Aktion

Kitas in Solingen protestieren gegen neue Teststrategie

Unter anderem an der Caritas-Kita Don Bosco hängten Erzieherinnen und Kinder eine weiße Fahne auf.
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Unter anderem an der Caritas-Kita Don Bosco hängten Erzieherinnen und Kinder eine weiße Fahne auf.

Wie die Schulen hissen die Einrichtungen symbolisch die weiße Flagge.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Einige Solinger Grundschulen haben in der vergangenen Wochen bereits symbolisch kapituliert und weiße Fahnen an ihre Gebäude gehängt. Jetzt schließen sich auch Kindertagesstätten dem Protest gegen die neue Corona-Teststrategie der Landesregierung an. Die Kita-Träger Diakonisches Werk Solingen und Caritasverband Wuppertal/Solingen haben die Aktion „Weiße Flaggen auch in Kitas“ gestartet.

Mit dem Verweis auf fehlende Laborkapazitäten hat das Land die Auswertung von Einzel-Lolli-Tests in den Einrichtungen in der vergangenen Woche gestoppt. Kinder in Grundschulen, Kindertagesstätten und in der Tagespflege müssen jetzt bei einem positiven Pool-Testergebnis von ihren Eltern zum Test in einem Schnelltestzentrum gebracht werden.

Träger kritisieren „Bankrotterklärung des Landes“

Wie für die Grundschulen habe sich auch für die Kitas die Lage massiv zugespitzt, schreiben Ulrike Kilp, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks, und Caritasdirektor Dr. Christoph Humburg in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Das Testen werde nun auf die Schulen, Kitas, Gesundheitsämter sowie die lokalen Testzentren übertragen – und das ohne hinreichende Ressourcen und abgestimmte Vorgaben des Landes zur Umsetzung. Dass nun Eltern mit den Kindern in den Schnelltestzentren Schlange stehen müssen, sei ein skandalös, beklagt Humburg. „Dazu kommt die Angst der Erzieherinnen und Erzieher, dass sie nun noch massiver einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind“, ergänzt Ulrike Kilp.

Teststationen vor den Kitas wären hilfreich

Sie weist außerdem auf die massiven zusätzlichen Arbeitsbelastungen durch das Testen hin, die tägliche Zusatzorganisation einer Kita im Krisenmodus und zunehmende Ausfälle beim Personal, das ohnehin schon zu wenig vorhanden sei.

Die Forderung von Diakonischem Werk und Caritas: „Als Träger erwarten wir von der Landesregierung, dass sie unsere Kitas, die Mitarbeitenden und die Familien umgehend mit belastbaren Maßnahmen durch die Pandemie steuert. Hilfreich wären zum Beispiel Teststationen direkt vor den Kitas und Schulen, um dem massiv wachsenden Test-Bedarf gerecht zu werden und um es für die Eltern und Kinder verträglich zu organisieren.“

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