Faire Produkte

Kinder lernen Nachhaltigkeit

Bundesfreiwilligendienstler Jona Glück trainierte mit den Mädchen und Jungen in der Kita Wichtelnburg faires Ballspiel.
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Bundesfreiwilligendienstler Jona Glück trainierte mit den Mädchen und Jungen in der Kita Wichtelnburg faires Ballspiel.

Bewegungsangebot der Kita Wichtelburg fördert fairen Umgang – auch mit Materialien.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Der Begriff „Fair“ hat in Solingen eine besondere Bedeutung, seitdem die Stadt 2018 und 2020 als Fairtrade-Town zertifiziert wurde und sich in diesem Jahr an dem ausgeschriebenen Wettbewerb zum dritten Mal bewirbt. „Hoffentlich mit Erfolg“, meint Sofia Thives-Kurenbach von der Stadt am Dienstag im Gymnastikraum der Kindertagesstätte Wichtelburg an der Nibelungenstraße.

Dort macht Jona Glück, seit elf Monaten Bundesfreiwilligendienstler (BFD) beim Solinger Sportbund (SSB), beim wöchentlichen Bewegungsangebot acht Kinder mit „fair gehandelten Bällen“ vertraut. Die Bälle tragen alle das Logo der Gepa, der Wuppertaler Fair-Trade-Firma, oder anderer Label wie Grüner Knopf oder El Puente, die ausschließlich Produkte im Angebot haben, die fair hergestellt wurden.

Magdalena Möhring, die beim SSB als Fachkraft des Projektes „NRW bewegt seine Kinder“ angestellt ist, betont: „Wir haben bei unterschiedlichen Firmen gekauft, auf bunte Vielfalt gesetzt, damit auch Mädchen an Fuß- und Handbällen Spaß haben.“ Am Anfang der Bewegungsstunde fragte Jona Glück, unterstützt durch Praktikant Vinzenz Hofmeister, die Kinder, was ihnen an den Bällen besonders auffiel.

Wettbewerb „Faire Hauptstadt“ machte Finanzierung möglich

Die Antworten kamen schnell: „Sie sind unterschiedlich groß, weisen verschiedene Härten und Farben auf.“ Zusätzlich erklärt der 19-jährige Freiwilligendienstler: „Und sie wurden in ärmeren Ländern fair von Leuten hergestellt, damit diese auch genügend zu essen haben.“

Lesen Sie auch: Im Weltladen in Ohligs werden faire Produkte verkauft

Die Finanzierung war möglich, weil die Stadt 2021 beim „Faire Hauptstadt“-Wettbewerb als Gewinnerin nicht nur diesen Titel tragen darf, sondern auch 10 000 Euro Preisgeld erhielt. Sofia Thives-Kurenbach erklärt: „2500 Euro haben wir in die Bälle investiert, der Rest kommt dem fairen Konsumprojekt ‚Starkes Band‘ zugute.“

Das Ziel, den Kindern den Gedanken der Nachhaltigkeit auf spielerische Weise nahezubringen, wird nicht nur in der Kita Wichtelburg vollzogen, sondern auch in den Grundschulen Katternberg und Südstraße, aber auch in den Vereinen BC Burg, STC Blau-Weiß, Max Camp und HSV Gräfrath. Die Initiatoren hoffen, dass die Kinder später auch andere faire Produktlabel erkennen und entsprechend kaufen.

So geht Nachhaltigkeit in Solingen

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