehner.de

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