Gebührenpflicht

Höher Heide: Parkplatzsituation ist angespannt

Die Zeiten, in denen man auf dem Besucherparkplatz der Lungenklinik Bethanien kostenlos parken konnte, sind vorbei. Seit dem 1. August sind die Parkplätze dort gebührenpflichtig. Dadurch ist der Parkraum in der Umgebung knapp geworden. Foto: Christian Beier
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Die Zeiten, in denen man auf dem Besucherparkplatz der Lungenklinik Bethanien kostenlos parken konnte, sind vorbei. Seit dem 1. August sind die Parkplätze dort gebührenpflichtig. Dadurch ist der Parkraum in der Umgebung knapp geworden.

Weil Bethanien fürs Parken Gebühren erhebt, weichen viele Autofahrer auf benachbarte Flächen an der Sportanlage aus.

Von Kristin Dowe

Solingen. Aufderhöhe Parkraum ist rund um das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Bethanien sowie an der Sportanlage des TSV Aufderhöhe ein rares Gut. Noch bis vor wenigen Wochen hatten Patienten, Angehörige und Mitarbeiter von Bethanien regelmäßig Schwierigkeiten, an der Anlage einen Parkplatz zu finden, berichtet Robert Sopella, Sprecher des Diakonischen Werks Bethanien. „Seitdem der Besucherpark kostenpflichtig ist, hat sich die Parksituation für unsere Besucher deutlich entspannt.“

„Die Parksituation hat sich für unsere Besucher entspannt.“ 

Robert Sopella, Sprecher des Diakonischen Werks Bethanien

Die Regelung dort gilt seit dem 1. Juli. Doch während Bethanien für die ersten acht Wochen eine positive Bilanz zieht, hat sich das Parkplatzproblem im Bereich Josefstal/Höher Heide verschärft. Mit dieser Entwicklung beschäftigte sich am Montag auch die Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid. „Einige Besucher haben keine Lust, die kostenpflichtigen Parkplätze zu nutzen und parken deshalb im Bereich Josefstal“, berichtete Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU). Dort befinden sich nahe der Sportanlage einige Taschenparkplätze sowie Parkmöglichkeiten am Straßenrand.

„Wir haben aus rechtlichen Gründen nicht die Möglichkeit, dort beispielsweise ein eingeschränktes Halteverbot einzurichten“, bedauert Westkämper. Die Parkplätze seien der Sportanlage TSV Aufderhöhe zugeordnet und befänden sich im Besitz des Stadtdienstes Sport und Freizeit (Sportamt). Insofern seien die dortigen Parkbuchten als private Fläche zu behandeln.

Ein Lösungsansatz sei, dort Schilder mit dem Hinweis aufzustellen, dass die Parkplätze zur Sportanlage gehören und etwa Mitarbeiter von Bethanien dort nicht parken sollten. „Bei Verstößen könnte die Stadt dort auch abschleppen lassen, müsste aber für die Abschleppkosten in Vorleistung treten“, gab Horst Schulten, Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit, zu bedenken. Auch dürfte es schwierig sein, die Berechtigung der parkenden Personen in der Praxis zu überprüfen. Weitere Begehrlichkeiten könnten rund 75 weitere Parkplätze schaffen, die bis zum Ende des Jahres den neuen Sportplatz an der Höher Heide ergänzen sollen. „Wir versuchen erst mal, mit Schildern an die Autofahrer zu appellieren“, so Westkämper – eine Linie, auf die sich die Bezirksvertreter am Montag gut verständigen konnten.

Toiletten am Engelsberger Hof sollen sauberer werden

Ein unappetitliches Thema brachte die Bezirksfraktion der Grünen mit einem Antrag zu den Toilettenanlagen am Engelsberger Hof auf den Plan: „Eine der Toiletten war umgeworfen, eine zweite verschlossen, die dritte im Inneren auf der Sitzfläche mit Kot besudelt“, beschreibt Thilo Schnor den Zustand der drei mobilen Toiletten auf der Anlage bei einem Testbesuch im Antrag der Grünen. Da die Toiletten abgelegen aufgestellt und vom Spielplatz aus kaum sichtbar seien, könne dort kaum soziale Kontrolle gegen Vandalismus stattfinden. „Alles zusammen führt nicht selten dazu, dass in den Büschen der näheren Umgebung Geschäfte verrichtet werden“, heißt es weiter.

Die Grünen regten deshalb an, zu prüfen, ob sich die Toiletten an einem geeigneteren Ort aufstellen lassen – zudem solle der Betreiber aufgefordert werden, die Anlagen gerade während der warmen Jahreszeit regelmäßig in Ordnung zu bringen. Mittelfristig wolle man die jetzige mobile Toilettenanlage gegen eine feste austauschen und dabei gemeinsam mit Gastronomiebetrieben in der Nähe nach einer Lösung suchen. Die Bezirksvertreter folgten dem Antrag einstimmig.

Besucherparkplatz Bethanien

Seit dem 1. Juli ist das Parken auf dem Gelände der Diakonie Bethanien mit rund 400 Parkplätzen kostenpflichtig und wird digital gesteuert. Von montags bis samstags zahlen Autofahrer dort einen Euro pro Stunde, der Tageshöchstsatz beträgt acht Euro. An Sonn- und Feiertagen bleibt das Parken weiterhin kostenfrei. Auf ein Schrankensystem wurde verzichtet, stattdessen werden Fahrzeug-Kennzeichen bei der Ein- und Ausfahrt gescannt und digital erfasst. Mitarbeiter der Diakonie Bethanien parken dort zu vergünstigten Konditionen. Angehörige von Patienten können vergünstigte Sondertarife in Anspruch nehmen.

Man müsse jetzt vom Sprintmodus in den Marathon-Modus übergehen, so bildlich beschrieb Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) die Situation in Solingen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Gemeinsam mit Prof. Dr. Winfried Randerath, Chefarzt der Lungenfachklinik Bethanien, Dr. Stephan Lenz, Vorsitzender der Solinger Kassenärztlichen Vereinigung (KV), und dem Beigeordneten Jan Welzel zog er Bilanz – ein halbes Jahr nach Beginn des Lockdowns.

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