„Die Samstagabend Show am Freitag“

Jenz Bumper wirbelt durch die Wohnzimmer

Aus den heimischen vier Wänden sendet Jens Stuhldreier, alias Jenz Bumper, seine Samstagabendshows am Freitag. Foto: Jens Stuhldreier
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Aus den heimischen vier Wänden sendet Jens Stuhldreier, alias Jenz Bumper, seine Samstagabendshows am Freitag. Foto: Jens Stuhldreier

Der Solinger Tausendsassa erspielt sich mit seiner Online-Show eine neue Fangemeinde.

Von Julian Müller

Solingen. „Alright, Yeah Yeah!“ schreit Jens Stuhldreier gleich zu Beginn seiner dritten Show enthusiastisch in die Kamera, damit auch jeder weiß wo er hier gelandet ist. Denn zwei Dinge sollen und werden hier nicht passieren: Langeweile und Ruhe. Mit seiner ureigenen Mischung aus Action, Rock’n’Roll und Trash hat er sich sein eigenes Genre geschaffen. Da lag es Nahe, den herrlich spinnerten Stuhldreier-Kosmos in Zeiten von Corona-Isolation in eine tosende Show umzuwandeln. Als Jenz Bumper One-Man-Orchestra war er schon vorher immer mal wieder auf den Bühnen zu Gange - nun bringt er seine Ideen als Livestream auf die Bildschirme.

„Die Samstagabend Show am Freitag“ tituliert er seine Sause passend. Eine liebevolle Hommage an all die großen Fernsehshows aus unser aller Kindheit. Nach bereits zwei erfolgreichen Ausgaben kann man natürlich leicht Oberwasser kriegen - aber das hat Jenz Bumper sowieso.

Präsentiert wird die Show durch den Cow Club

Unterstützt von jeder Menge Adrenalin war dann auch dieser Freitagabend wieder ein hyperaktives Feuerwerk. Präsentiert vom Cow Club und immer noch abrufbar auf deren Facebook-Seite, gab das personifizierte One-Man-Orchestra eineinhalb Stunden lang den Hochgeschwindigkeits-Showmaster. Übertragen wurde diesmal aus der Küche anstatt wie gewohnt aus seinem Post-Jugendzimmer.

Zuerst wurde mit Hilfe von Pappschildern das Programm vorgestellt, und es wurden die Preise für das traditionelle Quiz gezeigt. Der begeisterte Flohmarktfan verlost jedes Mal ein paar seiner gesammelten Absurditäten. Neben diversen Tonträgern gab es eine Actionfigur, ein Bruce Lee-Fanheft, seinen eigenen Buch-Hit Shanghai Schaschlik und ein Poster von ihm selbst zu gewinnen. Erraten hat das Rätsel am Ende übrigens keiner.

Dann ging es aber auch schon flott an den Herd, wo ein Pfannkuchen-Wettbewerb anstand. Eigenkreation gegen Fertigmischung. Per Geschmackstest gewann natürlich das Bumpersche Original.

Als Gast war anschließend Cow-Club-Chef René Regier mit von der Partie. Zusammen mit Stuhldreier stellte er Filmausschnitte vor – das Publikum musste dann erraten, wie es in den Szenen weitergeht. Ein kurzweiliges Spektakel.

Natürlich schießt Stuhldreier auch mal übers Ziel hinaus oder hat mit der Technik zu kämpfen. Doch, was wäre eine wilde Show ohne die ein oder andere krachende Bruchlandung. Und Stuhldreier nimmt die kleinen Pannen sowieso mit Humor. „Ich habe selbst total Spaß dabei und muss niemanden um Erlaubnis fragen“, so der frischgebackene Heim-Entertainer über sein Konzept. „Das ist meine Vorstellung von interaktivem Fernsehen.“

Und so gibt es stets einen regen Austausch zwischen Künstler und Publikum. Angefeuert von den hineinprasselnden Kommentaren der Online-Gemeinde lässt er sich zu immer neuen Wahnwitzigkeiten hinreißen. Für seine dargebotenen Songs verteilt er traditionell Rhythmus-Instrumente an seine Mitbewohner, die sich zusammen mit Bumper ein Wettrennen liefern, wer am schönsten am Takt vorbeieiert. Schräg und liebenswürdig ist das. Präsentiert wurden diesmal eigene Dirtshakes-Klassiker wie „The Drummer Is Always The Drama“ oder Fremdkompositionen wie „Sonic Reducer“ von den Dead Boys oder „Sex Beat“ an der Heimorgel.

Nachdem diese Ausgabe unter dem Moniker Super-Show lief, kündigte er fürs nächste Mal die Hyper-Show an. Es bleibt spannend wohin uns der Stuhldreiersche-Wahnsinn in zwei Wochen führen wird.

Zur Person

MUSIK UND ROMAN Jens Stuhldreier ist ein Dreh- und Angelpunkt der Solinger Kulturszene. Mit seinen Bands Embryonics, Jet Bumpers und Dirtshakes sorgte er nicht nur in seiner Heimatstadt für Furore. Kürzlich ging er mit seinem zusammen mit Jonny Bauer geschriebenen Roman „Shanghai Schaschlik“ auch unter die Buchautoren.

SHOW Seine neue Internet-Show gibt es alle zwei Wochen auf der Facebook-Seite des Cow Clubs zu sehen.

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