Nach Sanierung und Umbau

Klauberger Grundschüler feiern schönere Räume

Schulleiterin Alexandra Neugebauer und Oberbürgermeister Tim Kurzbach feierten gestern mit den Kindern der Grundschule Klauberg die offizielle Eröffnung der umfassend sanierten Räume. Die einheitliche Meinung: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Foto: Tim Oelbermann
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Schulleiterin Alexandra Neugebauer und Oberbürgermeister Tim Kurzbach feierten am Freitag mit den Kindern der Grundschule Klauberg die offizielle Eröffnung der umfassend sanierten Räume. Die einheitliche Meinung: „Was lange währt, wird endlich gut.“

Sechs Jahre lang mussten Lehrer und Kinder auf einer Baustelle klarkommen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Grundschule Klauberg ist fertig umgebaut und saniert. Am Freitag konnte Schulleiterin Alexandra Neugebauer ihren Gästen bei der offiziellen Eröffnungsfeier einen modernen und pädagogisch durchdachten Lernort zeigen. Bereits im Frühling waren Spiel- und Sportplatz an die Öffentlichkeit übergeben worden. Zuvor lief er unter der Bezeichnung „Matschloch“.

Nicht nur durch die Aufstockung des alten Gebäudes, sondern auch durch Neuerungen wie ein Farbgebungssystem mit Erkennungsmännchen als Wegweisern oder weißen Tafeln in den Klassenräumen präsentiert sich die Schule Klauberg nun als eine der Vorzeigegrundschulen von Solingen, wie Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) in seinen Begrüßungsworten sagte.

Solingen: Bei der Gestaltung des Schulhofes wurden die Kinder befragt

4,5 Millionen Euro seien in die umfassende Sanierung der alten Gebäude, der Schulhöfe und des neuen Spielgrunds geflossen, der bereits jetzt in Solingen als „Engelsberger Hof II“ bezeichnet werde. Überflutungsprobleme durch einen Bachzulauf, der regelmäßig alles verschlammte, sollen sogenannte Retentionsmulden beseitigen, die für eine zufriedenstellende Entwässerung, auch bei Starkregenfällen sorgen.

Bei der Gestaltung des Platzes waren die Kinder nach Ideen und Wünschen gefragt worden. Ein älteres Klettergerüst mit integriertem Häuschen und Rutsche konnte stehenbleiben, Mikado-Kletterstäbe oder auch ein Doppelreck sind neu dazu gekommen. Auch der kleine multifunktionale Sportplatz sei sehr gut angenommen worden sagte Alexandra Neugebauer.

Sechs Jahre lang mussten Kinder und Lehrer auf einer Baustelle leben, improvisieren und dennoch ein gutes und erfolgreiches Lernen und Lehren miteinander hinbekommen. „Was lange währt, wird endlich gut“ war am Donnerstagnachmittag folgerichtig der wohl am häufigsten zu hörende Satz, der manch einem Fest-Besucher spontan über die Lippen kam – in Erinnerung an die vielen Unwägbarkeiten, die es seit dem Umbaustart gegeben hatte. Nicht überraschend also, dass auch die Begrüßungsrede von Alexandra Neugebauer mit diesem Satz startete. Bewusst hielt sie sich nicht damit auf, in der schwierigen Bauphasen-Vergangenheit zu rühren, sondern beließ es bei einem innigen und herzlichen Danke an Kollegium, Eltern Schüler und Architekten sowie die Bauplaner in der Verwaltung.

Auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach merkte an, dass sich echte Gemeinschaft am besten in Krisenzeiten bewähre und bezeichnete sich als „stolz und glücklich“, dass nun alles zufriedenstellend fertig geworden sei. Er betonte, dass es Priorität in „seiner Stadt“ habe, Geld in die Zukunft der Kinder zu stecken, um sie an den Schulen mit umfassender Bildung möglichst gut auf die drängenden Zukunftsaufgaben vorzubereiten – wie die Klimakrise und die Digitalisierung.

Spürbar glücklich über das Happy End zeigten sich auch die OGS-Kinder, die mit einem selbstgetextete Lied über „die schönste Schule der Welt“ den Nerv der Eröffnungsfeier trafen. Ebenso die auf einer Tafel zusammengetragenen „Schnip-sel-Meinungen“ der anderer Klauberger Schüler, in denen sie kurz aufgeschrieben hatten – zum Teil von Zeichnungen begleitet – was ihnen an der neu gestalteten Schule am besten gefällt. „Ich mag den neuen Musikraum“ war dort zum Beispiel zu lesen. Oder: „Mir gefällt am besten die neue Rutsche auf dem Spielplatz“, „Das neue WC ist klasse“ oder auch „Ich finde meine Klasse schön“.

Investitionen

Die Stadtverwaltung hat mit 350 Millionen Euro ein großes Investitionspaket geschnürt, um Solinger Schulen und Kindergärten nachzurüsten beziehungsweise neu zu bauen und den Sanierungstau aufzulösen. Auch der neue Hochschulstandort in Ohligs soll im Herbst Wirklichkeit werden.

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