Bezirksvertretung Mitte

So steht es um die Spielplätze in Mitte

Die Parkanlage Dickenbusch hatte die Stadt in Sachen Pflege fast aufgegeben. Protest aus der Bürgerschaft und der Bezirksvertretung sorgten für ein Umdenken. Im Mai soll der Park neu eröffnen. Foto: Tim Oelbermann
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Die Parkanlage Dickenbusch hatte die Stadt in Sachen Pflege fast aufgegeben. Protest aus der Bürgerschaft und der Bezirksvertretung sorgten für ein Umdenken. Im Mai soll der Park neu eröffnen.

Die Bezirksvertretung ließ sich über den Sachstand am Dickenbusch und anderen Orten informieren.

Von Philipp Müller

Solingen. Frohe Kunde brachte Melanie Wachenfeld-Schöpp mit in die Sitzung der Bezirksvertretung Mitte, die im Zentrum Frieden tagte. In der Parkanlage Dickenbusch werde neuer Rasen gesät, mit Verspätung kämen auch die bestellten Spielgeräte, und die Treppe zwischen Park und Kölner Straße werde dann eröffnet, wenn das neue Geländer montiert sei. Laufe alles planmäßig, sollen Park und Spielplatz in den ersten Maitagen eröffnet werden. Bis dahin bleibe die Anlage gesperrt, damit erst der Rasen anwachse.

Spielplatz am Südpark soll renoviert werden

Nicht nur dort ist die Stadt aktiv. Auch ein paar Meter weiter am Südpark tut sich etwas. Dort gibt es am Durchgang der Kölner Straße zum Alten Bahnhof einen Spielplatz. Darauf stehen drei Häuser als Spielgeräte, für die es sogar einen Spielplatzpreis gab. Problem: Die Geräte waren Sonderanfertigungen, und der Zahn der Zeit nagte etwas früher als geplant an den Objekten.

Bedingt durch die Pandemie habe sich die Renovierung hingezogen, berichtete die Landschaftsarchitektin bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS) in der Bezirksvertretung. Denn die Reparatur der Häuschen führe die Jugendhilfe-Werkstatt Solingen durch. Die sei durch Corona bedingt aber immer wieder nicht betriebsfähig gewesen, zwei der drei Häuser stehen wieder zur Verfügung. Die Arbeiten schreiten voran und laut Wachenfeld-Schöpp ist schon bald damit zu rechnen, dass alles aufgebaut und in Schuss gebracht ist.

Neuer Spielplatz an der Schlieperstraße

Kinder sollen aber auch auf einem neuen Spielplatz herumtoben können. Der entsteht in der zweiten Jahreshälfte an der Schlieperstraße. Die ist Teil des gerade im Bau befindlichen Siedlungsprojekt im Bereich der Maschinenstraße am Mangenberg. Die Umsetzung erfolgt durch den Bauträger der Wohnanlage. Dazu gebe es einen städtebaulichen Vertrag, erklärte Wachenfeld-Schöpp. Da alles sehr langgezogen zugeht, prägt den Spielplatz ein längliches Klettergerüst. Auf Hinweis aus der Bezirksvertretung will sich die Landschaftsarchitektin auch noch einmal versichern, dass dort genug Mülleimer aufgehangen werden.

Die Bilder aus der Ukraine treiben uns Tränen in die Augen.

Bezirksbürgermeister Hansjörg Schweikart zum Ukraine-Krieg

So froh die Nachrichten rund um Spielmöglichkeiten waren, so ernst begann die Sitzung der Bezirksvertretung. Bezirksbürgermeister Hansjörg Schweikart (CDU) bat um eine Schweigeminute. Dabei verlas er eine Erklärung gegen den laufenden Krieg zwischen der Ukraine und Russland. „Die Bilder aus der Ukraine treiben uns Tränen in die Augen“, sagte er. Man gedenke der Opfer des Krieges durch den russischen Aggressor und stehe an der Seite der in unser Land geflüchteten Menschen.

Zugleich mahnte er, sich nicht pauschal gegen hier lebende Menschen russischer Abstammung zu wenden, sondern gegen die, die „unvorstellbare Machtpolitik“ in Russland unterstützten und betreiben. Mit dem Satz „Wir leiden und fühlen mit den unschuldigen Menschen in der Ukraine“ schloss Schweikart den Gedenkmoment im Zentrum Frieden.

Am Neumarkt und Graf-Wilhelm-Platz soll sich etwas tun

Mitglieder der Bezirksvertretung und die Wegekommission hatten sich zuletzt den Zustand auf und um den Neumarkt und Graf-Wilhelm-Platz angeschaut. Einiges sei „in abgerissenem Zustand“, fasste Schweikhart zusammen. Für die Technischen Betriebe Solingen versicherte Thomas Freudewald, dass in der Innenstadt Sanierungen begonnen hätten und auch die beiden Plätze in die laufenden Arbeiten einbezogen würden.

Neubauprojekt: Pläne für Kieserling zum Jahresende

Gerne hätte die Bezirksvertretung Mitte etwas zur geplanten Bebauung des Geländes Kieserling & Albrecht, heute Firma Evertz, und dem angrenzenden Omega-Areal erfahren. Die neue Abteilungsleiterin für Planung im Rathaus, Claudia Seyfried, konnte damit aber nicht dienen. Es liefen weiterhin Gespräche mit dem Investoren und Bauherrn. Beide Grundstücke hat der Berliner Baukonzern Kondor Wessels erworben, der in Ohligs das O-Quartier und in Wald die Siedlung „Greeen“ baut.

Dessen NRW-Geschäftsführer Emillio Bertarelli hatte im ST-Gespräche erklärt, das erst in diesem Jahr genaue Planungen für das Gelände am Südpark starten sollen. Entsprechend verwies auch Seyfried auf das Jahresende als einen möglichen Termin, um konkrete Aussagen zum Bauvorhaben zu machen. In die Gespräche möge sie doch bitte nehmen mitnehmen, ob dort auch gefördert Wohnraum entstehen könne, sagte Bezirksvertreter Dietmar Gaida (Grüne).

Das Handlungskonzept Wohnen der Stadt fordert für den gesamten Neubaubereich in Solingen künftig 30 Prozent solcher Wohnungen. Horst Janke (FDP) will dafür die rechtlichen Grundlagen für ein solches Verlangen geprüft wissen. Claudia Seyfried erklärte, die Wünsche seien ihr nicht neu und würden thematisiert.

Umweltsünde Bauen: So geht Wohnen nachhaltig

Hundekotbeutel

Für die neue Parkanlage Dickenbusch wünscht sich die Bezirksvertretung neue Spender für Hundekotbeutel. Für die Technischen Betriebe Solingen erklärte Melanie Wachenfeld-Schöpp, dass diese nicht kommen werden, aber Beutel in den Bürgerbüros verteilt würden.

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