Umfrage

„Ich gehe wählen, weil...“: Das sagen prominente Solinger

Am 26. September ist Bundestagswahl. Der Politikwissenschaftler Dr. Volker Mittendorf sagt voraus, dass es reine Volksparteien in Zukunft nicht mehr geben wird. Fotos: Sebastian Gollnow/ Uni Service Transfer
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Am 26. September ist Bundestagswahl. Der Politikwissenschaftler Dr. Volker Mittendorf sagt voraus, dass es reine Volksparteien in Zukunft nicht mehr geben wird.

Am Sonntag ist Bundestagswahl. Hier sagen prominente Solingerinnen und Solinger, ob und warum es aus ihrer Sicht so wichtig ist, tatsächlich die Stimme abzugeben. Wir haben nachgefragt bei Jungen und Älteren, bei Unternehmern, Künstlern, Menschen mitten aus dem Leben - bekannte Gesichter aus allen Bereichen des Lebens.

Standpunkte, Spielregeln und alles andere Wissenswerte rund um die Bundestagswahl in Solingen finden Sie hier: solinger-tageblatt.de/bundestagswahl

Den Ticker zu Ergebnissen, Stimmen und Nachrichten am Wahl-Sonntag selbst finden Sie hier.

Daniel Marks: So können wir alle mitbestimmen

Daniel Marks

Daniel Marks, Bürgerpreis-Träger 2021: Ich gehe wählen, weil weil es ein Privileg ist, die Gesellschaft, in der wir leben, aktiv gestalten zu dürfen. Das Ehrenamt ist eine Art, sich aktiv an dieser Gestaltung zu beteiligen. Jedoch haben nicht alle die Zeit oder Möglichkeit, ehrenamtlich tätig zu sein. Eine Möglichkeit, die Geschicke in unserem Land selbst mitbestimmen zu können, haben wir jedoch alle: die Wahl. Diese ist ebenfalls ein Privileg und keineswegs selbstverständlich. Nutzen sie die Möglichkeit, diese Gesellschaft aktiv zu gestalten. Gehen sie wählen!

Caritas-Chef Dr. Christoph Humburg: Wählen ist auch eine Pflicht

Dr. Christoph Humburg ist Direktor des Caritasverbandes Wuppertal-Solingen

Dr. Christoph Humburg, Direktor Caritasverband Wuppertal-Solingen: Ich gehe wählen, weil durch die Wahl entschieden wird, wie politische Macht in unserem Land verteilt wird. Das Recht zur freien und geheimen Wahl ist weltweit gesehen ein hohes Luxusgut, für das frühere Generationen hart gekämpft haben. Längst nicht in allen Ländern ist dieses Recht verbürgt. Ohne freie Wahlen ist es für rechtspopulistische Parteien leichter, an die Macht zu kommen. Aus dem Privileg der freien Wahlen erwächst auch die Pflicht, daran teilzunehmen und Demokratie mitzugestalten.“

Alexander Erkelenz: Jede Stimme zählt - schließlich geht es um unsere Zukunft

Alexander Erkelenz ruft insbesondere Erstwähler dazu auf, ihre Stimme abzugeben.

Alexander Erkelenz, Vorsitzender des Jugendstadtrates: Ich gehe wählen, weil ich finde, dass jeder wählen gehen sollte. Der Wahlbogen ist für alle vorgedruckt, das Kreuz kann simpel gesetzt werden. Jede Stimme zählt! Denn selbst, wenn man nicht wählen geht, entscheidet das Nichtabgeben einer Stimme darüber, wie das Ergebnis am Ende aussieht. Mein Appell – vor allem an die jungen Leute beziehungsweise Erstwähler: Nutzt Eure Stimme, damit wir alle zusammen entscheiden, wie es mit uns weitergehen soll! Es geht schließlich um unsere Zukunft!“

Henner Pasch: Dankbar - denn es hat eben nicht jeder die Wahl

Henner Pasch

Henner Pasch, Präsident der Bergischen IHK: Ich gehe wählen, weil ich jeden Tag dankbar bin, dass wir wählen können und eine Wahl haben. Wir leben in Deutschland, bei allen Problemen, die auch unser Land hat, auf einer Insel der Glückseligen. Unser Grundgesetz regelt in Art 20 (2): Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt. Ich bin stolz und glücklich und sehe es als meine Pflicht, damit Teil der Entscheidungen in unserem Land zu sein.

Claudia Schepanski: Selbstverständlich und wichtig

Claudia Schepanski

Claudia Schepanski, Solinger Polizeichefin: Ich gehe wählen, weil ein Wahlrecht zu haben eine hohe Errungenschaft unserer Demokratie ist. Dieses auch wahrzunehmen, ist für mich daher nicht nur selbstverständlich, sondern aus meiner Sicht auch wichtig, um uns allen diese Demokratie zu erhalten.

Jörg Föste: Wählen ist ein Privileg

Jörg Föste

Jörg Föste, Geschäftsführer des Bergischen HC: Ich gehe wählen, weil es ein Privileg ist. Nur 23 von 167 Nationen weltweit gelten als vollständige Demokratien. Deutschland zählt zu dieser Minderheit. Deutschland hat einmal zur Mehrheit gehört. Das Ergebnis ist bekannt. Geht wählen!“

Joachim Junker: Ich will mitgestalten

Joachim Junker

Joachim Junker ist Vorsitzender der Prinzengarde Blau-Gelb Ohligs: Ich gehe wählen, weil ich mit meiner Stimme die Entwicklung unseres Landes mitgestalten und mitentscheiden kann. Das ist ein unschätzbares Gut, das jeder, der diese Möglichkeit geboten bekommt, auch unbedingt nutzen sollte.

Ursula Dörpinghaus: Demokratie braucht Unterstützung

Ursula Dörpinghaus

Ursula Dörpinghaus, Preisträgerin des „Silbernen Schuhs“: Ich gehe wählen, weil unsere Demokratie unsere Unterstützung braucht. Deswegen habe ich mit Ulla Feldhaus u. a. die Initiative „Solinger Frauen für Respekt und Demokratie“ ins Leben gerufen. Wir Frauen haben das Recht und die Gelegenheit, aufzustehen gegen Rechts, gegen Rassismus, gegen Judenhass, und erst seit 100 Jahren das Recht, wählen zu gehen. Wir können uns als Bürgerinnen beteiligen, zum Zusammenleben beitragen, für gute Beziehungen zwischen Bürgern und Politikern einstehen. Mit der Wahl bestimmen wir auch für künftige Generationen. Unsere Kinder werden uns fragen: „Warum hast du damals nicht gewählt, dich nicht eingebracht?“

Hartmut Gehring: Gut, dass wir wählen dürfen

Hartmut Gehring

Hartmut Gehring, Vorsitzender des Industrieverbands Schneid- und Haushaltwaren: Ich gehe wählen, weil ich es als eine gesellschaftliche Verpflichtung ansehe, durch das Wählen Verantwortung zu übernehmen. Dies ist die Grundlage, um auf die unterschiedlichen Strategien der Zukunftsgestaltung Einfluss zu nehmen. Gut, dass wir diese Möglichkeit haben.

Ulrike Kilp: Was Gesundheit und Demokratie miteinander zu tun haben

Ulrike Kilp

Ulrike Kilp, Geschäftsführerin Diakonisches Werk Solingen: Ich gehe wählen, weil es mit der Demokratie so ähnlich ist wie mit der Gesundheit: Ihre Bedeutung wird erst verstanden, wenn sie beschädigt ist. Denke an Afghanistan und seine Menschen: Gesetze, Institutionen und Strukturen wurden von Demokratie-Feinden in Windeseile zerstört. Ich erwarte von unseren Parlamenten, dass sie die Demokratie gesund erhalten. Dazu braucht es Bürgerinnen und Bürger, alle vier Jahre zur Bundestags- und alle fünf Jahre zur Landtags- und Kommunalwahl. Das sollte uns unsere Demokratie wert sein.

Panagiota Petridou: Jeder sollte wählen gehen

Die Solinger Moderatorin Panagiota Petridou.

Panagiota Petridou: Ich geh wählen, weil das alle schlaue Menschen tun. Wer nicht wählt, wählt dumm!

„Ich gehe wählen, weil...“ - Noch mehr Stimmen aus Solingen

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