Bebauungspläne

Klima: „Rettet das Ittertal“ fordert Baustopps

Gegen die Pläne an der Widderter Börsenstraße hat sich bereits eine eigene Bürgerinitiative gegründet – wir berichteten. Nun fordert auch „Rettet das Ittertal“, die Pläne auf Eis zu legen. Archivfoto: Christian Beier
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Gegen die Pläne an der Widderter Börsenstraße hat sich bereits eine eigene Bürgerinitiative gegründet – wir berichteten. Nun fordert auch „Rettet das Ittertal“, die Pläne auf Eis zu legen.

Geprüft werden sollen Börsen- und Tunnelstraße, Grossmann- und Omega-Areal.

Solingen. Die Bürgerinitiative „Rettet das Ittertal“ regt an, bereits genehmigte oder kürzlich begonnene Bauvorhaben vorerst auf Eis zu legen. Dies solle geschehen, „bis eine erweiterte Prüfung hinsichtlich der Folgen des Klimawandels durchgeführt wurde“. In einer Mitteilung verweisen die Naturschützer auf die diesjährigen Starkregen-Ereignisse. Sie fordern, dass eine derartige Prüfung für Bauvorhaben in Zukunft obligatorisch sein sollte: „Es wäre konsequent, wenn die Stadt nicht nur hinsichtlich Starkregen prüft, sondern die Gelegenheit nutzt, Nachhaltigkeit als Verpflichtung in Bebauungspläne zu schreiben.“

Richtigerweise werde in Politik und Verwaltung diskutiert, welche Lehren aus der Hochwasser-Katastrophe Mitte Juli zu ziehen seien. In diesem Zusammenhang sollte es „zwingend sein“, Baumaßnahmen erneut zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. „So kann Schaden von Menschen abgewendet werden. Eine Entscheidung durchzuziehen, obwohl mittlerweile bessere Alternativen bekannt sind, ist nicht sinnvoll und alles andere als nachhaltig“, begründet die Initiative ihre Forderung.

Die Verantwortlichen nennen einige Bauvorhaben, die ihrer Meinung nach „einer kritischen Neubewertung unterzogen werden sollten“. Dazu zählen das Neubaugebiet Börsenstraße, der Stauraumkanal Tunnelstraße, die Bebauung des Bussche-Kessel-Wegs, das Wohnprojekt an der Ecke Rembrandt-/Locher Straße sowie die Pläne für das Grossmann- und das Omega-Areal. Darüber hinaus seien die Projekte in den Gewerbegebieten Fürkeltrath 1, Backesheide (Haan) und Westring (Wuppertal) auf den Prüfstand zu stellen.

„Rettet das Ittertal“ will Flächenversiegelungen vermeiden

„Gerade durch die besondere Topographie Solingens mit den vielen Tälern sehen wir die Stadt hier in einer Vorreiterrolle, um klimasensibel zu reagieren“, erklären Margret Meinhardt und Christian Robbin für „Rettet das Ittertal“. Vor allem Flächenversiegelung im Oberlauf von Bächen sei zu vermeiden oder rückgängig zu machen.

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