Aufführung am Samstag

Kinder und Jugendliche proben fürs Live-Hörspiel

Die jungen Teilnehmer lernten im Atelier des Kunstmuseums, was ein gutes Hörspiel ausmacht. Foto: Michael Schütz
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Die jungen Teilnehmer lernten im Atelier des Kunstmuseums, was ein gutes Hörspiel ausmacht.

„Vol Phat“ heißt das Herbstferien-Projekt, an dem sieben Kinder teilnehmen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

„Mystery Art“ könnte ein guter Titel für das gerade entstehende Live-Hörspiel sein. Und „Die verlorenen Kinder“ passt als Untertitel für Folge eins: Die sieben Teilnehmer des Hörspiel-Workshops „Voll phat“ im Atelier des Kunstmuseums schienen sich darüber schnell einig.

Ob es aber dabei bleibt? „Wir arbeiten täglich intensiv am Text und verändern noch ständig“, sagt „Wortrocker“ Peter Schilske, der den Kindern zwischen 11 und 13 Jahren aus Zeitgründen einen von ihm geschriebenen Drehbuch-Anfang vorgeben hatte. Angeregt durch drei Bilder beziehungsweise Objekte der jüngsten Bergischen Kunstausstellung, schrieb er den Einstieg für das, was in dieser Woche von den Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 13 Jahren weiterentwickelt wird.

Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Sigrid Burkholder leitet Schilske „Voll phat“, dieses besondere Herbstferien-Projekt, eine Kooperation von städtischem Kulturmanagement, Kunstmuseum, Kulturrucksack NRW und Jugendförderung. Dabei sei der Name Programm, erläutert der Sounddesigner, Komponist und Autor, der sich längst als „Geräuschemacher“ in der Solinger Kulturszene einen Namen gemacht hat. Mit Live-Hörspielen feierte er beispielsweise im Gräfrather Lichtturm oder im LVR-Industriemuseum schöne Publikumserfolge.

Geräusche mit den eigenen Mitteln erzeugen und im Hörspiel lebendig werden lassen

Wie so etwas entsteht, vermittelt er den Teilnehmern in dieser Woche. „Voll phat“ sei ein Begriff aus dem Tanzformat Hip-Hop, einer durchaus vergleichbaren Kunstform, was Rhythmus und Energie angehe, sagt er. Live-Hörspiele setzen auf einen Mix aus Sprache und Gestik – ergänzt und komplettiert durch Szene-Geräusche wie Türknarren, Windpfeifen, Pferdehufgetrappel oder Ähnliches, die Atmosphäre und Stimmung vermitteln.

„Damit wird jedes Live-Hörspiel schnell spannender und mitreißender als etwa Schauspiel-Bühnenstücke in karger Kulisse“, sagt Schilske. Wichtig ist ihm, die Teilnehmer spielerisch für Zutaten zu begeistern, die für ein gutes Hörspiel wichtig sind: Neben den Drehbuch-Dialogen sei die Ton-Technik elementar. „Außerdem probieren wir hier die eigenen Mund-Werkzeuge – Lippen, Zunge, Zähne oder Kehlkopf – aus, um Geräusche zu erzeugen“. Es brauche Fantasie, Spiel-Lust und Freude an Technik, um geeignete Effekte auszutüfteln, die einer gesprochenen Dialog-Geschichte die richtige Würze geben.

Theater und Konzerthaus

Aufführung: Samstag, 15 Uhr, auf der Bühne des kleinen Konzertsaals im Theater und Konzerthaus. Danach folgt mit dem Insektenkrimi „Die Wanze“ von Paul Shepton ein Klassiker der „Wortrocker“: Wanze Muldoon ist eigentlich ein Käfer – und eben Privatdetektiv. Im Fall des vermissten Ohrenkäfers entkommt er knapp einem Killer-Kommando der Wespen. Eintritt: 6,50 Euro für Kinder und Jugendliche, 10 Euro für Erwachsene, Teilnehmende inkl. einer Begleitperson frei.

www.theater-solingen.de

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