Unwetterwarnung

Keine Hochwassergefahr mehr - Parkplatz Wupperinsel wieder frei

So sieht es am Samstagmittag an der Seilbahn in Unterburg aus.
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So sah es am Samstagmittag an der Seilbahn in Unterburg aus.

Der Wupperverband war auf die starken Regenfälle vorbereitet. Aus der Wuppersperre wurde gezielt Wasser abgelassen. Nun hat sich die Lage wieder beruhigt.

+++ Update Sonntag, 11.20 Uhr +++  Die Auswirkungen des Dauerregens fielen am Wochenende geringer aus als befürchtet. Ein Einsatz der Feuerwehr war weder in Unterburg noch in anderen Stadtteilen erforderlich. Die Solinger Feuerwehr hatte die Wetterlage und die Pegelstände von Wupper und Eschbach im Blick und stand nach eigenen Angaben „in engem Kontakt mit Hydrologen des Wupperverbands“.

Der Maximalpegel der Wupper lag am Samstag bei rund 2,90 Meter, also rund 40 Zentimeter unter dem Pegelhöchststand, der am vergangenen Donnerstag gemessen worden war. „Die aktuelle Pegelentwicklung ist weiterhin rückläufig, Hochwassergefahr besteht laut Wupperverband nicht mehr“, teilte die Feuerwehr am Sonntagmorgen mit. Die Hochwasser-Warnung vom 11. Januar wurde zurückgenommen. Auch die Sperrung des Parkplatzes „Wupperinsel“ wurde aufgehoben. „Der Parkplatz ist wieder frei, sobald die Absperrung der Technischen Betriebe Solingen abgebaut wurde“, so die Feuerwehr. Auch wenn die Pegelstände allgemein sinken, werden sie in den nächsten Tagen erhöht bleiben.

+++ Update Samstag, 12 Uhr +++ In Unterburg führt die Wupper zwar schon sehr viel Wasser, die Situation ist aber noch nicht problematisch.

Dauerregen: Pegel bleiben hoch

Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. © Christian Beier

+++ Update 15 Uhr +++

Die Pegelstände an der Wupper werden auch in den nächsten Tagen erhöht bleiben. Jetzt gerade erhöht der Wupperverband die Wasserabgabe aus der Wuppertalsperre. Denn: Auch für morgen sind erneut starke Regenfälle angekündigt. Durch die erhöhte Abgabe wird Stauraum als Puffer frei.

Der DWD warnt vor Windböen. In Sachen Hochwasser dagegen entspannt sich die Lage leicht.

Am Donnerstag sind bis zu 75 Liter Regen pro Quadratmeter im Bergischen gefallen. „Das entspricht etwa der Hälfte der Regenmenge, die an der Messstelle Bever-Talsperre durchschnittlich im gesamten Monat Januar fällt“, teilt der Wupperverband mit.

Es war genügend Pufferkapazität in der Wuppersperre: In der Spitze flossen dort gestern 100 Kubikmeter pro Sekunde zugeflossen. Die Abgabe betrug zu diesem Zeitpunkt 30 Kubikmeter pro Sekunde. Somit wurden 70 Kubikmeter pro Sekunde – also der überwiegende Teil der Wassermengen – in der Talsperre zurückgehalten. Die folgende Rechnung zeigt das nochmal:

Zufluss in Spitzenzeiten100 Kubikmeter pro Sekunde
Abgabe-30 Kubimeter pro Sekunde
Stau-Plus in der Wuppersperre70 Kubikmeter pro Sekunde

Aktuell sind in der Wuppersperre 18 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert - sieben Millionen Kubikmeter sind noch als Puffer frei. „Da für morgen erneut größere Regenmengen vorhergesagt werden, wird die Abgabe aus der Talsperre erhöht, um möglichst viel Stauraum in der Wupper-Talsperre frei zu halten“, teilt der Wupperverband mit.

Die Abgabe aus der Talsperre wird soweit erhöht, dass der Gewässerlauf unterhalb voll ausgenutzt wird, um die Wassermengen abzuleiten. Die erhöhte Abgabe ist so bemessen, dass sie - nach derzeitigen Erkenntnissen und unter Berücksichtigung der aktuellen meteorologischen Vorhersagen - weder in Beyenburg noch in Bereichen weiter flussabwärts zu Problemen führt.

Update Freitag, 13. Januar, 6.45 Uhr

Solingen. In der Nacht ist die Hochwasser-Warnmarke in Unterburg auf Rot gesprungen - aktuell gibt der Wupperverband aber leichte Entwarnung: Die Pegelstände der Wupper fallen im Bereich Solingen leicht. Derzeit sind sie im Bereich orange. Allerdings soll weiterer Regen fallen. Alle Talsperren sind im Bereich grün und haben damit noch Kapazitäten, Wasser als Puffer zu speichern.

Dennoch bleiben die Warnungen bestehen, betont die Feuerwehr: Da im Laufe des Samstags mit weiteren Regenfällen gerechnet wird, bleiben die Warnungen für die Bevölkerung zunächst bestehen. Nach aktuellem Stand rechnet der Wupperverband jedoch nicht mit einem Anstieg der Pegel über die Werte von Donnerstag hinaus. Feuerwehr und der Wupperverband überwachen permanent die aktuellen Entwicklungen und werden bei Bedarf umgehend reagieren.

Insgesamt sind seit Mittwochabend rund 75 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. In der Folge sind die Pegel von Eschbach, Wupper und allen anderen Gewässern stark gestiegen. Die Wupper in Unterburg überschritt am späten Donnerstagabend die Warnmarke von 3,2ß Metern. Bereits seit dem Mittag waren die Feuerwehren im Einsatz. Sandsäcke wurden verteilt, die Wupperinsel geräumt, weitere Maßnahmen ergriffen.

„Eine konkrete Hochwassergefahr liegt aktuell nicht vor“, heißt es aktuell beim Wupperverband. In Gewässernähe sei aber weiter Vorsicht angeraten. Und: Am heutigen Freitag soll es erneut Regenschauer geben. Der Wupperverband rechnet mit bis zu 10 Millimeter - also nicht annähernd den Mengen von gestern. „Aufgrund der prognostizierten wird heute keine verschärfende Hochwasserlage erwartet.“

Die Feuerwehr in Solingen hatte sich auf mögliche Hochwassereinsätze vorbereitet. „Es war prophylaktisch alles vorbereitet, um eingreifen zu können. Das war aber nicht nötig“, heißt es am Freitagmorgen aus der Leitstelle. Im Bereich Neuwerk hatte Treibgut ein Wehr verstopft. Wasser drohte in ein Firmengebäude einzudringen - hier bauten die Löscheinheiten Burg und Böckerhof eine Sandsackbarriere auf. Die Eschbachstraße blieb drei Stunden lang gesperrt. Die TBS entfernten mit einem Greifbagger das Treibgut, danach konnte das Wehr weiter geöffnet werden und das Wasser besser abfließen.

Auch am Wipperkotten blieb es bei vorsorglichen Sandsack-Barrieren. Mit einer Überflutung sei aktuell nicht zu rechnen. Im Stadtgebiet kam es zu kleineren Einsätzen, etwa in der Kohlfurth.

Die Polizei meldet keine wetterbedingten Einsätze.

Deutscher Wetterdienst: Hinweis auf stürmische Böen in Solingen

Beim Deutschen Wetterdienst ist Solingen aktuell gelb gefärbt. Den gesamten Freitag über treten demnach Windböen mit bis zu 60 Stundenkilometern auf, in Schauern bis 70 Stundenkilometer (Windstärke 8). Angesichts der aufgeweichten Böden könnten Bäume umstürzten.

Die Messstation Unterburg des Wupperverbands am Freitag, 6.30 Uhr. Die Marke Rot von 3,20 Metern wird aktuell nicht überschritten.

Unser Text vom Donnerstag, 12. Januar:

Solingen. Gegen 18.30 Uhr am Donnerstagabend musste die Feuerwehr zum Kellershammer in der Verlängerung der Eschbachstraße in Unterburg Richtung Remscheid ausrücken. Das Wasser des Bachs lief dort über die Straße. Die Einsatzleitung der Feuerwehr teilte als Grund mit, dass das Eschbach-Wehr in Neuwerk durch Äste und Treibgut verstopft war. Ein Fahrzeug der Technischen Betriebe Solingen rückte aus, um das Wehr mit einem Greifarm freizubekommen. Die Polizei sperrte die Straße in Höhe der Kreuzung Burgtalstraße ab.

Die Situation am Eschbach in Unterburg bleibt angespannt.

Am Abend ging die Feuerwehr davon aus, dass es in Unterburg nicht zu Überschwemmungen kommen werde. Der neue Hochwasserschutz des Eschbachs werde halten und vermutlich auch die Wupperinsel nicht von der Wupper überschwemmt werden.

Die Dramatik am Abend hatte sich zunächst nicht abgezeichnet. Eine Chronik: Gegen 9 Uhr wurde an der Wupper die erste Warnstufe für mögliches Hochwasser erreicht. Das hatte nach den Erfahrungen aus der Flutkatastrophe im Juli 2021 Folgen nach dem neuen Warnkonzept: In der Mittagszeit wurde in Unterburg der Parkplatz Wupperinsel gesperrt. Zudem stellte die Feuerwehr Sandsack-Container in Unterburg und am Wipperkotten auf.

Wupperverband öffnet Videokanal für Warnungen

Doch Rathaussprecherin Sabine Rische betonte in den Mittagsstunden, „dass es sich um rein vorsorgliche Maßnahmen handelt, wie sie immer ergriffen werden, wenn Hochwasserlagen drohen könnten“. Auch der Wupperverband als Koordinator der Situationsanalysen war da längst aktiv. Zur Sicherheit und für schnelle Absprachen wurde erstmals der im neuen Hochwasserkonzept eingerichtete Videokanal zwischen den Hydrologen des Wupperverbands und den Feuerwehren geöffnet. „Die Kommunen können so direkt mit unseren Hydrologen in Kontakt treten“, erklärte die Sprecherin des Wupperverbands, Susanne Fischer.

Im Hochwasserportal des Wupperverbands hieß es: „Aktuell ist die Lage jedoch unkritisch. Seien Sie trotzdem in Gewässernähe aufmerksam.“ Ständig wurden die Pegel kontrolliert. Zugleich berechneten die Hydrologen des Verbands, wie viel Wasser aus der Bever- und Wupper-Talsperre abgelassen werden musste, um genug Stauraum für den Dauerregen zu schaffen. In der Summe bestand jedoch nie ernsthafte Hochwassergefahr. Aus der Wuppertalsperre wurden bis zu 28,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgelassen. Das fuhr der Wupperverband ab Mittag zunächst wieder herunter.

Dabei regnete es bis in die Nacht so stark, dass örtlich bis zu 50 Liter Wasser auf den Quadratmeter fielen. Aber eben nicht wie 2021 sturzbachartig, sondern kontinuierlich mit Pausen. Das hatte zu dieser Situation geführt, wie Verbandssprecherin Fischer erklärte: „Wir erleben ein Auf und Ab der Pegel.“

Doch sank der Pegel der Wupper am Nachmittag in Unterburg, zugleich floss auch weniger Wasser an der Kläranlage, dem Sitz der Pegelstation, vorbei. Mit 2,70 Metern Pegel hatte die Wupper gegen 9 Uhr die erste Warnstufe um 25 Zentimeter überschritten. Um 11.30 Uhr lag er bei 2,90 Metern. Roter Alarm ist bei 3,20 Metern. Um 16 Uhr waren es wieder 2,70 Meter. Dann begann der Pegel wieder, langsam zu steigen.

Für Freitag ist eine Wetterberuhigung vorhergesagt mit maximal 10 Litern Wasser pro Quadratmeter. Wie sich der Regen in der Nacht auf die Gewässer ausgewirkt hat, kann im Hochwasserportal verfolgt werden:

hochwasserportal.wupperverband.de

Der Wupperverband schreibt aktuell: „Eine konkrete Hochwassergefahr wird aktuell nicht erwartet. In Gewässernähe ist dennoch Vorsicht geboten. Wir beobachten die Situation und informieren Sie hier auf dem Hochwasserportal über die aktuelle Entwicklung. Bestehen akute Notfallsituationen nutzen Sie die Notrufnummer des Rettungsdienstes und der Feuerwehr unter 112. Zur Sicherung des Wasserabflusses und für Hilfseinsätze bei Überflutungen an Bächen (keine Pumpeinsätze) ist auch außerhalb der betrieblichen Dienstzeit eine Rufbereitschaft eingerichtet. Melden Sie sich beim Wupperverband unter 0202 /583-0. Sofern möglich, versuchen Sie einzuschätzen, ob bei derzeitigem Wasserstand und Strömung überhaupt Hilfe möglich ist, dies hilft den Einsatzgruppen.“

Warnstufe Rot für die Nachbarstadt Remscheid, Orange für Solingen: Mit dieser Karte warnt der Deutsche Wetterdienst vor ergiebigem Regen.

+++ Update 19.10 Uhr +++ Der Grund für die Überschwemmung am Kellerhammer ist das Wehr in Neuwerk. Das ist durch Äste verstopft. Die Feuerwehr hat die Technischen Betriebe Solingen TBS angefordert, um das Wehr vom Treibgut zu befreien. Zugleich wird eine nahe Firma von der Feuerwehr mit Sandsäcken gesichert. Die Einsatzleitung geht momentan davon aus, dass das Wasser in Unterburg nicht für Überschwemmungen sorgen wird. Die Feuerwehr behält die Wupperinsel im Auge. Die Wupper am hinteren Teil des Parkplatzes ist schon nahe am Ufer. Der Bereich Burgtalstraße/Eschbachstraße wurde für den Verkehr gesperrt.

+++ Update 18.49 Uhr +++ Der Eschbach ist im Bereich Kellerhammer aus seinem Bett getreten. Die Polizei hat den Bereich abgesperrt. Auch die Feuerwehr ist vor Ort. Der Eschbach in Unterburg steht hoch, aber noch mit Luft zum Ufer. 

Der Parkplatz Wupperinsel in Unterburg wird vorsorglich geräumt.

Artikel von 16.45 Uhr: Es regnet dauerhaft weiter bis in die Nacht und die Pegel der Gewässer steigen. Vorsorglich ist in den Mittagsstunden in Unterburg die Wupperinsel gesperrt worden. „Wer sein Auto dort abgestellt hat, wird gebeten, es wegzufahren“, bittet Rathaussprecherin Sabine Rische. Zudem hat die Feuerwehr zur Sicherheit Container mit Sandsäcken in Unterburg und am Wipperkotten aufgestellt.

Wie der Wupperverband gestern angekündigt hatte, hat der Dauerregen die Pegel der Bäche und der Wupper weiter ansteigen lassen. „Bis in die kommende Nacht erwarten wir örtlich bis zu 30 Liter weiteren Regen pro Quadratmeter“, berichtet Wupperverbandssprecherin Susanne Fischer. Mit 2,70 Metern Pegel hatte die Wupper gegen 9 Uhr die erste Warnstufe um 25 Zentimeter überschritten. Um 11.30 Uhr lag er bei 2,90 Metern. Roter Alarm ist bei 3,20 Metern. Um 16 Uhr waren es wieder 2,70 Meter.

Solinger Feuerwehr löst Warn-App NINA aus

Das Rathaus teilt zusätzlich mit, dass um 9 Uhr die erste Warnstufe erreicht worden sei und dies als Folge hatte: „Die Feuerwehr hat die Kontrolle der Pegel in Burg und an der Wipperaue eingeleitet. Da der Deutsche Wetterdienst im Tagesverlauf weitere Starkregenfälle im Einzugsgebiet der Wupper ankündigt, ist zu erwarten, dass die Pegel weiter steigen.“ Außerdem handelte die Stadt und, um die Bevölkerung zu informieren. Sie habe die Leitstelle der Feuerwehr veranlasst, dass die Warn-App NINA auszulösen und per Durchsage im Lokalradio zu informieren, erklärt Sabine Rische.

Videokanal zwischen Wupperverband und Feuerwehren ist geöffnet

Zur Sicherheit und schnellen Absprache wurde auch der im neuen Hochwasserkonzept eingerichtete Videokanal zwischen den Hydrologen des Wupperverbands geöffnet. „Die Kommunen können so direkt mit unseren Hydrologen in Kontakt treten“, erklärt die Sprecherin des Wupperverbands, Susanne Fischer. In Unterburg wurde an der Kläranlage die erste Hochwasserwarnstufe erreicht, die beim Pegel 2,55 Meter ausgelöst wird. Das führt dazu, dass im Hochwasser-Portal des Wupperverbands die Situation als „Orange“ dargestellt wird. Auf Rot springt dies, wenn etwa in Unterburg der Pegel auf 3,20 Meter ansteigt. Das machte er gegen 13.30 aber nicht. Er befindet sich in einer sinkenden Phase.

Bevölkerung soll sich im Hochwasserportal informieren

Aber das könne sich schnell ändern, erläutert Fischer: „Wir erleben gerade ein Auf und Ab. Besonders kleine Bäche können bei viel Niederschlag sehr schnell ansteigen.“ In der Bevertalsperre und der Wuppertalsperre sei weiterhin genug Stauraum, um das Regenwasser aufzunehmen, betont Fischer. Zwischenzeitlich wurden aus der Wuppertalsperre bis zu 28 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgelassen. Diese Menge wurde inzwischen aber wieder leicht gesenkt. Die Experten des Verbands müssen aktuell auch beobachten, was aus den Nebengewässern der Wupper in den Fluss einfließt. Das führe zu ständigen Neubewertungen der Lage, die den Städten und der Bürgerschaft mitgeteilt werden.

Daher gibt der Wupperverband generell die Auskunft und den Rat: „Aktuell ist die Lage jedoch unkritisch. Seien Sie trotzdem in Gewässernähe aufmerksam und informieren Sie sich fortlaufend.“ Das können Bürgerinnen und Bürger im Hochwasserportal des Verbands tun, auch das Tageblatt hat die Situation für seine Leserinnen und Leser dauerhaft im Blick:

Erstmeldung von 11.40 Uhr

Für Remscheid, Wuppertal und Umgebung hat der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Für Solingen gilt eine „Warnung vor markantem Wetter“. Der Parkplatz Wupperinsel in Unterburg wurde vorsorglich geräumt. Die Anwohner haben ihre Autos weggefahren. Sandsäcke wurden aus dem Abrollcontainer verteilt. Das Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und TBS sind weiter vor Ort im Einsatz. Die Feuerwehr betont, dass es sich um rein vorsorgliche Maßnahmen handelt, wie sie immer ergriffen werden, wenn Hochwasserlagen drohen könnten. Ob es tatsächlich dazu kommt, sei zurzeit nicht absehbar, könne aber auch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden.

Bis Freitagmittag, 13 Uhr, sei „ergiebiger Dauerregen“ zu erwarten. Nach bisher schon 20 bis 35 Litern pro Quadratmetern kommen voraussichtlich nochmal 30 Liter pro Quadratmeter hinzu, so der DWD.

Gefährlich werden können infolge des Dauerregens unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen. „Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen!“, warnt der Wetterdienst.

Hinzu kommen Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 75 km/h - also Windstärke 8 bis 9 aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 85 km/h gerechnet werden. Das bedeutet zusätzlich zur Regen-Warnung eine Sturm-Warnung der Stufe gelb.

Wupperverband: Hochwasser-Warnschwellen überschritten

Beim Wupperverband sind die ersten Warnschwellen vor Hochwasser überschritten worden. Sowohl für die Stationen Unterburg/Wupper als auch Kluser Brücke sind die Signale von grün auf orange umgesprungen.

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