Regionalwettbewerb

„Jugend forscht“ findet erstmals digital statt

Normalerweise herrscht beim „Jugend-forscht“-Regionalwettbewerb Trubel im Gründer- und Technologiezentrum. In diesem Jahr verfolgte Geschäftsführer Frank Balkenhol die Online-Veranstaltung alleine. Foto: Christian Beier
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Normalerweise herrscht beim „Jugend-forscht“-Regionalwettbewerb Trubel im Gründer- und Technologiezentrum. In diesem Jahr verfolgte Geschäftsführer Frank Balkenhol die Online-Veranstaltung alleine.

56 Teilnehmer gingen beim Regionalwettbewerb an den Start. Auch Schüler der Friedrich-Albert-Lange Schule sind Preisträger geworden.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Wettbewerbsleiter Sascha Bergfeld hatte am Samstagnachmittag viele Urkunden als PDF-Dateien dabei. Sie waren für die Gewinner des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ bestimmt, die der Lehrer des Solinger Humboldtgymnasiums bei einer digitalen Feierstunde auszeichnete.

Seit mehr als 20 Jahren findet der Regionalwettbewerb im Solinger Gründer- und Technologiezentrum (GuT) statt. Die Veranstaltung in diesem Jahr coronabedingt ausfallen zu lassen, sei keine Option gewesen, betont Frank Balkenhol. Er ist GuT-Geschäftsführer und Patenbeauftragter für „Jugend forscht“.

Alle haben die Herausforderung gemeistert, ihre Projekte online zu präsentieren.

Frank Balkenhol, GuT-Geschäftsführer

Deshalb stellten die 56 Teilnehmer aus der Region, darunter 23 aus Solingen und drei Projektarbeiten aus Remscheid, der 18-köpfigen Jury online ihre Forschungsergebnisse vor. Die Schüler hatten in verschiedenen Fachgebieten im naturwissenschaftlich-technischen Sektor geforscht. Das Spektrum reichte von der Arbeitswelt über Biologie, Chemie und Physik bis hin zu Geo- und Raumwissenschaften sowie Umwelttechnik.

Neben klassischen Platzierungen gab es auch Sonderpreise

Neben den klassischen Platzierungen auf dem Treppchen vergab die Jury viele Sonderpreise, die nicht nur mit Geld, sondern auch mit Abos von Fachzeitschriften dotiert waren. Der 14-jährige Vincent Ehrenberg und der 13-jährige Aaron Behr von der Solinger Friedrich-Albert-Lange Schule (Fals) etwa erhielten 75 Euro für ihr Forschungsprojekt „Stärkefolie statt Plastik“.

Der erste Platz im Bereich Biologie und damit die Teilnahme am Landeswettbewerb, der vom 22. bis zum 24. März ebenfalls online stattfindet, wurde gleich zweimal vergeben. Luca Barthel (11 Jahre) und Jona Roth (10) vom Remscheider Leibniz-Gymnasium erhielten die Auszeichnung für ihr Thema „Schreckenfutter“. Das Trio Catharina Trautmann, Joséphine Zimmermann und Marc Heitzer (alle 14) von der Fals war der Frage „Was schützt dich am besten vor Viren?“ nachgegangen.

„Gibt es ein Milcheis, das nicht schmilzt“ hatte sich der elfjährige Julius Vaupel von der Junior Uni Wuppertal als wissenschaftliche Frage gestellt und für seine Erkenntnisse den Regionalpreis in der Kategorie Chemie bekommen. Er besucht die Rudolf-Steiner-Schule in Remscheid.

Statt hörbarem Applaus gab es diesmal kreisende Hände

Die Feierstunde, bei der alle Jungforscher von Wettbewerbsleiter Sascha Bergfeld und Frank Balkenhol geehrt wurden, fand in Kombination mit der Verleihung der Sonderpreise für Solinger Schulen statt. In den nächsten Tagen werden die Urkunden per Post an die Grundschulen Klauberg, Bökerhof, Westersburg und Erholungstraße zugestellt. Sie können sich jeweils über 500 Euro freuen. Auch das Gymnasium Schwertstraße, das Friedrich-List-Berufskolleg, die Carl-Ruß-Schule und die Sekundarschule Central wurden mit dem Sonderpreis bedacht. Das Preisgeld für sie beträgt jeweils 1000 Euro.

Statt hörbarem Applaus wurden von den Zuschauern an den heimischen Bildschirmen eifrig die Hände mit kreisenden Handgelenken in die Rechner-Kameras gehalten. Eine Anregung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), der es sich nicht hatte nehmen lassen, Lobes- und Dankesworte in die Runde zu sprechen. Menschen mit Forschergeist und der Lust, immer wieder Neues zu entdecken, seien wichtig für die Menschheit. Das zeige die Pandemie mehr als deutlich, sagte er.

Kurzbach dankte darüber hinaus den Organisatoren, die erstmals komplett digitale Wege gehen musste. Frank Balkenhol lobte in diesem Zusammenhang auch die Nachwuchsforscher: „Alle haben die Herausforderung gemeistert, ihre Forschungsprojekte online der Jury zu präsentieren.“ Außerdem betonte Solingens Wirtschaftsförderer die Bedeutung der Sponsoren für den Regionalwettbewerb.

Hintergrund

Die 56. Ausgabe von „Jugend forscht“ steht unter dem Motto „Lasst Zukunft da“. Schüler, Auszubildende und Studierende sollten beim Nachwuchswettbewerb „Schüler experimentieren“ den Schwerpunkt ihrer Arbeiten auf aktuelle Themen legen. Dazu gehörten unter anderem die Felder Klima- und Umweltschutz sowie die weltweite Corona-Pandemie.

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