Wald

Jahnkampfbahn könnte „Smart Stadium“ werden

Bei der Ertüchtigung der Jahnkampfbahn geht es unter anderem um die Frage, ob die Gegengerade überdacht wird. Außerdem ist eine bessere Beleuchtung der Zwergstraße, die oberhalb der Stehplatztribüne verläuft, ein Thema in Wald. Foto: Christian Beier
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Bei der Ertüchtigung der Jahnkampfbahn geht es unter anderem um die Frage, ob die Gegengerade überdacht wird. Außerdem ist eine bessere Beleuchtung der Zwergstraße, die oberhalb der Stehplatztribüne verläuft, ein Thema in Wald.

Die Ertüchtigung des Walder Stadions soll 2022 beginnen – vielleicht aber schon früher.

Solingen. Ein „Smart Stadium“ in der „Smart City“ Solingen? Diese Vorstellung gefällt Guido Rohn. Seit vielen Jahren setzt sich der Vorsitzende des Förderkreises Jahnkampfbahn für das Walder Stadion ein. Spätestens ab 2022 soll die Sport- und Veranstaltungsstätte ertüchtigt werden. Und dank Digitalisierung und Inklusion neue Möglichkeiten eröffnen.

Die Aufwertung der Jahnkampfbahn ist Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für Wald. Die darin geplanten Maßnahmen befinden sich derzeit in der Abstimmung mit der Bezirksregierung als Fördergeber. Das erklärt die Verwaltung in einer Vorlage, die für die Sitzung der Bezirksvertretung Wald am Montag erstellt wurde. Voraussichtlich im Laufe dieses Quartals erwartet die Stadt eine Rückmeldung, was die Förderfähigkeit einzelner ISEK-Maßnahmen angeht.

„Wir fühlen uns von der Stadt sehr gut informiert.“

Guido Rohn, Vorsitzender des Förderkreises Jahnkampfbahn

Derweil gebe es Überlegungen, mit welchen zusätzlichen Angeboten sich die Jahnkampfbahn in ein „inklusives Stadion“ verwandeln lässt. Die Hoffnung der Planer: Auf diese Weise könnte es gelingen, die Ideen für die Jahnkampfbahn über alternative Fördertöpfe früher umzusetzen. Dies geschehe „in enger Abstimmung mit dem Stadtdienst Sport und der unteren Denkmalschutzbehörde“, um den Denkmalschutz der 1928 eröffneten Anlage nicht zu gefährden. Ebenso seien Sport- und Behindertenverbände involviert.

„Auch wir fühlen uns von der Stadt sehr gut informiert“, betont Guido Rohn. Der Förderkreis unterstütze die Ertüchtigung der Jahnkampfbahn mit einer fünfstelligen Summe. Und der Vorsitzende drückt bei dem Projekt aufs Tempo, würde am liebsten bereits in diesem Jahr Fortschritte sehen.

Rohn schweben für die Zukunft unter anderem QR-Codes im Walder Stadion vor. Darüber sollen die Besucher Informationen zur Geschichte der Jahnkampfbahn direkt auf ihr Smartphone erhalten.

Zugleich soll das historische Stadion Rohn zufolge an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen angepasst werden. „Dabei geht es nicht nur um die Besucherperspektive“, betont Rohn. Vielmehr sei das Ziel, die Jahnkampfbahn auch als Sportstätte für Menschen mit Behinderung zu etablieren.

Von Nutzen könnte dabei auch die geplante Überdachung der Gegengeraden sein. Die ist technisch durchführbar, erklärt die Stadt. Nun müsse eine Prüfung stattfinden, ob das Projekt auch baurechtlich zulässig und umsetzbar ist. Erfolgen soll die voraussichtlich im Laufe des Frühjahrs. „In Abhängigkeit vom Ergebnis kann ein möglicher Förderantrag gestellt werden“, heißt es aus dem Rathaus.

Die Planer betonen, dass die Ertüchtigung der Jahnkampfbahn immer in Zusammenhang mit weiteren ISEK-Maßnahmen zu betrachten sei. Das gilt vor allem für die Umgestaltung der Achse WMTV – Jahnkampfbahn – Zwergstraße. Guido Rohn hatte im Herbst 2020 ins Spiel gebracht, den schmalen Rad- und Fußweg oberhalb der Jahnkampfbahn mit den ausgemusterten Unterburger Laternen zu beleuchten. „Klar ist, dass die Lampen neue Standorte finden werden“, erklärt Stadtsprecherin Sabine Rische auf ST-Anfrage zum Sachstand. Ob sie tatsächlich ihren Weg nach Wald finden, stehe aber noch nicht fest. Mögliche Standorte möchte die Stadt rechtzeitig prüfen. Zu den Kandidaten gehöre auch das Umfeld der Jahnkampfbahn.

Bezirksvertretung Wald

Am Montagnachmittag fand die vierte Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Wald statt. Wegen der Corona-Pandemie nahm die überwiegende Mehrheit der Stadtteilpolitiker nicht im Stadtsaal, sondern digital teil. Aufgrund der besonderen Umstände wurden einige Tagesordnungspunkte verkürzt behandelt oder aufgeschoben. Die nächste Sitzung der BV Wald ist für Montag, 15. März, vorgesehen.

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