Pfarrkirche in Ohligs

Junge Chöre singen geistliche Musik

Der Windsbacher Knabenchor präsentierte anspruchsvolle, zeitgenössische Kirchenmusik zur Weihnachtszeit. Foto: Christian Beier
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Der Windsbacher Knabenchor präsentierte anspruchsvolle, zeitgenössische Kirchenmusik zur Weihnachtszeit.

Windsbacher Knabenchor und Wuppertaler Kurrende gaben ein gemeinsames Konzert in St. Joseph.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Der Windsbacher Knabenchor gastierte zusammen mit der Wuppertaler Kurrende am Montagabend in der sehr gut besuchten katholischen Pfarrkirche in Ohligs. Der Windsbacher Knabenchor ist einer der bedeutendsten Chöre für junge Männerstimmen Deutschlands. Besonders begeisterten die jungen, akkuraten Stimmen mit dem traditionellen Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“, das auch als Titel über dem Konzert stand. Wolfgang Kläsener, Organist und Kirchenmusiker im Pfarrbereich St. Sebastian, lockerte zusammen mit Trompeter Cyrill Sandoz das Konzert instrumental mit feinen, virtuosen Zwischenspielen auf.

„Der Windsbacher Chor hat viele Verpflichtungen, aber ein Termin ist ausgefallen, das Konzert wurde der Wuppertaler Kurrende angeboten und die wählten unsere Kirche aus“, berichtete Kläsener über das Zustandekommen des außergewöhnlichen Konzerts. Die Kurrende, der 1924 gegründete Knabenchor unter Leitung von Markus Teutschbein, gestaltete den Auftakt. Der Chor überzeugte bei seinem kurzen, aber sehr prägnanten Auftritt.

Schon die ersten Töne des Knabenchors aus dem Sängerinternat Windsbach faszinierten die Zuhörer total. Gegründet wurde der Chor 1946 von Hans Thamm, heute leitet der Kirchenmusikdirektor Martin Lehmann den Chor mit Sängern zwischen neun und 19 Jahren alt. Der musikalische Schwerpunkt liegt auf geistlicher Musik. Anspruchsvolle, zeitgenössische Kirchenmusik mit einem Bezug zur Weihnachtszeit stand auch in Ohligs auf dem Programm.

Beeindruckende Präzision des Jungenchors

Der Chor singt mit einer beeindruckenden Präzision, immer wieder traten auch Solisten hervor. Mit gewaltigem Volumen erklang das Finale der achtstimmigen Motette „O magnum mysterium“ des spanischen Komponisten Javier Busto. Selbst die leichten Dissonanzen im „Magnificat“ von Arvo Pärt erklangen perfekt. Der Beifall am Ende wurde sofort zur stehenden Ovation.

Die Überraschung kurz vor Schluss hatte aber Wolfgang Kläsener vorbereitet. Plötzlich setzte ein Chor der Pfarrgemeinde von der Orgelempore mit dem Lied „Macht hoch die Tür“ ein, und die jungen Stimmen im Altarraum übernahmen die zweite Strophe. So erklang am Ende des faszinierenden Konzerts mit den Jungen aus Wuppertal und Windsbach doch noch ein traditionelles Lied zu den Tagen der Erwartung vor dem Weihnachtsfest.

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