Umbau Düsseldorfer Straße

In der Ohligser City soll es möglichst blühen

Die Düsseldorfer Straße soll saniert werden. Für den Marktplatz in Ohligs will die Stadt bereits im Juni die Pläne vorstellen. Die ISG Ohligs kann sich aber – anders als die Stadt – auch Beete und Blumenampeln zur Verschönerung vorstellen. Vorausgesetzt, die Finanzierung ist geklärt. Foto: Christian Beier
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Die Düsseldorfer Straße soll saniert werden. Für den Marktplatz in Ohligs will die Stadt bereits im Juni die Pläne vorstellen. Die ISG Ohligs kann sich aber – anders als die Stadt – auch Beete und Blumenampeln zur Verschönerung vorstellen. Vorausgesetzt, die Finanzierung ist geklärt.

Private Initiativen könnten das ergänzen, was die Stadt Solingen selbst nicht leisten will

Solingen. So richtig glücklich ist Gloria Göllmann, die Geschäftsführerin der Immobilien- und Stadtortgemeinschaft (ISG) Ohligs, nicht mit dem, was die Technischen Betriebe (TBS) der Stadt Solingen im Ausschuss für Städtebau, Stadtentwicklung und Digitale Infrastruktur zuletzt berichtet hatten. Sie ärgert sich, dass dort bereits der Eindruck entstehen könne, für die sanierte Düsseldorfer Straße und den umgebauten Ohligser Markt seien etwa Blumenbeete nicht vorgesehen. Das alles sei noch zu besprechen, pocht Göllmann auf die kommende Zeit.

Tatsächlichen hatten die TBS im Ausschuss erklärt, gerade eine Vorlage für die Politik mit den Entwürfen für den Bauabschnitt Marktplatz zur Beschlussfassung im Juni vorzulegen. Der fuße auf den Plänen des beauftragten Büros RMP Lenzen Landschaftsarchitekten aus Köln. Das Büro habe auch Entwürfe für die Düsseldorfer Straße errichtet. Zugleich betonten die TBS, dass reine Blumenbeete nicht vorgesehen seien, und führten den hohen Pflanz-, Pflege- und Gießbedarf für solche Pflanzungen in der Ohligser City an.

Göllmann: Gespräche und sinnvolle Kompromisse für den Umbau der Ohligser City sind notwendig

Göllmann empfindet dies „unglücklich, wenn man nur einen Teil beleuchtet und dieser dann auch noch vorgreift oder etwas ausschließt, was erst noch entschieden werden muss.“ Vielmehr sei es so, dass sich die ISG mit der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG), den Ohligser Jongens und möglichen Veranstaltern auch zu dieser Frage in der Abstimmung befinde. Mit im Boot seien die Stadtentwicklungsplanung, die TBS und das Architektenteam. Denn es gehe zunächst einmal um dieses Ziel: „Die Ausschreibung zur Aufwertung der Düsseldorfer Straße und des Marktplatzes betrifft in erster Linie einen neuen Bodenbelag, die Beleuchtung, Möbel und die Begrünung mit Bäumen. Die Konzeption sollte eine hohe Nutzungsdichte haben, also Wochenmarkt, Veranstaltungen und Aufenthaltsqualität unter einen Hut bringen. Dafür sind Gespräche und sinnvolle Kompromisse nötig.“

Den Akteuren wie OWG, Marktbeschickern, Schaustellern und der ISG gehe es als „starke Akteure“ im Stadtteil darum, „dass konzeptionell die nötigen Rahmenbedingungen in der Planung und Ausführung gestellt werden, um zukünftig den öffentlichen Raum nachhaltig nutzen zu können.“ Dazu gehörten eine leistungsfähige Infrastruktur von Wasser, Strom, Wlan und sinnvoll gestellten oder demontierbaren Möbeln. Auch Themen wie Mülleimer und Stelen in den Nutzungsflächen seien wichtige Aspekte. Diese Detailplanung liege noch nicht vor, weil sie für den Marktplatz erst im Juni vorgestellt werde.

Das Angebot können Blumenampeln, Töpfe und Beete abrunden.

Gloria Göllmann, ISG Ohligs

„Das heißt, wir können uns noch gar nicht um Details wie Blumenarrangements kümmern, wenn die Basis noch nicht steht“, sagt die ISG-Geschäftsführerin. Bei aller Komplexität der Maßnahmen gelte aber auch, dass die Gastronomen, Händler, Dienstleister und Institutionen dafür zu sensibilisieren seien, den Besuchern und Bürgern „ein klares Bild unseres Stadtteils zu vermitteln und sich sichtbar zu machen“.

Das Motto aller Überlegungen stehe unter diesen Leitgedanken für eine zukunftsfähige Ohligser City: Verweilen, leben, arbeiten, shoppen in der Stadt, analog und digital. Das Angebot für die Besucher mache dies aus. Ob das dann mit Blumenampeln, Töpfen oder kleinen Beeten abgerundet werde oder temporäre Lichtskulpturen erstrahlten und wer diese nachhaltig versorge, bleibe am Ende eine Frage der Finanzierung und Verantwortung. „Ich denke, die liegt bei uns allen und das gilt es zu vermitteln.“

Sanierung der Ohligser City

Die Idee, der Düsseldorfer Straße als Achse zwischen Bremsheyplatz und Ohligser Markt ein neues Gesicht zu geben, ist schon älter. Als das O-Quartier noch als Einkaufszentrum geplant war, sagte die damalige Investorin eine Beteiligung an den Kosten zu. Inzwischen gibt es mehrere Akteure bei dem Thema. Neben der Stadt Solingen ist es unter anderem die Immobilien- und Standortgemeinschaft, die den Zweck hat, den Ohligser Stadtkern lebensfähiger zu machen. Vom Land NRW gibt es Mittel für die Umsetzung der Sanierungspläne aus Töpfen für die Städtebauförderung.

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