Bezirksvertretung

Initiative möchte Taubenproblem angehen

Vor allem in der Innenstadt und in Ohligs werden Tauben häufig als Problem wahrgenommen. Das soll sich ändern. Archivfoto: Uli Preuss
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Vor allem in der Innenstadt und in Ohligs werden Tauben häufig als Problem wahrgenommen. Das soll sich ändern.

Bezirksvertretung Mitte spricht über den richtigen Umgang mit den unbeliebten Vögeln.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Es ist ein lokalpolitischer Dauerbrenner. „Das Taubenproblem beschäftigt uns seit vielen Jahren“, bestätigte Bezirksbürgermeister Hansjörg Schweikhart (CDU) am Donnerstagabend in der Bezirksvertretung (BV) Mitte. Doch jetzt könnte die Angelegenheit neuen Schwung bekommen. Denn eine Initiative bietet ihre Unterstützung dabei an, Taubenhäuser in Solingen zu errichten. Sie stellte ihre Ideen den Stadtteilpolitikern vor.

„Das Problem wird sich nicht von selbst lösen.“

Elke Kremer, Pro Taube Solingen

Der Zusammenschluss nennt sich „Pro Taube Solingen“. Die Gründerin Elke Kremer hat vor mehreren Jahren begonnen, sich mit Tauben zu beschäftigen. In Unterburg betreibt sie ehrenamtlich eine Station für die Vögel. Dort kommen Tiere unter, die in schlechtem Zustand aufgefunden und anschließend aufgepäppelt wurden. Bei ihr sollen sie leben, bis sich eine langfristige Bleibe ergibt. Der Bedarf für solche Stellen scheint riesig: Binnen sechs Monaten ist die Zahl der von ihr versorgten Tiere auf 250 angestiegen.

„So kann es nicht weitergehen“, findet Elke Kremer. Damit meint sie vor allem die Tatsache, dass es in erster Linie Privatpersonen seien, die sich um kranke oder verletzte Vögel kümmern. Zum anderen müsse man die Taubenpopulation mit einer ganzheitlichen Strategie und im Sinne des Tierschutzes reduzieren. „Das Problem wird sich nicht von selbst lösen“, betonte Kremer.

Eine Lösung könnten Taubenhäuser sein. Drei wären der Einschätzung der Sozialpädagogin nach in Solingen nötig – in Ohligs, der Innenstadt sowie am Bahnhof Mitte. Sie bieten den Tieren eine Heimat sowie artgerechtes Futter in ausreichender Menge. Zudem besteht die Möglichkeit, die Eier der Vögel gegen Attrappen auszutauschen, um die Vermehrung einzudämmen.

Darüber hinaus schweben Elke Kremer mehrere flankierende Maßnahmen vor. Dabei steht vor allem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die schwierige Situation der Stadttauben im Mittelpunkt.

Die Initiative bietet an, Politik und Verwaltung bei den genannten Schritten zu begleiten. Aktuell laufe die Vereinsgründung. Hat diese Erfolg, könnte sich Kremer sogar vorstellen, als Betreiberin von Taubenhäusern aufzutreten. Dafür brauche es allerdings die entsprechenden Strukturen. Dabei geht es nicht nur um finanzielle, sondern vor allem um personelle Fragen. Die Solingerin regt an, beispielsweise Bundesfreiwilligendienstler und Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in das Projekt einzubinden.

Zudem bringt Elke Kremer die Idee eines Stadttaubenmanagers ins Spiel. Dieser könnte, so der Vorstoß, Maßnahmen zum Taubenschutz in Solingen, Remscheid und Wermelskirchen vorantreiben und koordinieren. Für die weiteren Schritte hofft Kremer auf Unterstützung aus Politik und Verwaltung.

Unter Tel. 01 57 58 54 57 44 sowie im Internet steht sie für Rückfragen zur Verfügung. Zudem sei es nach Terminvereinbarung möglich, ihre Taubenstation zu besuchen.

www.taubenhilfesolingen.wixsite.com/taubenhilfesolingen

Beschlüsse

Tempo-30-Zone: Einstimmig hat die Bezirksvertretung (BV) Mitte für eine Tempo-30-Zone im Gebiet Degenstraße, Degenhof und Florettweg gestimmt. Zudem sprach sich das Gremium für Tempo 30 im Bereich Mittelgönrath aus. In diesem Fall muss die Verwaltung prüfen, ob Mittel für die Umsetzung zur Verfügung stehen.

Sandstraße: Die BV stimmte auch der Fällung von 14 Bäumen zur Erweiterung des Wertstoffhofs an der Sandstraße zu. Als Ersatz pflanzen die Technischen Betriebe 14 neue Bäume und eine Hecke.

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