Jeder zweite Bewohner hat zugestimmt

Impfungen in Solinger Unterkünften für Flüchtlinge

Alle Bewohner in den 20 Flüchtlingsunterkünften haben ein Impfangebot gegen das Corona-Virus erhalten. Symbolfoto: Christian Beier
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Alle Bewohner in den 20 Flüchtlingsunterkünften haben ein Impfangebot gegen das Corona-Virus erhalten.

Die Vorbereitungen laufen seit vier Wochen.

Von Anna Lauterjung

Solingen. Parallel zu den Sonderimpfungen in den Stadtquartieren mit besonders hoher Inzidenzzahl haben nun auch alle Bewohner in den 20 Flüchtlingsunterkünften ein Impfangebot gegen das Corona-Virus erhalten. Anfang kommender Woche werden die Interessierten an zwei Tagen in vier Einrichtungen zentral von einem mobilen Team aus Ärzten und Fachpersonal geimpft. Dabei wird voraussichtlich der Impfstoff der Firma Johnson & Johnson genutzt, bei dem keine zweite Impfung nötig ist.

Das soll den logistischen Aufwand reduzieren und die Akzeptanz der Impfung gegenüber den Bewohnern erhöhen, erklärt der Leiter des Stadtdienstes Soziales, Stefan Grohé. Allerdings sei es noch nicht klar, ob es bei dem Impfstoff bleibe. Die Vorbereitungen auf die beiden anstehenden Impftage für die Bewohner haben bereits vor ungefähr vier Wochen begonnen, berichtet Stefan Grohé. „Zunächst wurden Infoflyer an die Bewohner verteilt.“ Im nächsten Schritt suchten die Mitarbeiter des Stadtdienstes Soziales dann das persönliche Gespräch mit allen Bewohnern, um „Werbung für die Impfung zu machen“, so Grohé. Unterstützt wurden sie dabei von Übersetzern und Sozialarbeitern. Diese Maßnahmen erleichtern den Zugang zum Impfangebot. Grohé: „Insbesondere für Menschen, die erst seit kurzem in Deutschland leben, sind die sozialen Strukturen noch fremd. Aufgrund der Sprachbarriere benötigen sie viel Unterstützung, um die Angebote auch wahrnehmen zu können.“

Solingen: Impfangebot wurde positiv aufgenommen

Die Strategie des Stadtdienstes hatte Erfolg: Das Impfangebot sei von den Bewohnern positiv aufgenommen worden, bestätigt Grohé. Insgesamt habe sich ungefähr die Hälfte der Bewohner für die Impfung entschieden, und in vielen Fällen seien bereits die benötigten Dokumente wie der Anamnesebogen und die Einwilligungserklärung gemeinsam ausgefüllt worden. Zudem gehe der Stadtdienst Soziales davon aus, dass sich einige der Bewohner spontan an den Impftagen für die Impfung entscheiden werden.

Auch in der Sitzung des Zuwanderer- und Integrationsausschusses löste die Nachricht über das Impfangebot für die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte ein positives Feedback aus.

Der Ausschuss hatte zuvor über einen Antrag für Selbsttests in den Gemeinschaftseinrichtungen abgestimmt. Die Tests seien dort wichtig, da aufgrund der Gemeinschaftsräume ein besonders hohes Infektionsrisiko unter den Bewohnern herrscht. Dieses Risiko kann nun weiter durch die Impfung gesenkt werden. Grohé: „Wir haben zum Schutz aller Bewohner und der Mitarbeiter ein großes Interesse an einer hohen Impfquote.“

Die Stadt Solingen plant mit ersten Sonderimpfungen rund um die Zietenstraße. Etwa 800 Impfdosen wird die Stadt dafür wohl aus einem ersten Sonderkontingent des Landes NRW erhalten. Die Zietenstraße komme nach Ansicht der Verwaltung infrage, weil es dort bei den rund 2400 erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohnern sehr hohe Inzidenzen gebe, teilte Stadtsprecher Lutz Peters auf Anfrage mit.

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