Pandemie

Klinikum in Solingen testet bald auch auf Mutationen

Das Zentrallabor des Klinikums baut sein Angebot bei der Pandemie-Bekämpfung aus. Das Team: Leiter Dr. Boris Pfaffenbach sowie die leitenden MTAs Ute Radermacher (l.) und Carola Busch. Foto: Karin Morawietz
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Das Zentrallabor des Klinikums baut sein Angebot bei der Pandemie-Bekämpfung aus. Das Team: Leiter Dr. Boris Pfaffenbach sowie die leitenden MTAs Ute Radermacher (l.) und Carola Busch.

Ab Ende Februar sind die Sequenzierungen möglich – knapp ein Drittel in Solingen ist schon die britische Variante.

Solingen. Die deutlich ansteckenderen Virus-Mutationen breiten sich aus. In Solingen macht beispielsweise die britische Variante B.1.1.7 schon knapp ein Drittel aller positiven Tests aus. „Wir haben mittlerweile 278 positive Befunde an die Uni Köln geschickt, davon wurden 77 als die britische Mutation bestätigt“, erklärte Guido Krämer vom Stadtdienst Gesundheit.

Weil diese Untersuchungen, die sogenannten Sequenzierungen, bei der Bekämpfung der Pandemie immer wichtiger werden, wird auch das Zentrallabor des Solinger Klinikums sie bald durchführen. „Ab Ende Februar stehen auch im Klinikum vor Ort Test-Kits zur Verfügung, mit denen sich Hinweise auf mögliche Mutationen des Coronavirus erkennen lassen“, erklärt Klinikum-Sprecherin Karin Morawietz.

„Sämtliche Test- Ergebnisse liegen uns am selben Tag vor.“

Prof. Dr. Boris Pfaffenbach

Schon seit einiger Zeit werden die positiven Proben gekühlt aufbewahrt und derzeit aber noch in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt zur weiteren Sequenzierung in ein Speziallabor gesandt.

Das Zentrallabor im Klinikum übernimmt derweil eine immer wichtigere Rolle in der Pandemie-Bekämpfung. Mit neuen Geräten wurde das bisherige Spektrum um alle gängigen Corona-Tests erweitert. „Wir verfügen über sämtliche diagnostischen Möglichkeiten, um eine Corona-Infektion festzustellen“, fasst es der medizinische Leiter des Zentrallabors, Prof. Dr. Boris Pfaffenbach, zusammen.

Das Zentrallabor analysiert die schnellen Antigen-Tests und verfügt über die Möglichkeit, PCR-Tests durchzuführen. Die PCR-Test-Kapazitäten können als Schnelltest eingesetzt werden – wenn das Ergebnis in bis zu einer Stunde vorliegen soll, aber auch als Routine-Testungen durchgeführt werden. Dann liegt das Ergebnis in vier bis fünf Stunden vor. „Sämtliche Testergebnisse liegen uns also am selben Tag vor“, betont Prof. Pfaffenbach.

Durch enge Absprachen mit dem städtischen Gesundheitsamt und dem Corona-Krisenstab des Klinikums sei es mit Unterstützung des Zentrallabors möglich, selbst dynamische Ausbruchsgeschehen schnell zu erfassen und unter Kontrolle zu bringen.

Ein weiterer Baustein im Corona-Leistungsangebot des Zentrallabors seien die Antikörpertests, erklärt Karin Morawietz. Damit lassen sich abgelaufene Infektionen nachweisen, wenn der Organismus bereits Antikörper gegen den Erreger gebildet hat. Es werde in Expertenkreisen noch diskutiert, wann eine Antikörper-Bestimmung Sinn macht. „Angedacht ist, die Tests ein halbes Jahr nach durchlaufener Erkrankung durchzuführen, um die Reaktion des Immunsystems auf den Sars-CoV-2-Erreger festzustellen.“

Insgesamt können im Städtischen Klinikum derzeit täglich bis zu 150 PCR-Routinetests und 30 bis 40 PCR-Schnelltests durchgeführt und analysiert werden.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Solingen. Der Blog wird laufend aktualisiert.

Testzentrum Bethanien

Testzentrum: Der Großteil der Solinger Corona-Tests wird im zentralen Testzentrum in Bethanien durchgeführt. Die PCR-Tests werden derzeit in dem Leverkusener Labor Synlab analysiert, das auch auf Mutationen testet.

Sequenzierung: Das städtische Gesundheitsamt hat seit Anfang des Jahres positive Tests zur Untersuchung auf Mutationen zur Uni Köln geschickt. Früh konnten so die ersten Mutationen des Virus nachgewiesen werden.

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