Ferien

Bärenwoche kommt in die Stadtteile

Laura und Marielle erklären den Teilnehmern gestern an der Allgäustraße anhand eines Modells etwas über die Atmosphäre. Foto: Christian Beier
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Laura und Marielle erklären den Teilnehmern gestern an der Allgäustraße anhand eines Modells etwas über die Atmosphäre.

Bärenwoche findet auf wechselnden Spielplätzen statt – bis zu 90 Teilnehmer dürfen vor Ort sein.

Von Andreas Erdmann

Solingen. Auf der großen Wiese vor dem Bolzplatz an der Allgäustraße war gestern im wahrsten Sinne des Wortes „der Bär los“. Denn zum Auftakt der „Bärenwoche“ gab es in vier offenen Zelten und unter freiem Himmel jede Menge Mal- und Spielaktionen für Kinder, dazu standen Spielgeräte wie Kettcars, Hula-Hoop-Reifen oder Federball-Sets zur Verfügung.

Am Hang war die Rollenrutsche aufgebaut: Dort konnten Kinder in flotten Seifenkisten bergab fahren. Und die Kleinsten tobten sich rege auf einer großen Hüpfburg aus. Die neunjährige Brican Isa interessierte sich sehr für die Lernspiele im Zelt des Eine-Welt-Netzes. Dort war ein Modell der Lufthülle der Erde aufgebaut. „Ich finde Klimaschutz und Umweltschutz für unsere Zukunft sehr wichtig“, erklärte das Mädchen. „Wir haben schon einiges dazu in der Schule gelernt. Doch dass der CO2-Ausstoß so schädlich ist für die Atmosphäre, habe ich vorher nicht gewusst.“

In diesem Jahr können aufgrund der noch geltenden Coronamaßnahmen weitaus weniger Kinder die Bärenwoche besuchen als üblich. Spielgruppen bis zu 30 Kindern sind erlaubt. Drei parallel betreute Spielgruppen können gebildet werden. „Aus diesem Grund findet die Veranstaltung in diesem Jahr wiederholt nicht am Bärenloch statt“, berichtet Jens Stuhldreier von der Solinger Jugendförderung. Dorthin kamen zuletzt bis zu 1000 Kinder täglich. „Wir sind jeden Tag auf einem anderen Solinger Spielplatz anzutreffen, kündigen die Standorte aber nicht vorher an. So erreichen wir nur die Kinder der näheren Umgebung und vermeiden, dass zu viele kommen.“ Die Stadt sei aber sehr erleichtert und froh, dass die Spielwochen nach der langen Coronakrise überhaupt wieder stattfinden können. „Für uns Mitarbeiter im Team besteht da überhaupt kein Risiko – wir sind alle komplett geimpft.“

Solingen: Die lange Coronazeit hat vielen Kindern geschadet

Organisiert wurde die Ersatz-Bärenwoche von Michelle Scheliga und Lina Holzrichter vom Spielmobil-Team der Jugendförderung. „Wir können beobachten, dass die lange Coronazeit vielen Kindern geschadet hat“, berichtet Michelle Scheliga. „Man bemerkt dies an ihrem überaus starken Bewegungsdrang, am ausgeprägten Kontaktbedürfnis und leider auch an einem allgemein eingeschränkten Wortschatz.“ Umso wichtiger sei es, dass die Kinder sich gerade jetzt in den Ferien wohl fühlen und sich wieder richtig ausleben können.

„Ein Schwerpunkt unserer Pädagogik besteht in der Vermittlung von „Fairtrade und Nachhaltigkeit“ – ganz im Sinne des Konzepts unserer Stadt“, betont Lina Holzrichter. „So arbeiten wir eng mit dem Rathaus zusammen, das uns immer wieder neue Inputs gibt und auch finanziell unterstützt.“ Die acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spielmobils werden zusätzlich von drei Kräften des Eine-Welt-Netzes aus Münster unterstützt, welche den Kindern den Nachhaltigkeitsgedanken und das Wissen um fairen Handel spielerisch vermitteln.

Unterstützung am Bolzplatz an der Allgäustraße erhielt das Spielmobil-Team vom Bürgerverein Zietenstraße. „Wir stellen einige unserer Honorarkräfte zur Mitarbeit zur Verfügung“, erklärt Christiane Bäcker. „Schon seit einigen Jahren arbeiten wir mit unserem Projekt „Kultur macht stark“ in den Sommerferien erfolgreich mit dem Spielmobil zusammen.“

Solingen: Kinder können dieses Mal nicht mit Essen versorgt werden

Wo der Kinderspieltag morgen stattfindet, dürfe leider nicht bekannt gegeben werden, betont Lina Holzrichter. „Der ständige Umzug von Spielplatz zu Spielplatz bereichert unser Angebot durch jeweils vorhandene große Spielgeräte wie Sandkästen, Schaukeln, Wippen und Klettergerüste.“ Allerhand ist in der Auftaktwoche geplant. Neben Tonmodellieren und anderen Kunst-Aktionen, Theaterspielen und Spielen mit dem Schwungtuch, an dem alle Kinder gemeinsam teilnehmen können, wird auch wieder der Kölner Spielecircus erwartet. Dessen Mitarbeiter werden die Kinder in Clowns, Tiere und Akrobaten verwandeln.

„Im Gegensatz zu den früheren Kinderspielwochen können wir die Besucher in diesem Jahr aber nicht mit Essen versorgen“, erklärt Michelle Scheliga. „Darum bitten wir die Eltern, ihnen Verpflegung für den Tag mitzugeben.“ Übrigens: „Auch sie sind bei uns willkommen!“

Spielwochen

Teilnahme: Anwohner-Kinder können kostenlos und ohne Voranmeldung mit oder ohne ihre Eltern zu den Spielplätzen kommen. Hauptzielgruppe sind Schüler im Alter von 6 bis 12 Jahren, aber auch jüngere und ältere sind willkommen. Alle Teilnehmer müssen in einem Kontaktformular registriert werden – dies können die Kinder alleine vornehmen.

Termine: Die Spielwochen finden auf wechselnden Spielplätzen montags bis freitags während der Schulsommerferien statt, jeweils von 10 bis 16 Uhr.

www.baerenwoche.blogspot.com

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