Pandemie

Impfstelle im ehemaligen P&C öffnet am Montag

Impfen gegen Covid-19. Archivfoto: Roland Keusch
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Wer über 30 Jahre alt ist, bekommt in Solingen den Impfstoff von Moderna gespritzt.

Geplante Woche „Impfen für Solingen“ entfällt. Moderna wird schwerpunktmäßig eingesetzt. Termine können online gebucht werden.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die neue städtische Impfstelle im ehemaligen P&C-Gebäude öffnet bereits kommenden Montag – und nicht erst am Mittwoch wie ursprünglich geplant. Drei Impfärzte impfen dort montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr. Die städtische Impfstelle zieht deshalb am Wochenende aus den Clemens-Galerien in die neuen Räume und bleibt am Samstag geschlossen. An dem Tag steht somit nur das Impfangebot in Bethanien zur Verfügung. Geimpft wird in der neuen Impfstelle ab Montag mit und ohne Termin. Die Termine können online und über eine App gebucht werden.

Die Woche „Impfen für Solingen“ entfällt dagegen – sie sollte vom kommenden Montag an bis zum Samstag mit freien Impfangeboten in möglichst vielen Arztpraxen das Impfen voranbringen. Angesichts der „geringen Rückläufe“ bei den Praxen müsse die Aktion leider abgesagt werden, erklärt Dr. Julius Rath, einer von zwei Sprechern der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Solingen. „Die Kollegen in den Praxen sind mit den ohnehin geplanten Impfungen und den übrigen medizinischen Aufgaben am Limit“, so Rath. Ein Teil der Praxen werde allerdings individuelle Impfaktionen vornehmen.

Über 30-Jährige werden mit Moderna-Impfstoff geimpft

Hinzu komme der zusätzliche Aufklärungsaufwand, weil ein Großteil der Impfungen – gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission bei allen über 30 Jahre – mit dem Vakzin von Moderna vorgenommen werde. Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Kontingente von Biontech/Pfizer limitiert, weil Moderna-Dosen zu verfallen drohen.

„Moderna ist ein exzellenter Impfstoff, Datenlage, Sicherheit und Aufbau des mRNA-Impfstoffes sind genauso gut wie bei Biontech oder sogar besser“, betont Dr. Rath. Der Moderna-Impfstoff, schwerpunktmäßig in den USA verimpft, habe bei der deutschen Impfkampagne noch keine große Rolle gespielt und sei daher nicht so bekannt. „Man hätte das anders kommunizieren müssen“, kritisiert der niedergelassene Mediziner. Aber klar sei, dass bei der Nachfrage nach Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen jeder gute Impfstoff genutzt werden müsse.

Der Moderna-Impfstoff könne aktuell unbegrenzt von den Praxen bestellt werden. Auch in den Solinger Impfstationen werde auf dieses Vakzin gesetzt. „Alle Über-30-Jährigen werden bei den städtischen Impfangeboten bei den Boosterimpfungen sowie den Erst- und Zweitimpfungen mit Moderna geimpft. Eine Wahlmöglichkeit kann daher bis auf Weiteres nicht mehr angeboten werden“, betont Stadt-Pressereferent Daniel Hadrys.

Ärzte wehren sich gegen 2G plus

Für Aufregung in den Arztpraxen sorgt das neue Infektionsschutzgesetz. „Demnach soll für Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen 2G plus gelten, wir müssten also alle Mitarbeiter täglich testen, obwohl sie dreifach geimpft sind und FFP2-Maske tragen “, kritisiert Dr. Robert Weindl von der Chirurgischen Gemeinschaftspraxis. Das sei beim Mangel an verfügbaren Tests sowie zeitlich kaum leistbar. Wie das Gesetz ausgelegt wird, sei noch nicht klar – auch Dr. Julius Rath sieht ein Problem, falls es in allen Praxen und Kliniken umgesetzt werden soll.

Termine: solingen.impf-buchung.de

In unserem Blog finden Sie die neuesten Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Solingen.

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