Bürgerbeteiligung

Bürger wollen Wald beleben

Veranstaltungen wie zuletzt die Walder Theatertage sollen vermehrt stattfinden.
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Veranstaltungen wie zuletzt die Walder Theatertage sollen vermehrt stattfinden.

Anbindung an die Korkenziehertrasse, Stadtpark und Spielplätze: Nach Scheitern der ISG in Wald soll das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept jetzt vereint angegangen werden.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die Gründung einer gesetzlichen Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) hat in Wald keinen ausreichenden Rückhalt bei den Immobilienbesitzern gefunden. „Das war eine Enttäuschung“, so Wolfgang Müller. Der Vorsitzende des Walder Bürgervereins 1861 sieht aber keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Jetzt erst recht müssen die Walder Bürger etwas tun. Wir hatten uns in der Vergangenheit mit Blick auf die erhoffte ISG etwas zurückgelehnt.“

Deshalb ist sein Bürgerverein jetzt aktiv geworden. Eine erste Veranstaltung hat in dieser Woche stattgefunden. „Dabei haben wir ausgelotet, wie wir uns bei dem Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept ISEK einbringen können“, so Müller. Da seien jetzt alle gefragt. „Die Bürgerbeteiligungsprojekte kann die Stadtverwaltung nicht alleine stemmen.“

Diese Themen werden in Wald bald angegangen

Der Bolzplatz Menzelstraße wird kleiner, dafür soll es dort zukünftig Multifunktionsgeräte geben.

Vorab hatte der Verein bei einer Fragebogenaktion unter den Walder Bürgern sechs Themen des ISEK abgefragt. Die Fokussierung auf die Stresemannstraße rangierte bei den Themen ganz vorne, vor der Anbindung an die Korkenziehertrasse am Walder Bahnhof, dem Stadtpark, der Friedrich-Ebert-Straße, dem Walder Markt und der Nutzung des Halfenweiherplatzes an der ehemaligen Walder Post. „Das Ziel des Bürgervereins ist es jetzt, in kleinen monatlichen oder zweimonatigen Treffen an diesen Themen weiterzuarbeiten“, so Müller. Die Anbindung der Trasse am Bahnhof wolle man allerdings etwas hintenan stellen, weil die Zukunft der Bahnhofsimmobilie noch unklar sei.

Das Walder Stadion soll eine Gegentribüne und ein Turnreck erhalten.

Für die Fußgängerzone im Walder Schlauch zeichnen sich aber schon konkrete Ideen ab. „Veranstaltungen wie Beats & Trödel im Mai oder zuletzt die Walder Theatertage haben gezeigt, welches Potenzial für Belebung und Veränderung davon ausgehen kann.“ Konzerte, kleine Theatervorführungen und andere Veranstaltungen sollen verstärkt auf der Stresemannstraße und dem Walder Kirchplatz stattfinden, so Müller.

So war das Festival im Walder Stadion

Der Unverpackt-Laden Hannelise habe dies bereits erkannt und will monatlich kleinere Konzerte auf dem Walder Kirchplatz durchführen. Veranstaltungen können auch die in der Fußgängerzone ansässigen Institutionen anbieten, denkt Müller an das Bürgerbüro der SPD, Stresi23 und den Walder Bürgerverein. „Am 22. Juli mache ich auf Einladung der CDU einen Nachtwächter-Rundgang“, kündigt er eine der nächsten Veranstaltungen an. Auch die Konzerte im Stadtpark wird es im Juli wieder geben.

Beim ISEK sei man durchaus schon gut auf dem Weg. „Das Geld für die erste Teilgenehmigung in Höhe von 787 000 Euro des 2020 vom Rat beschlossenen achtjährigen Projektes liegt schon vor.“ Die europaweiten Ausschreibungen seien in Vorbereitung. Bei der Besetzung eines Stadtteilmanagers für Wald hofft man noch dieses Jahr auf ein Ergebnis. „Es können sich nicht nur Büros, sondern auch Einzelpersonen bewerben“, so Wolfgang Müller.

Für den Zwergweg sind Beleuchtung und terrassenförmig angeordnete Spielgeräte geplant.

Noch Ende dieses Jahres oder Anfang 2023 hofft er auch auf die Neugestaltung von zwei Spielplätzen an der Demmelt-rather Straße und der Opferfelder Straße. Hohe Priorität habe auch ein neuer Kunstrasenplatz für das Sportgelände an der Adolf-Clarenbach-Straße. „Das soll aus recyceltem Material geschehen, außerdem sind ein behindertengerechter Zugang zum Sportgelände und Markierungen für Football-Spiele vorgesehen.“ Für die Zwergstraße neben dem Walder Stadion sind eine Beleuchtung sowie terrassenförmig angelegte Spielfelder auf dem Zugang zur Fals-Sporthalle geplant.

Bürgerverein

Mitglieder: Von
130 Mitgliedern vor einem Jahr ist der Bürgerverein jetzt auf 165 Mitglieder angewachsen. „Viele Menschen interessieren sich für die Dinge vor Ort“, sieht Wolfgang Müller eine positive Entwicklung.

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