Jugendhilfeausschuss

Jugendpolitiker stimmen Kita-Ausbau zu

Stadt plant 10 bis 14 neue Kindergärten.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Der Jugendhilfeausschuss (JHA) hat in seiner Sitzung am Montagabend der Kindergartenausplanung einstimmig zugestimmt. Bis 2025 sollen rund zusätzliche 1000 Plätze eingerichtet werden: 535 für Kinder unter drei Jahren sowie 460 für Ältere zwischen drei und sechs Jahren. Dafür würden 10 bis 14 weitere Kindertagesstätten benötigt, heißt es aus dem städtischen Familienbüro. In der Planung sind derzeit neun Einrichtungen.

Die Jugendplaner gehen davon aus, dass Solingen für rund 48 Prozent der Kinder unter drei (U 3) einen Betreuungsplatz vorhalten muss. „Im Prinzip besteht für die Eltern ein Rechtsanspruch bereits kurz nach der Geburt“, erklärte der zuständige Abteilungsleiter Christoph Steinebach. Die Quote von aktuell 41 Prozent soll bis 2025 zunächst auf 46 Prozent angehoben werden, um dann später bis auf 48 Prozent zu steigen. „Das ist ambitioniert. Aber wir haben Zuzüge und einen Anstieg der Bevölkerungsprognose, deshalb müssen wir ausbauen.“

Dass es auch in der Kindertagespflege mehr Betreuungsplätze geben soll, begrüßte Horst Koss, jugendpolitischer Sprecher der SPD. „Die besondere Aufgabe wird darin bestehen, geeignete Grundstücke für neue Kitas zu finden.“

Bodengutachten für Kita Burg in Auftrag gegeben

Ein Kraftakt werde beim Ausbau auch, die notwendigen Erzieherinnen und Erzieher zu finden, betonte die Ausschussvorsitzende Iris Preuß-Buchholz (SPD). „Darauf muss der Schwerpunkt mehr gesetzt werden.“ Im Bereich der Kinderbetreuung dürfe nicht gespart werden, sagte die stellvertretende JHA-Vorsitzende Gabriele Racka-Watzlawek (CDU), die den Bildungsauftrag der Einrichtungen hervorhob.

Thema war im JHA auch die städtische Kita Burg, deren Gebäude von der Flutkatastrophe Mitte Juli so stark beschädigt wurde, dass es neu gebaut werden muss. Ein Bodengutachten für das Grundstück an der Hasencleverstraße sei beauftragt, berichtete Rüdiger Mann, Leiter Stadtdienst Jugend. Der Neubau werde wahrscheinlich am bisherigen Standort errichtet. Ein Umzug etwa nach Oberburg stehe nicht zur Debatte, da zwei Drittel der Kinder aus Mitte kämen. Bis das neue Gebäude steht, bleibe die Einrichtung im Ausweichquartier Augustastraße in Mitte.

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