Kette der helfenden Hände

Kette: ST-Leser haben schon 182 970 Euro gespendet

Das Schleifer-Bild (o. r.) aus Kindertagen von Papa Niclas Carouge in der Zeitung zu sehen, fanden seine Kinder Emilia und Henri toll. Foto: Carouge
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Das Schleifer-Bild (o. r.) aus Kindertagen von Papa Niclas Carouge in der Zeitung zu sehen, fanden seine Kinder Emilia und Henri toll.

ST-Wohltätigkeitsaktion kann vielen Menschen in der Stadt helfen.

Von Simone Theyßen-Speich

Die Weihnachtsaktion der Kette der helfenden Hände hat in diesem Jahr wieder ein überwältigendes Spendenergebnis eingebracht. 182 970 Euro sind seit dem 1. Oktober zusammengekommen. Allen, die mit ihrer Unterstützung für die ST-Wohltätigkeitsaktion zu diesem Erfolg beigetragen haben, herzlichen Dank.

Zehn Senioren aus dem Haus Ahorn in Bethanien konnten, auch dank einer Unterstützung der Kette, nach dem langen Lockdown einen kleinen Urlaub am Mittelrhein machen.

Viele großzügige Spenden von Solinger Unternehmern und Privatpersonen haben es auch in diesem Jahr wieder möglich gemacht, dass an vielen Stellen in der Stadt segensreich geholfen werden kann. Etwa 800 Familien und Einzelpersonen, bei denen zu Krankheit, Behinderung oder einem anderen Schicksalsschlag noch finanzielle Not hinzugekommen ist, konnten so finanziell unterstützt werden. Zudem gab es ein Geschenk für die Solinger Kinder, die in Heimen und anderen sozialen Einrichtungen untergebracht sind.

Gemeindeschwester Bettina Hahmann (r.) und viele Helfer verteilten Geschenke an Bedürftige. Die Kette unterstützt den warmen Mittagstisch in der evangelischen Gemeinde Wald.

Geholfen werden konnte darüber hinaus auch wieder bedürftigen Menschen in verschiedenen Projekten, etwa den Menschen, die den warmen Mittagstisch der evangelischen Gemeinde Wald aufsuchen.

Ilka Atts hat 1986, damals als Ilka Steinheuer, am Kette-Wettbewerb teilgenommen und mit ihrem Fachwerkhaus den 2. Platz belegt.

Im Haus Ahorn in Bethanien war für zehn Bewohner der Senioreneinrichtung nach dem langen Corona-Lockdown endlich wieder eine kleine Urlaubsfahrt möglich. Mit zehn Rollstühlen und Rollatoren im Gepäck ging es für die Senioren nach Kamp Bornhofen am Mittelrhein.

Auch in der MS-Station des St. Joseph Altenheims hatten die an Multipler Sklerose erkrankten Bewohner Grund zur Freude. In Nicht-Corona-Zeiten ermöglicht die Kette den Bewohnern jährlich einen kleinen Ausflug. „Das war pandemiebedingt in diesem Jahr nicht möglich. Die Spende eines Gasgrills für unsere Station, mit dem wir schöne gemeinsame Feiern ausrichten konnten, war da eine tolle Alternative“, freute sich Petra Grah, Soziale Betreuerin der MS-Station.

In der MS-Station von St. Joseph freuen sich Mario Rago und Birgit Schmitz mit Ehrenamtler Heinrich Kieroth über den neuen Grill.

Und auf der anderen Seite gab es wieder viele Ideen und Aktionen, um das Kette-Konto zu füllen. So fand der Nikolaus-Freundschaftslauf des Solinger Leichtathletik-Clubs in diesem Jahr bereits zum 45. Mal statt. Und auch in diesem Jahr ging der Erlös wieder an den guten Zweck.

Postkarten-Zeichner meldeten sich nach 35 Jahren

Die lange Tradition der Kette – seit nunmehr 52 Jahren – wurde auch an einem anderen Beispiel deutlich. So wurden im ST-Haus in diesem Jahr nochmals die Postkarten für den guten Zweck verkauft, die 1986 bei einer Kette-Aktion entstanden und auf dem Zöppkesmarkt vor 35 Jahren verkauft worden waren.

Und prompt meldeten sich zwei ST-Leser, die damals als Grundschüler die Karten gestaltet hatten. „Mit meinem Bild des Fachwerkhauses habe ich damals bei der Tageblatt-Aktion zu Gunsten der Kette den zweiten Platz belegt“, erinnerte sich Ilka Atts, geb. Steinheuer. Fein säuberlich hatten ihre Eltern Postkarte und Tageblatt-Artikel in ein Fotoalbum geklebt. „Als wir die Bilder jetzt im ST wieder sahen, haben mein Mann und meine Kinder mir fast nicht geglaubt – bis ich das Fotoalbum geholt habe“, erzählt Ilka Atts.

Der Nikolauslauf des SLC fand auch in diesem Jahr wieder zu Gunsten der Kette der helfenden Hände statt.

Ähnlich ging es auch Familie Carouge. Niclas Carouge hat vor 35 Jahren als Schüler der Grundschule Klauberg an dem ST-Wettbewerb teilgenommen und die Karte mit dem Schleifer gestaltet. „Ich war damals mächtig stolz, dass mein Bild als Karte auf dem Zöppkesmarkt verkauft wurde“, erzählt er. Und in diesem Jahr hat er „seine“ Karten in der Adventszeit natürlich wieder verschickt. „Eine hat meine damalige Klassenlehrerin Luise Nockemann von mir bekommen, die unsere Klasse damals zu dem Wettbewerb angemeldet hatte.“

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Veröffentlichungen: Viele Namen der Spender haben wir in den vergangenen Wochen veröffentlicht. Auch nach Weihnachten werden im Solinger Tageblatt weitere Spendernamen abgedruckt. Heute finden Sie weitere Spendernamen auf Seite 22.

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