76. Bergische Kunstausstellung

Internationaler Bergischer Kunstpreis geht an zwei Künstler

Die Jury aus Sandra Schlipkoeter (v. l.), Jörg van den Berg, Dr. Beate Eickhoff, Matthias Erntges, Gesa Hüwe und Gisela Elbracht-Iglhaut wählte Kunstpreisträger und Ausstellende aus.
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Die Jury aus Sandra Schlipkoeter (v. l.), Jörg van den Berg, Dr. Beate Eickhoff, Matthias Erntges, Gesa Hüwe und Gisela Elbracht-Iglhaut wählte Kunstpreisträger und Ausstellende aus.

14 Kunstschaffende nehmen an 76. Bergischer Kunstausstellung teil.

Von Philipp Müller

Solingen. Die Direktorin des Kunstmuseums, Gisela Elbracht-Iglhaut, zeigte sich mit der Qualität der eingereichten Arbeiten für die 76. Auflage der Bergischen Kunstausstellung zufrieden. Doch mit 130 Bewerbenden aus den Reihen der Künstlerinnen und Künstler aus dem Bergischen Land oder Bezug zur Kunstakademie Düsseldorf war die Resonanz deutlich niedriger als üblich. Die Jury erkannte den Bergischen Kunstpreis, der zu Eröffnung am 17. September verliehen wird, zwei Künstlern zu. Der Preis ist mit 10 000 Euro verbunden, die die Essener National-Bank AG stiftet, und geht geteilt an den Wuppertaler Jonas Hohnke und die Düsseldorfer Künstlerin Filiz Özcelik.

Dass nur halb so viele Arbeiten vorlagen, wunderte Elbracht-Iglhaut nicht. In der Corona-Pandemie hätten gerade junge Künstlerinnen und Künstler oft Schwierigkeiten, Arbeiten zu beginnen oder zu beenden. Unter den Bewerbern für 2022 sind viele, die sich schon früher beworben hatten und Teil Bergischer Kunstausstellungen waren.

Die Jury bestand aus Jörg van den Berg, Direktor des Museums Morsbroich in Leverkusen, Dr. Beate Eickhoff, Kuratorin des Von der Heydt-Museums in Wuppertal, Matthias Erntges, dem Vorsitzenden des Freundeskreis Kunstmuseum Solingen, Gesa Hüwe, Kuratorische Assistenz im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Sandra Schlipkoeter, Solinger Künstlerin aus Berlin und Gisela Elbracht-Iglhaut.

So gelang der Jury die Auswahl der Künstler

Matthias Erntges berichtete, wie er bei der Auswahl vorging: „Ich muss mich selbst überlisten, weil ich viele Künstler bereits kenne. Um objektiv zu bleiben, muss ich ganz neu hinschauen.“ Am Ende fand die Jury die Preisträger: „Filiz Özcelik sammelt Fundstücke und unterschiedlichste Materialien. Im Atelier arrangiert sie einzelne Elemente zu Gebilden. Die Bildsprache ist weitgehend abstrakt, aber dennoch lyrisch und weckt Assoziationen an Natur, Pflanzen und organisches Wachsen.“ Jonas Hohnke wird für „White Cube“ ausgezeichnet: „Humorvoll inszeniert er den Museums- oder Galerieraum als Ort, der mit Hilfe eines Kompressors aufgeblasen wird, sobald die Besucher kommen und die Hüpfburg auch betreten dürfen.“

Mit weiteren zwölf Künstlern will die Bergische Kunstausstellung die Breite der Qualität und Vielfalt der modernen Stile der jungen Kunstszene repräsentieren. Daraus können die Besucher den Publikumspreis der Stadt-Sparkasse Solingen, gesamt mit 3000 Euro dotiert, wählen.

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