Gedenken

Klaus Seltmann starb im Alter von 87 Jahren

Bis ins hohe Alter hielt sich Klaus Seltmann fit. Nach Solingen war er als 22-Jähriger wegen des Feldhandballs gekommen. Foto/Repro: up
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Bis ins hohe Alter hielt sich Klaus Seltmann fit.

Handball-Legende, Architekt und Kommunalpolitiker ist tot.

Von Andreas Tews

Solingen. Klaus Seltmann ist tot. Der frühere Handballer, Architekt und Kommunalpolitiker starb am vergangenen Donnerstag im Alter von 87 Jahren. Er hinterlässt in der Klingenstadt sehr vielfältige Spuren.

Nach Solingen war er als 22-Jähriger wegen des Feldhandballs gekommen.

In die Klingenstadt war „Seppl“ Seltmann 1956 wegen des Handballs gekommen. Dem BSV Solingen 98 war nicht entgangen, dass sich der damalige Stürmer des TSV Ansbach bundesweit einen Namen gemacht hatte. In die Klingenstadt lockte man den gebürtigen Oberschlesier mit dem Angebot, dass sich die Solinger an den Kosten für sein Studium in Wuppertal beteiligten. Seltmann war somit in der Glanzzeit des Solinger Feldhandballs beim BSV 98 aktiv. An der Deutschen Meisterschaft der „Oheios“ 1965 war er zumindest mittelbar beteiligt. Allerdings musste er wegen einer Verletzung einen Monat vor dem Titelgewinn den Handballsport aufgeben.

Mit der Klingenhalle betrat der Planer 1973 Neuland

Auch beruflich war Klaus Seltmann erfolgreich. Als Architekt arbeitete er zunächst in Köln, baute für sich und seine Frau Gunda ein Haus an der Weinsbergtalstraße. Für die Stahlbau-Firma Steingass entwarf er zusammen mit seinem Kollegen Josef Karl Esch die Klingenhalle – bundesweit damals einmalige Kombination aus Sport- und Schwimmhalle. Die später von Seltmann gegründete Firma Planteam Sportbau war bundesweit aktiv. Zur Politik kam Seltmann über den CDU-Politiker Bernd Wilz. 1989 zog er in den Stadtrat ein, blieb dort bis 1999. Von 1991 bis 1995 war er Solinger Kreisvorsitzender seiner Partei.

Der heutige CDU-Vorsitzende Sebastian Haug würdigte Seltmann als „Mann mit Ecken und Kanten und mit einer eigenen Meinung“. Er sei einer der wenigen beruflich Selbstständigen in der Politik gewesen – musste sich also so organisieren, dass die politische Arbeit mit dem Führen der eigenen Firma zu vereinbaren war. In seiner Amtszeit als Vorsitzender hat Seltmann laut Haug unter anderem die innerparteiliche Demokratisierung vorangebracht, als er für Kreisparteitage das Mitgliederprinzip einführte. Zuvor durften dort nur Delegierte der Ortsverbände teilnehmen.

1999 schied Klaus Seltmann aus der Politik aus. Beruflich war er bis ins hohe Alter aktiv.

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