Kultur

Sternekoch macht mit Solinger Messern Musik

Sternekoch Daniel Gottschlich nutzt Klingen der Solinger Messermanufaktur Güde für eher ungewöhnliche Zwecke. Foto: Christian Beier
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Sternekoch Daniel Gottschlich nutzt Klingen der Solinger Messermanufaktur Güde, um damit Musik zu machen.

Die Solinger Messermanufaktur Güde fertigt eine kleine Serie für den Kölner Küchenchef Daniel Gottschlich. Damit will er als Schlagzeuger Musik machen.

Von Christian Beier

Solingen/Köln. Wozu braucht man Kochtöpfe, Topfdeckel, Holzlöffel, Schneebesen, Schneidbrett und ein klassisches Kochmesser mit einer Klingenlänge von acht Zoll? Zum Kochen natürlich – oder als Schlagzeug für ein symphonisches Konzert mit Sternekoch. Der zeitgenössische Komponist Vito Zuraj schuf für diese Kombination das Stück „Hors de’oeuvre“. Welch ein Glück, dass der Kölner Sternekoch Daniel Gottschlich (38) sich bestens mit Küchenutensilien auskennt und dazu noch leidenschaftlicher Schlagzeuger ist. Das passende Messer für seinen musikalischen Einsatz auf der Bühne fand er bei der Solinger Messermanufaktur Güde. Vermittelt wurde der Kontakt vom Solinger Daniel Meis. Der ist Vertriebsleiter des Bad Kreuznacher Weingutes Korrell und versorgt den Kölner Spitzenkoch mit hochwertigen Weinen.

Solingen: Die Griffschalen der Güde-Messer sind aus Hickory-Holz gefertigt, wie auch Drumsticks

„Die Musik hat uns zusammengebracht“, freut sich Güde-Chef Peter Born, als Gottschlich nun seine eigene Messerserie am Katternberg abholte. Der Clou: Die Griffschalen sind aus Hickory-Holz gefertigt. Aus jenem Holz, aus dem auch die Drumsticks sind, mit denen er sein Schlagzeug bearbeitet. Das amerikanische Holz ist hart und dennoch flexibel. Die Nieten im Griff des Messers sind aus Messing, in Anlehnung an die Becken des Schlagzeugs. Für Born ist es eine Freude, künftig die Kleinserie mit vier typischen Kochmessern zu fertigen, die Gottschlich in seinem Restaurant Ox & Klee in den Kölner Kranhäusern und seinem Online-Shop vertreiben wird. Zum Thema passend soll die Serie „Rhythm“ heißen.

2015 erkochte sich Daniel Gottschlich den ersten Michelin-Stern und 2019 den zweiten. „Man muss ein schlüssiges und perfektes Gesamtkonzept vorweisen, damit die Leute vom Guide Michelin auf dich aufmerksam werden.“

Sternekoch Daniel Gottschlich duelliert sich mit Promi-Koch Tim Melzer bei „kitchen impossible“ auf VOX

Das geht nur mit einem super Team. Sein Restaurant im mittleren Kranhaus am Rhein bietet 32 Plätze, 14 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl seiner Gäste. Übrigens: Momentan gibt es in ganz Deutschland etwa 43 Köche, die mit zwei Sternen dekoriert sind. Am Sonntag duelliert sich Gottschlich um 20.15 Uhr beim Fernsehsender VOX mit Promi-Koch Tim Melzer in dessen Kochshow „kitchen impossible“.

Einen Teil der Aufgabe erfüllt er im Restaurant seines berühmten Kochkollegen Heinz Winkler in Aschau im Chiemgau. Der zweiten Aufgabe stellt er sich in Wernigerode. Im Harz betreibt Robin Pietsch die beiden Sterne-Restaurants Zeitwerk und Pietsch. In der Küche von Großmutter Christa wird sich der Kölner Koch am Gericht „Tote Oma“ versuchen. Ein traditionelles Essen aus Blutwurst und Kartoffeln. Die Wurst muss er allerdings selber in einer ansässigen Metzgerei anfertigen. Wer die Challenge der beiden Top-Köche gewinnt, verrät er beim Termin in Solingen leider nicht.

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