Nachhaltigkeitsforum

Solingen kann krisenfest werden

Ideen beim Nachhaltigkeitsforum.

Von Daniela Neumann

SOLINGEN Zum Abschluss der Nachhaltigkeitstage fand am Freitag das Nachhaltigkeitsforum auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums statt. Es war bereits die sechste Konferenz dieser Art, während die Tage der Nachhaltigkeit erstmalig über zwei Wochen stattfanden, wie Ariane Bischoff berichtete. Die Leiterin des städtischen Stabs Nachhaltigkeit und Klimaschutz stellte das Motto „Gemeinsam mutig für Veränderung“ in den Vordergrund.

„Dazu laufen 200 Einzelvorhaben“, erklärte Andreas Budde. Der Beigeordnete für Planung, Bauen, Verkehr und Umwelt war kurzfristig für den erkrankten Oberbürgermeister Tim Kurzbach eingesprungen. Im derzeit auch aus Kriegsgründen hochaktuellen Bereich Energie und Emissionen erwähnte Budde die seit Jahren laufenden Sparmaßnahmen von 21 Solinger Schulen und das Ziel der Stadt, bis 2030 klimaneutral zu sein – mit insgesamt rund 450 Gebäuden und dem Fuhrpark.

Im Kleinen könnten alle beitragen, so der Beigeordnete: am Thermostat der Heizung, mit Photovoltaik und Begrünungen etwa. In einem Kurzvortrag stellte Raumplanerin Sabine Baumgart Ideen und Werkzeuge für eine krisenfeste Stadt von morgen vor. Die Professorin und Präsidentin der Akademie für Raumentwicklung in Hannover erläuterte, dass Angebote niederschwellig, vernetzt, flexibel handhabbar und ressourcenschützend sein sollten.

Wärmepumpe, Teilhabeund Radverkehr sind Themen

In den folgenden Impulsen zeigten hiesige Fachleute Aspekte auf. Florian Bublies von der Verbraucherzentrale verwies auf Beratung zur frühen Weichenstellung und die Wärmepumpe, Sinja Waldmann vom Jugendstadtrat sprach sich für barrierefreie Lösungen aus und stellte die Suche nach einem Ort für einen Club oder eine Disco wie das frühere Getaway für Teilhabe vor. Henner Pasch diskutierte mit Baumgart und dem Publikum in der vollen Maschinenhalle über Finanzierbarkeiten, Förderungen und fehlende Freiheit in den Köpfen: Über ein Nebeneinander von Rad und Auto könne nachgedacht werden, betonte der Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK). „Wir brauchen eine Perspektive“, fasste Pasch zusammen.

Ausblicke dazu gab es durch die Fragerunde von Hafssa El-Hasbouni und Sophia Merrem vom begleitenden Solinger Forum für soziale Innovation (FSI), bei der Info-Börse und in den Texten des Musik-Duos Göllmann & Göllmann.

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