Anstieg der Zahlen bereitet Sorge

Hoher Inzidenzwert: Schulen, Kitas und Gaststätten sind nicht das Problem

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Es gelten weiterhin eindeutige Abstandsregeln.

Sieben-Tage-Inzidenzwert steigt auf 157,7 – Ansteckung meist im privaten Umfeld.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten steigt weiter. 357 Solinger, 12 mehr als am Vortag, waren am Donnerstag nachgewiesen mit Sars-CoV-2 infiziert. Auch der Inzidenzwert, die Zahl der Infizierten in den vergangenen sieben Tagen bezogen auf 100 000 Einwohner, stieg auf 157,7. Aktuell werden 22 Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, stationär behandelt.

„Der Anstieg der Zahlen bereitet uns zwar Sorge“, sagt der Beigeordnete Jan Welzel (CDU), „aber das Gesundheitsamt hat die Nachverfolgung der Infektionen gut im Griff.“ Inzwischen ist das Team um Leiterin Dr. Annette Heibges auf rund 100 Mitarbeiter der Verwaltung aufgestockt. Knapp 60 Kräfte wurden jüngst im Theater und Konzerthaus für die neue Aufgabe geschult.

Am Telefon übernehmen sie die Recherche von Kontaktpersonen und halten den Kontakt zu den derzeit 1907 Solingern, die in Quarantäne sind. Inzwischen wird von fünf Stellen aus kommuniziert: Telefonteams sitzen im Gesundheitsamt des Rathauses, im Rathaus-Altbau, im Kleinen Konzertsaal des Theaters und Konzerthauses, im Verwaltungsgebäude Bonner Straße 100 und im ehemaligen Bürgerbüro an der Mummstraße.

In der Infektionsambulanz in Bethanien wurden am Donnerstag 270 Menschen getestet, die Zahl ist im Vergleich zu den vergangenen Tagen etwas gesunken. Auch dort werde die Lage beherrscht, signalisiert die Klinik. Derzeit wird ein zweiter Zugang für Tests bei Menschen mit Krankheitssymptomen eingerichtet, damit sie sich nicht in die Schlange für alle Testwilligen einreihen müssen.

Solingen: Die meisten Infektionen gehen auf das private Umfeld zurück

Der Corona-Krisenstab der Stadt appelliert an die Bürger, weiter vorsichtig zu sein. Auch in Solingen bestätige sich, was der Leiter des Robert-Koch-Instituts gesagt habe: „Der Kontakt in den Familien ist gefährlicher als eine Übernachtung im Hotel.“ Die meisten Infektionen gingen tatsächlich auf das private Umfeld zurück. Zuletzt hatte in Solingen ein infizierter Hobby-Fußballer gleich sechs Sportkollegen angesteckt.

Die Rechercheteams wollen deshalb noch detaillierter nachhaken. „Je genauer wir wissen, wo und wie Menschen sich infiziert haben, umso besser können Information, Verhütung und Bekämpfung werden“, sagt Jan Welzel. Bekannt sei schon jetzt, dass Kitas, Schulen und auch Gaststätten bei der Weitergabe des Virus eine sehr untergeordnete Rolle spielen.

Die neuesten Nachrichten rund um das Corona-Virus finden Sie hier: Unser Blog für Solingen wird laufend aktualisiert.

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