Ferienprogramm

Kinder erforschen Wald und Wiesen

Beim Forschertag Wald und Wiese lernten (v. l.) Julia, Yara, Julian und Hannah viel über die Natur kennen – besonders über Schnecken. Foto: Michael Schütz
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Beim Forschertag Wald und Wiese lernten (v. l.) Julia, Yara, Julian und Hannah viel über die Natur kennen – besonders über Schnecken.

Der Forschertag ist Teil des Ferienprogramms der Waldschule – drei Termine folgen noch.

Von Ann-Christin Stosberg

Solingen. An die Becherlupe, fertig, los! In der Waldschule in Glüder konnten Kinder der Natur und deren Bewohnern wieder ganz nah kommen und bei einem Expeditionstag Insekten und Tiere erforschen. Seit Anfang Juli gibt es an der Strohner Höhe mittwochs Programm für kleine Entdecker. Unter dem Motto „Forschertag Wald und Wiese“ erkundeten die 31 teilnehmenden Kinder diesmal das Gelände rund um die Waldschule.

Leiterin Marion Geißler-Schommer gab den gespannten Kindern eine kurze Einweisung ins Gelände - und die in diesem Jahr besonderen Hygienevorschriften. „Hier draußen müsst ihr zwar keine Maske tragen, aber bitte wascht euch zwischendurch die Hände, gerade dann, wenn ihr ein Tier angefasst habt“, merkte sie an, bevor die Gruppe sich aufteilte.

Der erste Teil der kleinen Forschergruppe begann die Erkundung im Naturgarten, rund ein Dutzend Kinder folgten Mitarbeiterin Ulrike Vilter in den nahe gelegenen Wald an der Strohner Höhe. Mit Regenjacke und festem Schuhwerk ausgestattet, suchten die Kinder in Duos oder Trios im hohen Gras, auf Bäumen, unter Rinde und Blättern nach Insekten und Tieren. „Was ist, wenn ich eine Kröte finde?“, fragte ein Mädchen ängstlich. „Na, dann schaust du dir die ganz in Ruhe an“, beruhigte Marion Geißler-Schommer.

Sie sensibilisierte die Kinder für einen behutsamen Umgang mit den Insekten und Krabbeltierchen. „Benutzt zum Aufsammeln lieber weiche Pinsel und nicht eure Finger, damit verhindert ihr Verletzungen bei den Tieren“, wies die Diplom-Försterin an. Während der Erkundungstour erfüllte Kinderlachen die Strohner Höhe, zwischendurch zerschnitten erfreute Aufschreie und aufgeregtes Rufen die Idylle. Die Sätze „Was hast du da?“, „Zeig mal!“ und „Was ist das denn?“ bestimmten fortan die Kommunikation. Ziel der Erkundungstour durch Wald und Garten war es, den Kindern die regionale Natur näher zu bringen und erlebbar zu machen.

Um die Mittagszeit wechselten die Kinder ihr Forschungsgebiet und tauschten mit der jeweils anderen Gruppe. Unter den Teilnehmern waren neben Ferien(s)pass-Kindern auch kleine Freundesgruppen und Neulinge. „Ich kannte noch keinen, das ist am Anfang immer etwas schwierig“, erzählte Mia. „Aber jetzt teile ich mir mit zwei Mädchen einen Lupenbecher und wir haben auch schon zusammen etwas entdeckt“, fügte sie hinzu und zeigte stolz auf einen kleinen, gräulichen Käfer, den die Mädchen zuvor in dem mit Blumen und Obstbäumen bewachsenen Garten eingefangen hatten. Die meisten Insekten wurden binnen Minuten wieder in die Freiheit entlassen. „Am liebsten möchte ich einen Marienkäfer finden und durch die Lupe genau angucken“, sagte Mia. Außerdem durfte sie wie alle anderen Kinder ein paar Äpfel aus dem Garten mit nach Hause nehmen.

Drei weitere Aktionen des Ferienprogramms folgen

Der Start des Ferienprogramms in der Waldschule war in diesem Jahr ziemlich verregnet, erinnerte sich Verwaltungsleitung Ingrid Kliewer. „Da waren nur drei, vier Kinder hier“, sagte sie und freute sich umso mehr über den großen Andrang am zweiten Aktionstag. Drei Termine folgen noch. Am kommenden Mittwoch, 22. Juli, dreht sich an der Waldschule alles um Indianer. Eine Woche später, 29. Juli wird gemeinsam gebacken und beim Abschluss am Mittwoch, 5. August, können kleine Wasserdetektive am Gartenteich im Naturgarten auf Entdeckungstour gehen. Das Programm geht immer von 11 bis 15 Uhr. „Eine Anmeldung ist bis zu einem Tag vor der Veranstaltung möglich“, meinte Ingrid Kliewer. Mitgebracht werden sollte festes Schuhwerk, waldtaugliche Kleidung sowie eigene Snacks und Getränke für die Mittagspause. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Kind fünf Euro. Alle Aktionen finden auch bei schlechtem Wetter statt.

Biologische Station

Die Biologische Station Waldschule liegt an der Strohner Höhe, ganz in der Nähe vom Wasserwerk und Tierheim in Glüder. Neben den Ferienaktionen gibt es dort jede Menge Programm, vor allem für Familien und Kinder. Auch Kindergartengruppen und Grundschulklassen können dort außerhalb der Ferien spielerisch Flora und Fauna kennenlernen. Auch Kindergeburtstagsfeiern können ausgerichtet werden. Mehr Infos zur Biologischen Station Waldschule bekommen Interessierte telefonisch unter Tel. 2 95 10 95 und auch online unter

www.waldschule-solingen.de.

Beim Ferienprogramm lernen 110 Jungen und Mädchen Demokratie kennen.

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